Fast Fusion im Test für Switch 2: Ein günstiger Geheimtipp, den ihr nicht verpassen solltet

Test Felix Schütz
Fast Fusion im Test für Switch 2: Ein günstiger Geheimtipp, den ihr nicht verpassen solltet
Quelle: Shin'en Multimedia GmbH

Während derzeit gefühlt alle durch Mario Kart World brettern, hat ein kleiner, aber feiner Racer für Switch 2 mein Herz erobert: Fast Fusion spielt sich super, sieht gut aus - und ist noch dazu spottbillig.

Eine Konsole ist letztendlich nur so gut wie ihre Spiele - und die Switch 2 hat zum Glück schon jetzt ein paar echte Highlights im Katalog. Wenn es nach Nintendo geht, wird Mario Kart World wahrscheinlich noch in vielen Jahren gespielt werden. Cyberpunk 2077 ist und bleibt auch auf der Switch 2 ein echtes Brett. Zelda profitiert von (kostenpflichtigen) Patches. Und Hogwarts Legacy macht auf der Switch 2 endlich eine richtig gute Figur. Kein schlechter Start für Nintendos Neue!

Trotzdem lohnt sich schon jetzt ein Blick in den eShop, denn hier finden sich bereits einige Spiele, die viele noch gar nicht auf dem Schirm haben. Genau so ein Fall ist Fast Fusion - ein funkelnagelneuer Racer, der mit einem erstaunlich günstigen Preis überrascht. Doch davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen, denn die ersten Wertungen auf Metacritic zeigen deutlich: Hier erwartet euch ein waschechter Geheimtipp!

Qualität aus Deutschland

Fast Fusion ist der vierte Teil der Fast-Serie, die schon 2011 ihr Debüt auf der Wii feierte, später wurden auch Wii U und Switch mit Nachfolgern bedient. Das Anti-Gravity-Rennspiel stammt - genau wie seine Vorgänger - von Shin'en, einem Studio aus München, das seine Wurzeln in der Demoszene hat. Schon seit 2001 hat das Team jede Menge kleine, meist feine Spiele entwickelt, davon viele für Nintendo-Konsolen. Die wissen also, was sie tun.


Die Switch 2 im Überblick: Hier gibt's alles, was ihr wissen müsst!


Wie bei den Vorgängerspielen dreht sich auch in Fast Fusion alles um puren, arcadigen Rennspaß, wie man ihn von Wipeout, F-Zero oder Star Wars: Episode 1 - Racer kennt. Das Prinzip ist blitzschnell kapiert: Ihr schnappt euch einen von mehreren Gleitern und fetzt damit durch futuristische, hübsch gestaltete Rennstrecken. Unterwegs sammelt ihr Energie-Chips auf, die euren Booster auffüllen.

Oder ihr holt zusätzlichen Schwung, indem ihr über zweifarbige Beschleunigungsfelder düst. Dazu müsst ihr allerdings flott per Tastendruck zwischen zwei Modi wechseln, denn wer mit der falschen Farbe über einen Beschleunigungsstreifen brettert, wird nicht schneller, sondern gnadenlos ausgebremst!

Bildergalerie

Die griffige Steuerung ist ein echtes Plus: Mit den Schultertasten könnt ihr euch auch seitwärts bewegen und diesmal dürft ihr sogar springen. Zusammen mit eurem Booster ermöglicht das ziemlich coole Überholmanöver - oder es endet in einem peinlichen Unfall, wenn man wieder mal den nächstbesten Brückenpfeiler küsst oder sich kurzerhand von der Rennstrecke katapultiert. Ehrensache auf Switch 2: Bewegungssteuerung und HD-Rumble sind ebenfalls möglich.

Günstig, aber nicht billig!

