Der Jaguar-Pilot macht in letzter Sekunde die Lücke dicht.
Was macht ein gutes Formel-1-Spiel aus? Flüssige Darstellung und detailgetreues Streckendesign? Offizielle FIA-Lizenz und massig Spielmodi? Rassige Motorensounds und coole Replays? All diese Faktoren sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden, wenn man ein Entwicklerteam an ein F1-Spiel setzt. Doch eine Sache darf auf keinen Fall vernachlässigt werden: Steuerung und Handling der hoch gezüchteten Boliden müssen ebenfalls passen, damit aus Fahrspaß kein Frust wird. Und genau da liegt auch der Knackpunkt von Sonys Formel Eins 2002. Das Spiel bietet nämlich alle oben angesprochenen Merkmale eines sehr guten F1-Titels (manche sogar in vorbildlicher Manier), aber es steuert sich einfach furchtbar. Wahrscheinlich hat man beim Versuch, das Fahrverhalten so realistisch wie möglich zu gestalten, schlicht und einfach vergessen, dass es Spaß machen sollte, einen F1-Boliden über die 17 WM-Strecken zu jagen. Selbst im wenig anspruchsvollen Arcade-Modus verhalten sich die Flitzer alles andere als gutmütig und einsteigerfreundlich. Vom Simulationsmodus, bei dem Sie auch eine komplette Rennsaison mit allen Schikanen bestreiten können, will ich gar nicht erst reden. Was bleibt, ist der gut gemeinte (aber gescheiterte) Versuch, ein Formel-1-Spiel auf den Markt zu bringen, das sowohl Anfänger als auch alte Rennsporthasen gleichermaßen anspricht.
Bildergalerie: Formel Eins 2002
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