Dieses Hover-Rennspiel für Hyperaktive besitzt eine hohe Kurzzeitmotivation.
Mit dem Gummiseil lässt sich besonders viel Schabernack anstellen.
Und ich düse, düse, düse, düse im Sauseschritt und ... na ja, die Liebe nehmen Sie in diesem Hochgeschwindigkeitsrennspiel von Koei nicht mit. Vielmehr entwickeln Sie eine gesunde Portion Hass auf Ihre immer stärker agierenden Gegner. Doch greift diese Antipathie auch auf das Spiel über?
Zunächst sollten Sie die Wirkung der Waffen erlernen, die Sie auf der Strecke aufsammeln können. Magnetbomben, Zeitverlangsamung und insbesondere die witzigen Gummibänder mit magnetischen Enden seien exemplarisch genannt und sorgen anfangs für Abwechslung. Jede Waffe besitzt einen zweiten Feuermodus, womit Sie die eingangs erwähnten Magnetbomben zum Beispiel nach hinten abfeuern. So bereitet es diebische Freude, den im Nacken sitzenden Störenfried zu treffen und auf dem Radar nach hinten abfallen zu sehen. Natürlich setzen aber auch Ihre Gegner diese Waffen gekonnt ein.
Das wird spätestens dann zur Krux, wenn Sie eine Haaresbreite vor der Ziellinie eine Rakete an den Rumpf geklemmt bekommen, die Sie überall hinfliegt, nur nicht ins Ziel. Wenn Sie Glück haben, geht nur das erste Rennen einer Rennserie verloren, welche aus vier Durchgängen besteht. Ansonsten müssen Sie alle Rennen wiederholen - auch die gewonnenen! Derart nervige Attacken kommen aber selten vor, viel wahrscheinlicher ist es, in einer der manchmal unübersichtlichen Strecken gegen einen Fels zu klatschen, wobei wertvolle Sekunden draufgehen.
Auch die Rennmodi wiederholen sich schnell. In den Geschwindigkeitsrennen gibt es nur Waffen, welche den Gleiter schneller machen. Beim "Magnet Mayhem" besitzen Sie unendlich viele Magnetbomben und beim Kampfrennen ist alles erlaubt. Spaßig ist das Ausscheiderennen, bei dem stets der Rundenletzte explodiert.
Belegt man vordere Plätze, darf man den Gleiter aufrüsten. Bessere Flügel etwa machen schnelle, aber schwer zu steuernde Vehikel wendiger. Alle sinnvollen (Triebwerke, Bremsen) und sinnlosen Upgrades (Embleme, Designs) kombiniert ergeben mehr als eine Million unterschiedliche Aufrüstmöglichkeiten. Nervig: Sinnlose Upgrades sind schnell freigeschaltet, während beispielsweise ein besseres Triebwerk lange auf sich warten lässt.
Bis zu acht menschliche Gegner treten über Xbox Live oder per System Link gegeneinander an. Im Splitscreen bietet Fatal Inertia sogar einen Koop-Modus. Die schnarchige Story - "immense Korporationen" veranstalten Gleiterrennen - interessiert aber ohnehin keinen und wurde zudem etwas schräg ins Deutsche übersetzt.