Zum Launch stehen euch mehrere klassische Spielmodi wie Championship zur Verfügung, in dem ihr drei Rennstrecken gegen Computergegner meistern müsst. Außerdem sind ein Time-Attack-Modus und ein Superhero-Modus im Angebot. In Letzterem müsst ihr zwingend als Erster über die Ziellinie düsen, außerdem besitzt ihr hier nur ein einziges Leben - wer aus der Bahn fliegt, hat verloren! Eure Boost-Energie funktioniert hier auch als Schildenergie. Ist die verbraucht, sorgt schon der kleinste Rempler dafür, dass euer Flitzer in Flammen aufgeht.

Bislang bietet Fast Fusion zwar nur 12 Rennstrecken, der Umfang soll aber noch mit einem kostenlosen Content-Patch erweitert werden.

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Nach den Rennen verdient ihr Credits, mit denen ihr neue Strecken und vor allem zusätzliche Fahrzeuge freischaltet. Neu ist außerdem die namensgebende Fusion-Mechanik: Wer mag, darf sich auch zwei Flitzer aussuchen und sie zu einem neuen Gefährt verschmelzen, das die besten Fahreigenschaften vereint.

Tolle Performance dank Upscaling

Trotz des futuristischen Designs erwarten euch bei den Rennstrecken nicht nur graue Betonröhren und grelle Neonfarben. Ihr heizt auch durch einladende Naturkulissen wie Wälder, Wüsten, Canyons, Gebirge, Schneepanoramen und sogar durch Asteroidenfelder!

Die Rennstrecken schauen nicht nur hübsch aus, das Gameplay läuft auch zu jeder Zeit mit geschmeidigen 60 FPS. Im Handheld-Modus wird das durch großzügiges Upscaling ermöglicht, was leider sichtbar auf Kosten der Auflösung geht - hübsch anzusehen bleibt es aber trotzdem.

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Am TV-Bildschirm stehen mehrere Grafikmodi zur Wahl, die sich vor allem in Auflösung und Schattendarstellung unterscheiden. Bei der höchsten Einstellung mit 4K-Auflösung werden zwar nur 30 Bilder pro Sekunde erreicht, aber auch damit spielt es sich noch sehr ordentlich. Allerdings gilt auch am TV-Bildschirm: Wer genauer hinschaut, erkennt an den gelegentlichen Artefakten, dass auch hier großzügiges Upscaling zum Einsatz kommt: Wirklich knackscharf wirkt das Bild also nicht, was bei dem hohen Spieltempo aber ohnehin kaum ins Gewicht fällt.

Schicker Flitzer zum Spottpreis

Wirklich schade: Einen Online-Modus gibt es leider nicht. Zumindest könnt ihr eure Rennen aber auch im lokalen Koop-Modus bestreiten. Bis zu vier Spieler dürfen gleichzeitig via Splitscreen gegeneinander antreten. Fast Fusion unterstützt auch Game Chat und Game Share, wodurch ihr das Spiel mit einer weiteren Person teilen könnt. So dürft ihr gemeinsam im 2-Spieler-Modus zocken, selbst wenn nur eine Person das Spiel besitzt.

Und dann ist da noch der Preis! Während Nintendo mittlerweile saftige Summen für Eigenmarken wie Donkey Kong Bananza aufruft, braucht ihr für Fast Fusion definitiv kein Sparschwein schlachten: Die Entwickler verlangen gerade mal 15 Euro! Da können also auch eingefleischte Sparfüchse guten Gewissens zuschlagen.

Wertung zu Fast Fusion (NSW2)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Günstig muss nicht billig sein: Ein grundsolider Anti-Gravity-Racer, der einfach Spaß macht, ohne das Rad neu zu erfinden. Und der Preis ist eine Wohltat!

Auch wenn Fast Fusion sicher nicht so lange motivieren kann (oder will) wie beispielsweise ein Mario Kart World: Hier bekommt ihr einen schicken, pfeilschnellen und klasse spielbaren Next-Gen-Racer zu einem wirklich fairen Preis. Klare Empfehlung! Transparenzhinweis: Die Testversion von Fast Fusion wurde uns vom Entwickler zur Verfügung gestellt.

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