Videospielgeschichte im Taschenformat
Quelle: BILD: N-ZONE
Mit Final Fantasy VI Advance hat Square nun auch den letzten ursprünglichen 2D-Serienvertreter auf einen Nintendo-Handheld portiert. Doch ist die Neuauflage 13 Jahre nach der Erstveröffentlichung noch lohnend Für ein SNES-Rollenspiel anno 1994 bot Final Fantasy 6 jedenfalls eine unglaublich erwachsene und tiefe Story. Die Geschichte spielt in einer Fantasie-Welt, in der etliche Jahre nach einem großen Krieg zwischen Menschen und den so genannten Espers, Magie nahezu verschwunden ist.
Kampf gegen das Imperium
Der Fiesling "Gestahl" baut mit seinen Soldaten und Robotern, welche über Magie ähnliche Techniken verfügen, ein Imperium auf und unterwirft ohne Rücksicht auf Verluste ein Königreich nach dem anderen. Eine Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich selbst die "Returners" nennen, wehrt sich. Nach und nach lernt ihr die Charaktere dieser Untergrundtruppe samt ihrer Geschichte und ihren Schicksalen kennen. Besonders faszinierend bei dem Spiel ist, dass es keinen heraus stechenden Helden gibt. Im Laufe des Abenteuers erlebt ihr die Szenarien aus komplett unterschiedlichen Perspektiven, beispielsweise wenn euer Team getrennt wird. Dann liegt es an euch, mit wem ihr weiterspielt. Die Neuauflage bietet Einsteigern einen leichten Zugang. Zwar ist das Kampfsystem schnell verinnerlicht, bietet aber dennoch genug Komplexität für Fortgeschrittene. Streckenweise ist der Schwierigkeitsgrad so niedrig, dass sich Profis unterfordert fühlen. Die Präsentation des Spiels ist gelungen. Auch wenn der Sound kräftiger aus den Lautsprechern schallen könnte, untermalt die wunderbare Musik das Geschehen perfekt. Bei der Grafik merkt man dem Titel das Alter zwar an, mies sieht das Spiel aber nicht aus. Inhaltliche Änderungen zum Original gibt es übrigens auch. Der Titel ist komplett ins Deutsche übersetzt und Bugs wurden ausgemerzt. Kenner des Originals freuen sich auf neue Dungeons, Items und Job-Klassen.
