Ausweis und Papiere, Bitte!
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Aber um Gambits, Zauber oder sonst irgendeine Waffe oder einen Rüstungsgegenstand ins Feld führen zu können, benötigen Sie, wie im echten Leben, zunächst einmal eine entsprechende Lizenz dafür. Im Hauptmenü gelangen Sie jederzeit zu einem entsprechenden Bildschirm, auf dem Sie diese Berechtigungen mit im Kampf verdienten Punkten für jede einzelne Figur erwerben können. Das Konzept ist also ähnlich wie das des Sphärobretts in Final Fantasy X, erlaubt aber weitaus mehr Freiheit beim Aufmotzen der Figuren.
Wollen Sie den Bogenschützen zusätzlich mit Schwarzmagie zuschlagen lassen, den Schwertkämpfer mit einem Schild zusätzliche Defensivpunkte verschaffen oder den Lanzenträger auf Hämmer umschulen und so noch nahkampfgefährlicher machen? Alles möglich! Ebenfalls auf dem Lizenzbrett zugänglich sind die sogenannten Mysth-Teks und Esper. Mysth-Teks sind Spezialattacken, die die Figuren selbst ausführen.
Jede Figur kann bis zu drei solcher Mysth-Teks erlernen und sie, sofern genügend Magiepunkte vorhanden sind, sogar kombinieren, um ihre Wirkung noch verheerender zu machen. Esper hingegen sind beschwörbare Monster, vergleichbar mit denen aus Vorgängern. Allerdings bleiben sie diesmal auf dem Schlachtfeld und unterstützen Sie für mehr als eine Attacke im Kampf.
Insgesamt gibt es 13 solcher Kreaturen im Spiel zu finden. Wenn Sie nur dem Hauptplot folgen, stoßen Sie aber lediglich auf fünf von ihnen. Es gibt also auch abseits der Story wieder einiges zu entdecken. Auch mit sogenannten Mob-Hunts können Sie die Spielzeit um etliche Stunden nach oben schrauben. In jeder Kneipe der Spielwelt gibt es ein Schwarzes Brett, auf dem Auftraggeber ein Gesuch für eine Monsterjagd aufgeben. Gelingt eine solche, erhalten Sie eine Belohnung. Zudem können Sie sich einer Gilde anschließen, in der Sie durch erfolgreich absolvierte Mob-Hunts Gildenränge aufsteigen und nochmals ordentlich absahnen.
Hingucker
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Auch in technischer Hinsicht hat Final Fantasy XII einiges an Neuem zu bieten. Die Kamera ist nun frei schwenkbar, die in Echtzeit berechneten Umgebungen stehen denen der Vorgänger dennoch in nichts nach. Auch die Charaktermodelle strotzen nur so vor Details. So schwingt beispielsweise Vaans Halskette beim Laufen hin und her. Auch der Sound ist auf hohem Niveau. Neben der hervorragenden Sprachausgabe begeistert aber vor allem die Musik.
Zwar sind einige Spieler der Meinung, dass die Kompositionen von Hitoshi Sakamoto nicht an die von Nobuo Uematsu heranreichen (im Spiel werden Sie Melodien von beiden zu hören bekommen), dennoch passen die neuen Klänge hervorragend zum Setting. Und damit wären wir wieder am Anfang dieses Artikels angelangt. Final Fantasy XII macht vieles anders, aber alles richtig. Wer FF XII am zehnten oder gar siebten Teil misst, wird anfangs vielleicht etwas enttäuscht sein. Wer sich aber erst einmal auf das Mammutwerk einlässt, wird mit dem schönsten Rollenspiel für die PS2 und einem der vielleicht besten Teile der Serie belohnt.
