Wer hätte es gedacht? Das legendäre Fantasy-Epos blüht auf der Next-Gen-Konsole richtig auf!
Welches Geheimnis verbirgt sich hinter der namensgebenden "Göttin der Morgenröte"?
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Das erste Fire Emblem-Spiel erschien 1990 für das Nintendo Entertainment System in Japan. Mehr als zehn Jahre sollten vergehen, bevor der Rest der Welt in den Genuss der strategischen Rollenspiel-Serie kam. Erst der siebte Ableger des Taktik-Kults fand den Weg in unsere GBA-Slots und legte den Grundstein für künftige Fire Emblem-Lokalisierungen außerhalb des fernen Ostens. Mit The Goddess of Dawn liefert Intelligent Systems den nun mittlerweile zehnten Teil der Serie ab und beweist einmal mehr, dass ein ohnehin schon geniales Franchise über Jahrzehnte hinweg noch besser werden kann.
Ein Roman von Meisterhand
Drei Jahre sind vergangen, seitdem der junge Ike mit seinen treuen Gefährten in den Kampf gegen den finsteren König Ashnard gezogen ist. Nach dessen Fall wurde sein Imperium Daein im Würgegriff der Theokratie Begnion gehalten. Während das Volk durch die Unterdrückung leidet, leisten einige Freiheitskämpfer den Legionen von Begnion Widerstand. An dieser Stelle beginnt die Geschichte um die mutige Lichtmagierin Micaiah und den aus dem Vorgänger bekannten Assassinen Sothe.
Wo Path of Radiance mit seinen hervorragend gerenderten Intro-Sequenzen bereits für offene Münder gesorgt hat, setzt The Goddess of Dawn noch einen drauf. Deutlich dynamischer präsentiert sich die phänomenale Einführungsszene, die mit ihren zahlreichen Stichen und Schlitzern um einiges härter daherkommt; Blut spritzt dabei natürlich nicht.
Sobald durch die zahlreichen rollenspieltypischen Konversationen die Story in Schwung gebracht wurde, findet ihr euch auch schon in eurer ersten Schlacht wieder. Schön, dass Intelligent Systems neuartige Änderungen außen vor lässt und sich auf altbewährtes Fire Emblem-Gameplay besinnt. Auf einem in Quadrate gegliederten Spielfeld zieht ihr eure Figuren rundenbasiert durch Städte, Wälder, Sümpfe, Schlösser und viele andere Umgebungen.
Hierbei stellen sich euch Heerscharen von Widersachern in den Weg, die es auszuschalten gilt. Wird eines eurer Teammitglieder mit einem Gegner konfrontiert, schwenkt die Kamera von der übersichtlichen Vogelperspektive auf eine vergrößerte Nahansicht und es entbrennt ein heißer Kampf Mann gegen Mann. Das taktische Spielprinzip lässt sich äußerlich mit Advance Wars vergleichen, bietet jedoch zu viele spezifische Rollenspiel-Aspekte, um als reinrassiges Strategiespiel zu gelten. So ist jeder Charakter absolut einzigartig und verfügt über eigene Stärken, Schwächen, Waffenvorzüge, persönliche Beziehungen zu anderen Personen, eine Unmenge an Statuswerten und besonderen Fähigkeiten.
Strategisches Denken
Mit Pegasus- und Wyvernrittern führtihr Luftschlachten in schwindelerregenden Höhen. BILD: N-ZONE
Sobald ihr Micaiah mitsamt ihrer Söldnerbande durch die verwinkelten Schauplätze kommandiert, tun sich unzählige taktische Möglichkeiten auf. Allen voran sei hier das aus den Vorgängern bekannte Waffendreieck genannt. Dieses besagt, dass Schwerter effektiv gegen Äxte sind, Äxte jedoch einen Vorteil gegenüber Lanzen haben, Lanzen wiederum die Schwerter in ihre Schranken weisen. Stellt sich euch also ein gegnerischer Speerträger in den Weg, solltet ihr darauf mit einem Axtkämpfer antworten.
