Viele trashige Science-Fiction-Filme bedienen sich desselben Schemas: Böse Aliens überfallen die Erde und die Menschheit wehrt sich nach Leibeskräften. Ähnlich ist es auch bei JoWoods Future Tactics, in dem es gilt, als Anführer einer Rebellengruppe den Außerirdischen das Leben auf der Erde gründlich zu vermiesen, um die Besetzer endlich loszuwerden. In dem 19 Levels umfassenden Strategiespiel mit RPG-Einschlag taktiert und kämpft man auf vereisten Autobahnbrücken oder in idyllischen Tälern, um Ziele à la "Erreiche Punkt A" oder "Töte Feind X" zu erfüllen. Falls man noch einen Freund an seiner Seite hat, steht einem Zweispieler-Match nichts im Weg. Dabei übernimmt einer das Kommando über die Monster, der andere über die Menschen. Ein zusätzliches Schmankerl sind die zahlreichen Extras, die sich durch die unterschiedlichsten Aktionen innerhalb eines Levels freischalten lassen.
Zielen für Vollprofis
Der eigentliche Spielablauf weicht wenig von anderen rundenbasierten Strategietiteln ab. Das übliche Ziehen einer Einheit innerhalb eines bestimmten Radius und das Attackieren folgen den Regeln des Genres. Herumliegende Medikits oder Waffen-Up-grades können von den Einheiten aufgesammelt werden. Leider gestaltet sich das Schießen nicht genauso simpel. Das Fadenkreuz ist so empfindlich, dass das Zielen oft zum nervigen Glücksspiel wird. Wurden verschiedene Aufträge innerhalb eines Szenarios erfüllt oder genug Feinde getötet, so steigt man eine Stufe auf und erhält neue Eigenschaften und mehr Lebensenergie. Grafisch reißt das komplett im Comic-Stil gehaltene Future Tactics ebenfalls keine Bäume aus, kann sich aber durchaus sehen lassen. Fazit: Der Titel ist durchaus für Genrefans interessant, die dringend Nachschub brauchen.
