Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted: Was kann die VR-Umsetzung der Horror-Reihe?

Test Jan Dangschat
Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted: Was kann die VR-Umsetzung der Horror-Reihe?
Quelle: Steam

Mit Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted macht die Horror-Serie ihre ersten Schritte in der virtuellen Realität. Neben drei bekannten Spiele gibt es auch jede Menge neue Schockmomente und jede Menge geheime Details zu entdecken. Wie schlägt sich der Horror-Trip nun in VR?

Die Five-Nights-at-Freddy's-Serie ist bekannt für gruselige mechanische Puppen und jede Menge Schockmomente. Bereits vor fünf Jahren erschien der erste Ableger der Grusel-Reihe, nun schafft der Horror es in die virtuelle Realität. Ob Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted nur eine billige Portierung der bekannten Spiele ist oder ob euch hier doch deutlich mehr erwartet, klären wir in unseren Test!

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Nachts im Pizza-Restaurant

Doch worum genau geht es in Five Nights at Freddy's? Ihr übernehmt die Rolle eines Nachtwächters in dem Kinder-Restaurant Freddy Fazbear's Mit dem Kamera-System solltet ihr die gruseligen Kreaturen immer im Blick behalten. Kommen sich euch zu Nahe, müsst ihr schleunigst die Türen schließen. Quelle: PC Games Mit dem Kamera-System solltet ihr die gruseligen Kreaturen immer im Blick behalten. Kommen sich euch zu Nahe, müsst ihr schleunigst die Türen schließen. Pizza Place. Was eigentlich nach einer ruhigen Berufung klingt, entpuppt sich schnell als Alptraum. Denn die Animatronics, die am Tag zur Unterhaltung der Kinder dienen, bewegen sich in der Nacht und trachten nach euren Leben. So müsst ihr bis zum Tagesanbruch die Roboter von euch fernhalten oder eure Schicht nimmt ein frühzeitiges Ende. Direkt wehren könnt ihr euch nicht, jedoch verfügt ihr über mehrere Kameras, mit denen ihr die Kreaturen im Blick behaltet. Kommen euch Freddy und Co. doch zu nahe, müsst ihr schleunigst die Türen zu euren Überwachungsraum schließen. Dies kostet euch jedoch Energie, sinkt diese auf null, seid ihr schutzlos ausgeliefert. Das simple Spielprinzip sorgt für jede Menge gruselige Momente. Insbesondere wenn sich die Maschinen plötzlich auf dem Kameramonitor plötzlich bewegen oder direkt vor eurer Tür stehen. Sobald ihr das Spiel verliert, dürft ihr euch zudem über einen schönen Jumpscare freuen. Das ist alles in VR noch einmal deutlich intensiver, vor allem die Größe der Roboter schüchtert noch weiter ein. Die Immersion gelingt und wir ertappten uns bei unserem Test schnell dabei, die Augen vor den Linsen des VR-Headsets zu schließen oder die Kopfhörer von einem Ohr zu nehmen. Zu viel spielerischen Tiefgang sollte man jedoch nicht erwarten, denn wirklich viel Spiel steckt nicht im Horror-Ausflug. Selbiges gilt auch für die Nachfolger.

Drei Spiele, jede Menge Jumpscares

In Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted spielt ihr nämlich nicht nur den ersten Serien-Ableger, auch die beiden Fortsetzungen sind enthalten. Im Die kleinen Rätsel in Vent Repair machen durchaus Spaß und nutzen die Technologie sinnvoll aus. Hier müsst ihr herausfinden, welches Kabel zu welcher Taste läuft. Quelle: PC Games Die kleinen Rätsel in Vent Repair machen durchaus Spaß und nutzen die Technologie sinnvoll aus. Hier müsst ihr herausfinden, welches Kabel zu welcher Taste läuft. zweiten Horror-Schocker müsst ihr, abgesehen von der Bedienung der Kameras, auch eine Spieluhr immer wieder aufziehen. Ebenso könnt ihr euch nicht einschließen. Wenn die Puppen in eurer unmittelbaren Nähe sind, müsst ihr schnell eine Maske aufsetzen, damit ihr nicht das Zeitliche segnet. Der dritte Teil verschlägt euch wiederum in einen verlassenen Freizeitpark, in dem es natürlich auch nicht mit rechten Dingen zu sich geht. Hier müsst ihr nicht nur die Roboter im Blick halten, sondern auch immer wieder Reparaturen vornehmen sowie die Überwachungssysteme aufladen. Die beiden Fortsetzungen erweitern sinnvoll das Spielprinzip, bleiben dem Original aber immer treu. Zudem dürft ihr euch über weitere gruselige Gestalten freuen. Dazu gibt es noch jede Menge Geheimnisse und Items zu entdecken, welche die Hintergrundgeschichte der Titel erklären. In VR funktioniert der Horror ausgezeichnet. Auch gibt es keine freie Bewegung, wodurch es kaum zu Motion Sickness kommt. Auf Dauer wirkt die Grundmechanik der drei Teile aber etwas repetitiv. Für wenig Abwechslung sorgen dann die Minispiele, die extra für den VR-Ableger entwickelt werden.

