GTA, Red Dead und Co.: Rockstar-Veteran verrät - so spielt man Open-World-Games

News Marc Zander
GTA, Red Dead und Co.: Rockstar-Veteran verrät - so spielt man Open-World-Games
Quelle: Rockstar Games

Spieldesign im Fokus: Dan Houser äußert sich beim Tribeca Festival über die Freiheit in Open-World-Spielen wie GTA und Red Dead Redemption.

Auf dem Tribeca Festival in New York City äußerten sich Rockstar-Games-Mitgründer Dan Houser und sein kreativer Geschäftspartner Lazlow Jones zur Designphilosophie von Open-World-Titeln. Houser, der als Co-Autor von Spieleserien wie Grand Theft Auto und Red Dead Redemption fungierte, betonte, dass es keinen "richtigen" Weg gebe, ein Open-World-Spiel zu spielen.

Wie spielt man Open-World-Spiele laut Dan Houser richtig?

Der Abschluss der Hauptgeschichte sei für den Erfolg eher zweitrangig, solange ihr als Spieler viel Spaß in den geschaffenen virtuellen Welten habt. Die narrative Handlung diene laut Houser eher als Orientierungshilfe. Sein Ziel seit GTA 3 sei zwar eine höhere Abschlussrate der Hauptstory gewesen, letztlich liege dies aber beim Spieler.

Die größte Faszination gehe für viele von den integrierten Systemen und den möglichen Interaktionen aus, nicht zwingend von der Story. Houser und Jones setzen daher als Motivationsverstärker gern auf versteckte Easter Eggs in der offenen Spielwelt, deren Entdeckung teils Jahre dauert (Stichwort: Spinnennetz in Red Dead Redemption 2).

Die Thesen stoßen in den Foren auf geteilte Meinungen und es entstand eine rege Diskussion rund um die Freiheit in einer Sandbox-Umgebung und das stark geskriptete Missionsdesign von Rockstar-Spielen. Der Nutzer appletinicyclone kommentierte: "Ich mag es einfach, zufällige wilde Sachen zu machen, wann und wo immer, und die Dinge in einem Open-World-Spiel passieren zu lassen".

Das findet auch MarczXD320: "Wenn ich Open-World-Spiele spiele, in denen es mehrere Regionen mit Zielen gibt, erledige ich tendenziell jede Nebenquest, jedes Sammelobjekt, jedes Feindlager, jede Story-Mission usw. in dieser Region, bevor ich zur nächsten übergehe, und wiederhole den Vorgang bis zum Ende. Aber ich kenne Leute, deren Spielweise ganz anders ist. Das macht Open-World-Spiele für Leute, die sie mögen, unterhaltsam".

Teile der Community verteidigen jedoch den linearen Erzählansatz, zumeist aufgrund von Zeitmangel, zusätzlichen Interessen wie Familie, anderen Hobbys und vielen weiteren Spielen auf dem eigenen Pile of Shame. Nutzer wie edform sagen: "Früher bin ich dem Alles-entdecken-Ansatz gefolgt, aber jetzt habe ich einfach nicht mehr genug Zeit. Ich muss mich zwingen, nur die absolut wichtigsten Sachen zu machen, damit ich in einer vernünftigen Zeit fertig werde!". Der Tenor ist deutlich: Open-World-Spiele müssen einfach so konzipiert sein, dass jeder Spielertyp zufrieden ist - Hauptstory-only-Spieler genauso wie Completionists, Perfektionisten und 100-Prozent-Trophäenjäger.

Wie spielt ihr Open-World-Spiele typischerweise? Nutzt gern die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: via IGN

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