Ghost Rider

Test Christian Schönlein

Zeit war's! Ein unterschätzter Comic-Charakter bekommt sein eigenes Spiel.

Einige Attacken werden durch Filter in Szene gesetzt. 
BILD: PLAYZONE Einige Attacken werden durch Filter in Szene gesetzt. BILD: PLAYZONE Über 30 Jahre ließ sich Hollywood Zeit, dem Ghost Rider einen Film zu spendieren. Auf diesem basierend erscheint nun auch das erste Spiel zum Racheengel wider Willen, in dem Sie in die Lederkluft von Johnny Blaze schlüpfen und sich auf einen sprichwörtlichen Höllentrip begeben. Denn das Abenteuer beginnt in der Unterwelt, wo Sie in Auseinandersetzungen mit entstellten Kreaturen zunächst das Kampfsystem näher kennenlernen sollen.

Genre-Kenner dürften damit aber ohnehin schnell klarkommen, denn es orientiert sich stark an Vorbildern wie Devil May Cry und God of War (dt.). Mit anfangs einfachen Attacken schalten Sie Ihre ersten Widersacher aus und erhalten dafür Orbs, mit denen Sie wiederum neue Kombos erlernen oder Ihre Lebensenergie und Spezialattacken aufwerten können.

Mit der Zündapp durch die Hölle

Ninjas auf Motorrädern - mehr kann ein Spiel nicht bieten! BILD: PLAYZONE Ninjas auf Motorrädern - mehr kann ein Spiel nicht bieten! BILD: PLAYZONE Leider ist Ghost Rider trotz starker Parallelen nicht so unterhaltsam wie seine Vorbilder. Auch wenn die Umgebungen gut gelungen und abwechslungsreich sind, so wird der Spielverlauf schnell monoton. Rätsel und Geschicklichkeitspassagen gibt es keine - nur eine Monsterwelle nach der anderen. Aufgelockert wird das Spiel zwar häufig durch nette Sequenzen, in denen Sie auf Ihrem Motorrad über Hindernisparcours rasen, aber auch diese bietet nur wenig Abwechslung und Tiefgang.

Um Fans trotzdem bei Laune zu halten, lässt sich mit gesammelten Orbs auch Bonusmaterial freischalten. In Interviews erfahren Sie mehr über die Entstehung von Film und Spiel - und die Auszüge aus Highlights der Comicserie wird besonders Kenner erfreuen. Allerdings werden sich diese auch ordentlich wundern: Die freispielbaren Comics stammen nämlich aus der zweiten Ghost Rider-Serie, in der nicht Johnny Blaze, sondern Danny Ketch die Hauptrolle spielte. Wirklich enttäuschend fällt aber der Vergleich zur PSP-Version aus. Denn die bietet einen Herausforderungsmodus, den es in der PS2-Fassung nicht gibt.

Bildergalerie: Ghost Rider
Bild 1-3
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Wertung zu Ghost Rider (PS2)

Wertung:

63 /10
Pro & Contra
Ansprechende OptikUnterhaltsame Motorrad-Sequenzen
Sehr monotoner SpielverlaufWeniger Umfang als die PSP-Version
Fazit

Dreister GoW (dt.)- und DMC-Klon, der zu keinem Zeitpunkt die Qualität der Vorbilder erreicht.

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