Gear Club Unlimited im Test: Der erste Real-Racer für die Switch
Test
Zwar hat die Switch den König den Funracer, Mario Kart, weitere Funracer wie Beach Buggy Racing und futuristische Rennspiele wie Fast RMX, realistische Rennspiele gehörten aber bisher nicht zum Portfolio der Hybrid-Konsole. Gear Club Unlimited ändert diesen Umstand. Lohnt der Kauf für rund 50 Euro? Wir haben es ausprobiert!
Switch-Besitzer mit einer Vorliebe für realistische Rennspiele schauten bis vor kurzem noch in die Röhre - beziehungsweise auf den dunklen Switch-Bildschirm. Immerhin gab es für sie noch keinen passenden Titel, der auf Nintendos Hybrid-Konsole läuft. Dank Gear Club Unlimited (jetzt kaufen 27,00 € ) ist das nun aber Geschichte; wir haben unzählige Runden gedreht und Autos getunt, um das Rennspiel auf Herz und Nieren zu prüfen.
Quelle: N-ZONE
Unterschiedliche Rennen stellen unterschiedliche Ansprüche an euer fahrerisches Können. Bei den Rallye-Strecken ist beispielsweise Drift-Kunst gefragt.
Gear Club Unlimited: Ein Arcade-lastiges Rennspiel
Grundsätzlich spielt sich Gear Club Unlimited sehr Arcade-lastig und damit durchaus etwas anders als vergleichbare Titel der Gran Turismo- oder Forza-Serie. Das heißt: die verschiedenen Rennen auf den unterschiedlichen Pisten dauern meist nur etwa zwei bis drei Minuten an. Besonders in den ersten Spielstunden sind die Rennen auch schon Mal nach nur etwa einer Minute vorbei. Das ist für eine kurze Runde zwischendurch super, also vor allem im Handheld-Modus; Zuhause auf dem großen Fernseher geht das Konzept aber nicht ganz so gut auf.
Auf dieser Seite
Das Herzstück des Spiels ist die Kampagne, diese verläuft recht linear und kontinuierlich. Zu Beginn ist nur ein winziger Teil der Spielwelt zugänglich, mit ergatterten Sternen (für einen der ersten drei Plätze bei Rennen) schaltet ihr neue Areale frei. Diese beherbergen Autohändler verschiedener Kategorien und neue Rennserien. Von Anfang an habt ihr Zugriff auf die Tuningwerkstatt, wo ihr eure bei Händlern erworbenen Autos mächtig hochzüchten könnt. Dafür greift ihr auf verschiedene Stationen zurück, die ihr verbessert müsst, wollt ihr alles aus euren Autos herausholen.
Quelle: N-ZONE
Heutzutage eine Seltenheit: Gear Club Unlimited kommt mit einem lokalen Mehrspieler-Modus und Splitscreen daher!
Die zum Spielstart rund 30 unterschiedlichen Fahrzeuge gliedern sich in verschiedene Kategorien auf, Beispielsweise A1, A2 und A3, B1, B2 und B3 und so weiter. Für jede Rennserie benötigt ihr ein Fahrzeug der passenden Kategorie. Wichtig ist also, dass ihr nicht nur regelmäßig neue Karren erwerbt, sondern diese auch gleichermaßen tunt und nicht alles auf eine Karte setzt; damit kommt ihr nämlich nicht weit.
Gear Club Unlimited: Strecken? Für jeden etwas!
Die Strecken selbst stellen keine realen Rennpisten der echten Welt dar, sondern entspringen ausschließlich der Fantasie der Entwickler. Sie fallen allesamt recht kurz aus, was sich in der bereits erwähnten kurzen Spieldauer einzelner Rennen zeigt. Abwechslungsreich sind die Pisten allemal, immerhin führt euch die Kampagne gleichermaßen durch Wüsten, Gebirge, kleine Städte und Dörfer, Wälder, Küstengebiete, schneebedeckte Gegenden und mehr. Auch das Klima spielt eine Rolle, so regnet es gelegentlich oder die Sonne blendet euch (besonders gerne in unübersichtlichen Kurven), zudem findet eine kleine Zahl der Rennen auch bei Nacht statt.
Gear Club Unlimited: Von Rewind und Tuning
Die Rennen selbst warten mit den wichtigsten Elementen moderner Rennspiel auf. Ihr habt die Wahl zwischen zwei verschiedenen Sichtmodi, könnt Hilfen für Bremsen, Grip und so weiter dosiert regulieren oder ganz ausschalten; mit einer Rewind-Funktion bekommt ihr die Chance, knifflige Streckenabschnitte zu wiederholen und besser zu meistern. Offroad-Strecken mit zahlreichen Drifteinlagen gehören genauso zum Pisten-Portfolio wie gewöhnliche Sprint- oder Rundenrennen. Für gute Platzierungen erhaltet ihr ordentlich Geld, dieses steckt ihr in der Tuningwerkstatt wiederum in das Tuning eurer Fahrzeuge beziehungsweise den Auto-Neukauf und optisches Tuning.
Quelle: N-ZONE
In der Tuningwerkstatt holt ihr leistungstechnisch alles aus euren Fahrzeugen raus und verändert ihre Optik euren Wünschen entsprechend.
Gear Club Unlimited: Multiplayer und Online
Auch auf Online-Funktionen müsst ihr nicht verzichten. Bisher beschränkt sich das aber auf zeitversetzte Zeitrennen gegen andere Spieler. Hierbei sammelt ihr Ligapunkte und steigt dadurch im Online-Rang auf. Zukünftig sollen Updates in diesem Bereich für mehr Möglichkeiten und Inhalte sorgen, aktuell sind die Online-Funktionen noch recht dürftig vertreten. Eine für reale Rennspiele heutzutage Besonderheit ist der lokale Mehrspieler-Modus für bis zu vier Spieler an einer Konsole. Hier greift ihr auf Standard-Autos oder die angepassten Fahrzeuge der Kampagne zurück, wählt eine Strecke und Regeln aus und legt direkt los, ohne große Umschweife. Das taugt für ein paar Runden ganz gut, auf Dauer sind die Rennen aber einfach zu kurz. Der Splitscreen-Modus macht besonders bei drei oder vier Spielern im Mobilmodus wenig Sinn, funktioniert aber.
Quelle: N-ZONE
Bei den Autohändlern der verschiedenen Kategorien bekommt ihr Autos für alle Ansprüche und Renntypen; das nötige Kleingeld vorausgesetzt, natürlich.
Gear Club Unlimited: Mit der Zeit noch besser
Aktuell deckt Gear Club Unlimited auf der Switch ein ganzes Genre alternativlos ab. Fans realer Rennspiele ist der Titel also in jedem Fall zu empfehlen. Einige Macken hat das Spiel aktuell noch, vieles davon soll aber durch kostenlose zukünftige Updates verbessert werden, sagt zumindest der Entwickler Eden Games. Neben technischen Verbesserungen wie kürzeren Ladezeiten gehören dazu beispielsweise neue Fahrzeuge, Strecken oder Modi. Deshalb lohnt wohl auch ein zweiter und dritter Blick auf das Spiel, wenn seit dem Release ein paar Monate vergangen sind.
