Fire Emblem: Path of Radiance

Test Christoph Kraus

Das GC-Kampffenster hält deutlich weniger Infos bereit. Das GC-Kampffenster hält deutlich weniger Infos bereit. Jahrzehntelang lieferten sich die sieben Königreiche des Kontinents Tellius erbitterte Fehden, die zwischen den Menschen des Landes und ihren tierähnlichen Mitbürgern ausgetragen wurden. Als eines der Herrschaftsgebiete plötzlich militärische Truppen nach Crimea schickte und die königliche Familie tötete, war es um jegliche Bemühungen, eine friedliche Lösung zu finden, geschehen.

Auf der bis dato versteckt gehaltenen Prinzessin von Crimea lastet nun die alleinige Verantwortung. Damit der Prinzessin nichts zustößt, soll Ritter Ike sie in einen Nachbarstaat eskortieren, wo sie auf Verbündete im Kampf gegen die Widerständler hofft - der Auftakt zu einem rundenbasierten Strategie-Rollenspiel mit über 28 Kapiteln.

Aus gut mach besser

Die Dialekte passen exzellent zum jeweiligen Charakter. Die Dialekte passen exzellent zum jeweiligen Charakter. Nach dem stimmig inszenierten Render-Intro im Comicstil macht ihr euch mit der neuen Kämpferriege vertraut. Diese ist, wie auch die komplette Story, völlig unabhängig von den bisherigen Teilen und ermöglicht daher auch Anfängern einen unkomplizierten Einstieg. Von eurer Tutorin Anna lernt ihr zunächst wichtige Grundlagen der Spielmechanik. Fortgeschrittene Spieler können diese Einführung gerne überspringen; für Serienprofis steht sogar ein dritter Schwierigkeitsgrad zur Auswahl. Spielerische Quantensprünge gegenüber den GBA-Versionen dürfen Kenner aber nicht erwarten.

Wie gehabt, manövriert ihr eure Soldaten mit einem Cursor durch die Hoheitsgebiete und bekämpft Widersacher anhand der bekannten Waffenzirkel: Schwert schlägt Axt, Lanze übertrumpft Schwert und Axt besiegt Lanze. Der Magiezirkel funktioniert nach ähnlichen Grundsätzen. Vorangetrieben wird die Story - abgesehen von vereinzelten Rendersequenzen - in klassischer Textform.

Häufig unterhalten sich sogar drei Manga-Ritter untereinander auf dem Bildschirm, was den Dialogen zusätzliches Tempo verleiht. Wird ein eigener Charakter besiegt, gilt dieser unwiederbringlich für den Rest des Spiels als tot. Die Motivation ist dadurch immens, einen Abschnitt ohne menschliche Verluste zu beenden.

Viele Menüpunkte wurden stark erweitert und Feinheiten hinzugefügt - etwa Spezial-EP, die nach einer siegreichen Schlacht auf andere Recken verteilt werden dürfen. Dadurch können schwache Einheiten leichter aufgelevelt werden und der Umweg zu Arenen und Türmen, wie es im zweiten GBA-Teil noch nötig war, entfällt. Wunderschön gezeichnete Charaktere, eine epische Soundkulisse, verbesserte KI und die verzweigte Story machen die etwas detailarmen Landschaften wett.

Bildergalerie

Wertung zu Fire Emblem: Path of Radiance (GC)

Wertung:

90 /10
Fazit

Auch mangels Konkurrenz ein Pflichttitel für alle, die ritterliches Gameplay und Atmosphäre schätzen.

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