Hogwarts Legacy im Test: Ein magisches Erlebnis für Potter-Fans
Test 53,99 €
Hogwarts Legacy lässt alle Harry-Potter-Fans endlich in die Welt der Hexen und Zauberer eintauchen. Wie gut das Action-Rollenspiel ist, was ihr von der Hauseinteilung, dem Besenfliegen und den Unterrichtfächern erwarten könnt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test zum Spiel.
Nach all dem Warten ist es nun endlich so weit: Harry-Potter-Fans mussten sich wirklich lange gedulden, um ein Open-World-Spiel in Zauberer-Setting zu bekommen, ganz ohne Harry Potter und den anderen namhaften Figuren. Statt die bekannten Geschichten noch mal zu erleben, begeben wir uns selbst auf die Schule für Hexerei und Zauberei. Mit der Ankündigung von Hogwarts Legacy (jetzt kaufen 39,95 € / 53,99 € ) zeigte sich dann schnell: Wie genau Harrys Zauberwelt in Videospielform idealerweise auszusehen hat, wirft Diskussionen auf. Klassische Open World mit Erkundung in und um Hogwarts herum? Oder doch lieber ein Bully in Hogwarts mit festem Stundenplan und gelegentlichem Freigang? Hogwarts Legacy hat in dieser Hinsicht eine recht klare Entscheidung getroffen. Aber war es die richtige Wahl? Seid euch an dieser Stelle bitte klar, dass wir ein paar inhaltliche Spoiler nicht vermeiden können, die wir aber auf den Beginn des Spiels beschränken.
Die Eule hat sich verspätet
In Hogwarts Legacy spielen wir einen neuen Schüler, der an die britische Zauberschule kommt. Wie schon vorab bekannt, fangen wir mit unserem Charakter ab der fünften Klasse an, nicht wie üblich als Elfjähriger im ersten Schuljahr. Und ja, im Laufe der Handlung wird klar, warum das so ist. Die Geschichte dreht sich sehr direkt um unsere Figur, außerdem um einen Koboldaufstand, der natürlich vereitelt werden will.
Die Hauptmissionsreihe, also der Kern des Spiels, ist einwandfrei umgesetzt, kreativ und findet nicht nur in der Open World statt, sondern auch in linearen Verliesen, die extra betreten werden müssen. Die Verliese sind zwar schlauchig, es gibt aber genug Abzweigungen, hinter denen man kleine Rätsel für Extrabeute erledigen kann.
Was sich die Entwickler da teilweise haben einfallen lassen, besonders gegen Ende der Hauptgeschichte, hat uns durchaus beeindruckt. Dazu kommt, dass die Zwischensequenzen grafisch auf Filmniveau sind, die Story spannend erzählt wird und interessant ist. Es wird nicht vor Tod und Gewalt zurückgescheut, wir erleben viel Fanservice und Liebe zum Detail und nur selten geht es übermäßig rührselig zu.
Quelle: Warner Bros .Games
Hogwarts Legacy im Test: Ein magisches Erlebnis für Potter-Fans (1)
Zu Beginn des Spiels erhalten wir einen Brief, der uns dafür beglückwünscht, an Hogwarts aufgenommen worden zu sein. Wir erwähnen das nur, damit wir auf den Rechtschreibfehler hinweisen können, der sich in der Signatur des Briefs versteckt: "Stellverstretende Schulleiterin". Dieser kleine Flüchtigkeitsfehler ist ein Vorzeichen dafür, was euch generell im Spiel erwartet.
Man merkt Hogwarts Legacy den Zeitmangel während der Entwicklung nämlich deutlich an. Euch erwarten kleinere Grafikbugs, es ruckelt meist ein wenig und wenn wir zu schnell durch das Schloss rennen, laden Türen nach: Das ist nichts, was nicht durch ein paar Patches kurz nach Release repariert werden kann.
Doch den Zeitmangel merkt man auch an anderen Stellen, die sich nachträglich nicht mehr so leicht ändern lassen und die sich vor allem negativ auf Atmosphäre und Immersion auswirken.
Nicht gepolished
Das fängt schon beim Charaktereditor an, der zwar solide ist, aber nicht übermäßig viele Optionen bietet. Es gibt keine Regler zum Verschieben von Gesichtsfeatures, stattdessen kann aus einer Reihe Gesichter ausgewählt werden, genauso wie bei den Frisuren.
Die begrenzte Anzahl an Assets macht sich auch im Spiel bemerkbar, wo wir im Schloss stets den gleichen Personen begegnen, oder sich vielmehr alle sehr ähnlich sehen.
Generell ist das Schloss nicht übermäßig belebt. Vor allem fällt auf, dass Schüler der Jahrgänge eins bis vier sowie sechs und sieben gar nicht vorhanden sind. Das ist sicherlich darauf zurückführen, dass man nicht so viele Charaktermodelle entwerfen wollte, und viel mehr NPCs hätten es eh nicht ins Spiel schaffen können, ohne eine Ruckelorgie auszulösen.
