Hitman: Blood Money

Test Christian Schönlein

Sie haben noch keine 360? Keine Sorge, 47 schlägt auch auf der Xbox zu.

Wenn Sie beispielsweise eine Lichtanlage auf Ihr Opfer fallen lassen, vermutet niemand einen Mord. Wenn Sie beispielsweise eine Lichtanlage auf Ihr Opfer fallen lassen, vermutet niemand einen Mord. Weniger betuchte Zocker, die sich noch keine Xbox 360 mit dazugehöriger HD-Glotze leisten konnten, müssen nicht auf den neuesten Ableger der Hitman-Serie verzichten. IO Interactive entwickelte parallel auch Versionen für die letzte Konsolengeneration. Diese sind alle inhaltsgleich zur Xbox-360-Fassung und bieten sämtliche Qualitäten des Spiels. Wie beim großen 360-Bruder hat man also immense Handlungsfreiheit was die Vorgehensweise in den einzelnen Missionen betrifft.

Damit Sie bei all den Möglichkeiten nicht überfordert sind, bietet das Spiel Ihnen gegen bare Münze sogar hilfreiche Tipps. Eifrige Zocker sparen sich das Geld natürlich, um sich besseres Equipment zu kaufen. Denn auch das Bezahlungssystem hat es auf die Xbox geschafft. Genauso wie der Fahndungslevel, der steigt, wenn Sie zu auffällig vorgehen und von Zivilisten be-obachtet oder von Überwachungs-kameras gefilmt werden.

Alles drin, alles dran

Die Xbox-Version sieht kaum schlechter aus als die 360-Fassung. Die Xbox-Version sieht kaum schlechter aus als die 360-Fassung. Da alle Fassungen wie gesagt inhaltsgleich sind, bleibt die gute alte Xbox aber leider auch nicht von den Schwächen des Titels verschont. Scheinbar hatten die Entwickler mit drei parallel entwickelten Versionen so viel zu tun, dass kaum noch Zeit für intensives Feintuning blieb. Die seltsamen Verhaltensweisen, welche die künstliche Intelligenz an den Tag legt, sowie einige unschöne Clipping-Fehler sind zwar überaus selten, schmälern den Gesamteindruck aber doch ein wenig.

Zusätzlich scheint die Xbox ein wenig mit der Grafikpracht überfordert und leidet, wenn auch selten, unter Ruckelanfällen. Diese halten sich aber in der Regel in Grenzen, sodass sie den Spielfluss praktisch nicht stören. Summa summarum überwiegt also auch bei der letzten Konsolengeneration ganz klar der durchweg positive Eindruck, den die Handlungsfreiheit und die intelligent designten Levels hinterlassen.

Zynischer Drecksack

Hitman: Blood Money Durchweg einwandfrei ist die Lokalisierung. Während die uns vorliegende Xbox-360-Version noch komplett in Englisch war, durfte man in unserer Xbox-Test-fassung bereits mit deutschen Bildschirmtexten und Sprechern spielen. Textlich gab es wenig zu tun, aber wo sich andere Entwickler selbst bei Waffennamen oder einzelnen Menüpunkten böse Schnitzer erlauben, ist bei Blood Money alles einwandfrei.

Die Sprecher sind stets gut gewählt und leiern ihre Texte nicht lieblos herunter, sondern lassen Atmosphäre aufkommen. Wenn in einer Zwischensequenz die Kontaktperson von 47 deprimiert zu Protokoll gibt, dass sie wohl nicht mehr lange zu leben hat, quittiert der Auftragskiller das mit einem mitleidlosen "Tut mir Leid, das zu hören". Dann eine kurze Pause, gefolgt von der zynischen Frage: "Wurde mein Honorar überwiesen?" Diese kühlen Sätze unterstreichen die Persönlichkeit des Einzelgängers 47 und man kann sich die Figur plastischer denn je vorstellen.

Identisch

Hitman: Blood Money Nicht nur das Gameplay, sondern auch die Steuerung des Antihelden sind auf beiden Plattformen identisch. Lediglich zum Nachladen und um die Karte aufzurufen, müssen Sie hier die schwarze bzw. weiße Taste betätigen, anstatt die zusätzlichen Schulter-Buttons des 360-Pads.

Bildergalerie

Wertung zu Hitman: Blood Money (XB)

Wertung:

86 /10
Pro & Contra
Massig LösungswegeNeue SpielelementeAngepasster Schwierigkeitsgrad
Unschöne Fehler
Fazit

Wer keine 360 hat, braucht sie sich hierfür nicht extra zuzulegen. Blood Money ist auch ohne HD klasse.

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