Haze
Da wir einerseits einen Beta-Test von Haze anhand einer frühen Test-Version angefertigt und zusätzlich dazu auch noch die Verkaufs-Version getestet haben, kombinieren wir an dieser Stelle beide Texte, um euch alle Einzelheiten über Ubisofts PS3-exklusiven Shooter zu liefern.
Hier der Beta-Test:
Story mit viel Potenzial
Wie bereits in der letzten Ausgabe erwähnt, schlüpft ihr in Haze in die Rolle von Shane Carpenter, der als Soldat der Mantel Global Corporation an einem Einsatz in Mittel- oder Südamerika (der genaue Ort wird nicht genannt) teilnimmt, um eine Rebellion niederzuschlagen. Im Verlauf der Ereignisse wechselt er jedoch auf die Seite der Rebellen und kämpft gegen seine ehemaligen Kameraden. Wieso und weshalb verraten wir euch natürlich nicht. Nur so viel: die Story ist das Highlight von Haze. Mit sehr viel Hingabe hat Rob Yescombe glaubhafte Hintergrundinformationen (siehe die Website www.mantelglobalindustries.com) und coole Dialoge verfasst, um die nötige Spannung aufzubauen - und auch die sehr gute englische Sprachausgabe trägt dazu bei. Gerade zu Beginn des Spiels baut die Story eine richtig coole und packende Atmosphäre auf, schafft es aber leider nicht, die Spannung bis zum Ende zu halten. Gegen Ende wird Haze zu durchsichtig und offensichtlich.
Spielerisch prinzipiell gut
Haze
Zentrum des Gameplays ist die Kriegsdroge Nectar. Mit diesem Aufputschmittel seht ihr die Gegner orange-gelb-leuchtend absolut klar, das Zielen im Zoom-Modus wird erleichtert und ihr könnt schneller laufen und kräftiger zuschlagen. Haltet die L2-Taste gedrückt, um euch eine Ladung zu verpassen. Geht euch der Stoff mal aus, könnt ihr auf den Nectar-Vorrat eurer Kameraden zurückgreifen. Allerdings führt zu exzessiver Gebrauch zu einer Überdosis. Dann verschwimmt das Sichtfeld, ihr könnt nicht mehr Freund von Feind unterscheiden und feuert sogar, ohne eine Taste zu drücken. Die Verlockung ist dennoch groß, denn der Nectar gibt euch das Gefühl von Überlegenheit und so setzt ihr euch regelmäßig einen Schuss. Diese Abhängigkeit nimmt man während des Spielens zunächst gar nicht war und genau darin liegt die Genialität. Leider ist dieser spielerisch gelungene Teil von Haze viel zu schnell vorbei und ihr wechselt nach nur einem Drittel auf die Rebellen-Seite. Jetzt müsst ihr die Schwächen der Substanz Nectar ausnutzen, indem ihr euren Gegnern mit Nectar-Granaten, einem gezielten Schuss auf den Nectar-Injektor im Nacken oder mit einem in Nectar getauchten Messer gezielt eine Überdosis verpasst. Ihr könnt auch Granaten zur Mine umfunktionieren und im Boden vergraben, was wohlgemerkt auf jedem Untergrund möglich ist. Zum Beispiel auf dem Metallboden eines Frachtschiffes. Die Animation zeigt dann, wie ihr die Mine erst in den Boden steckt und dann mit den Händen verscharrt. Peinlich! Das ist jedoch nicht der einzige Patzer. Stecken eure Kameraden zu viele Treffer ein, rufen sie am Boden kniend nach Hilfe. Drückt ihr nun die Viereck-Taste, heilt ihr den Verwundeten durch Handauflegen! Das wirkt deplatziert und lächerlich. Leider nutzt sich das Anti-Nectar-Gameplay sehr schnell ab und ihr geht bald dazu über, in normaler Ego-Shooter-Manier die Waffen sprechen zu lassen. An den Fahrpassagen haben die Entwickler offensichtlich nichts mehr verändert. Die Vehikel lassen sich alles andere als gut kontrollieren und man ist froh, wenn man wieder zu Fuß
unterwegs ist.