Neuer Gruselspaß

Insgesamt vier Spielmodi sind speziell für die virtuelle Realität geschaffen worden. Den Anfang macht Dark Rooms. Nur mit einer Taschenlampe In Parts and Service müsst ihr vorsichtig Reparaturen an den mechanischen Puppen vornehmen. Direkt vor den Figuren zu stehen, ist beim ersten Mal sehr angsteinflößend. Quelle: PC Games In Parts and Service müsst ihr vorsichtig Reparaturen an den mechanischen Puppen vornehmen. Direkt vor den Figuren zu stehen, ist beim ersten Mal sehr angsteinflößend. ausgestattet, sitzt ihr in einem langen Flur. Am Ende des Raums starrt euch eine gruselige Puppe entgegen, die sich bewegt, wenn euer Licht ausgeschaltet ist. Eure Aufgabe ist es, die Figur zu stoppen, wenn sie sich auf dem großen X vor euren Füßen befindet. Das ist durchaus ein spannendes Konzept und man ist dazu gezwungen, das Licht ausgeschaltet zu lassen. Für kurze Zeit macht das Spaß, kann aber längst nicht auf Dauer überzeugen. Selbiges gilt auch für Parts and Service, dem zweiten Minispiel. Hier steht ihr euren Widersachern direkt gegenüber, jedoch sind sie vorerst ausgeschaltet. Sorgsam müsst ihr nun deren defekte Teile reparieren. Folgt ihr nicht der Anleitung, könnt ihr euch auf einen schönen Schockmoment freuen. Das ist zu Beginn noch spannend, verliert aber schnell seinen Reiz, da die Jumpscares sehr voraussehbar sind. An dritter Stelle kommt Vent Repair. In einem Lüftungsschacht müsst ihr kleine Reparaturen durchführen und dazu einige Rätsel lösen. Natürlich seid ihr nicht alleine in den Schächten und ihr müsst während des Lösens der Aufgaben alle Wege im Blick behalten. Das ist unterhaltsam und spannend zugleich, jedoch gibt es nur zwei Level von diesem Spielmodus. Den Schluss macht Night Terrors. In einem Kinderzimmer müsst ihr die Plüschfiguren im Blick behalten, wobei euch nur eine Taschenlampe als Lichtquelle dient. Dazu müsst ihr auch die Türen zu den angrenzenden Räumen schließen, um euch vor weiteren Gefahren zu schützen. Die vier Minispiele erweitern das Gesamtpaket und sind schön gruselig inszeniert. Vor allem ist dadurch mehr Abwechslung gewährt und auch Kenner der Serie bekommen neue Gebiete zu entdecken. Lediglich die Steuerung kann einen Strich durch die Rechnung machen.

Bedienung und Technik

Denn die Bedienung mit dem Gamepad in der PS4-Version ist nicht wirklich optimal umgesetzt. Zwar lassen sich die Türen und Lichter leicht Das Kinderzimmer in Night Terrors ist der wahrgewordene Alptraum eines kleinen Kindes. Immerhin will euer eigenes Spielzeug euch hier an den Kragen!  Quelle: PC Games Das Kinderzimmer in Night Terrors ist der wahrgewordene Alptraum eines kleinen Kindes. Immerhin will euer eigenes Spielzeug euch hier an den Kragen!  bedienen, sobald jedoch Tasten rechts und links von euch gedrückt werden müssen, gibt es Probleme mit der Erfassung mit dem Controller. Das liegt daran, dass nur die Lichtleiste erkannt wird und diese schnell aus dem Sichtfeld der Playstation Camera verschwindet. Die Perspektive lässt sich dafür zwar mit dem Steuerkreuz anpassen, das mindert aber deutlich die Immersion. Auch ist die Tastenbelegung wirkt unpassend und nur wenig intuitiv. Insbesondere in den neuen Spielmodi ist das störend und kann schnell frustrieren. Viel besser steuern lässt sich der Titel mit den Move-Controller der Playstation, da somit auch Multitasking möglich ist. Selbiges gilt auch für die Controller der HTC Vive oder Oculus Rift. Ansonsten gibt es keine technischen Probleme mit Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted. Die Grafik erfüllt voll und ganz ihren Zweck und insbesondere die gruselige Soundkulisse unterstützt den Horror-Faktor deutlich. Insgesamt wirken die Schauplätze realistisch und zum Greifen nah.
Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted bringt die Serie erfolgreich in die virtuelle Realität, immerhin ist das Spielprinzip dafür geradezu perfekt geeignet. Zwar besitzen die neuen Elemente nicht unbedingt einen erwähnenswerten Tiefgang, bieten aber etwas Abwechslung gegenüber dem repetitiven Gameplay der Originale und nutzen auch die Technik sinnvoll aus. Aber auch die bekannten Serienableger wurden angepasst und profitieren von der Steuerung mit den Bewegungscontrollern. Wer Lust auf ordentlich viele Schockmomente hat und ein VR-Headset sein eigen nennt, sollte durchaus einen Berufswechsel zum Nachtwächter in Betracht ziehen.

Meinung

Meinung

Wertung zu Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Five Nights at Freddy's VR: Help Wanted (PS4)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Minispiele sorgen für Abwechslung …Gruselige AtmosphäreSpielprinzip wie für VR geschaffenStimmiges GesamtpaketPassende SoundkulisseViele Geheimnisse zu entdecken
… haben aber nur einen geringen UmfangProbleme bei der Erkennung des Dualshock 4Grundmechanik repetitiv
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