Far Cry 3 im Test: Eindrücke aus dem Mehrspieler-Modus - und Wertungen

Test Felix Schütz
Far Cry 3 im Test: Ubisofts Sandbox-Shooter im großen Test - jetzt auch mit Mehrspieler-Eindrücken! (1)
Quelle: Ubisoft

Far Cry 3 im Test für PC, Xbox 360 und PS3 und jetzt auch mit Mehrspieler-Eindrücken: Die Shooter-Reihe kehrt zurück auf die tropische Insel! In unserem Test erfahrt ihr, dass die Entwickler von Ubisoft einen großartigen Open-World-Shooter abgeliefert haben. In einer lebendigen Welt erwartet euch brachiale Action und eine gelungen Hauptstory. Die riesige Bewegungsfreiheit kann jedoch auch nicht über einige Mängel hinwegtäuschen.

Far Cry 3 im Test: Eindrücke aus dem Mehrspieler-Modus

Mit Far Cry 3 hat Ubisoft ein dickes Shooter-Paket geschnürt: Neben der langen Solo-Kampagne bietet das Spiel nämlich gleich zwei verschiedene Mehrspielerkomponenten und einen Karteneditor. Wir haben uns rund 20 Stunden lang durch sämtliche Multiplayervarianten geballert, bis wir Rang 41 erreicht hatten.

Klassischer, kompetitiver Multiplayer (PvP)

Auf zehn gut designten Karten können bis zu 18 Spieler gegeneinander antreten. Dazu stehen lediglich vier Modi zur Wahl: "Team Deathmatch" bietet das klassische, gegenseitige Abschießen, wie man's aus zig anderen Spielen kennt. In "Kampfzone" und "Übertragung" müssen Stationen auf der Map eingenommen und kontrolliert werden, um Siegespunkte zu verdienen. Das alles mag solide und unterhaltsam sein, bietet aber keinerlei Eigengeschmack - Far Cry 3 liefert hier einfach nichts Besonderes. Der vierte Modus "Feuersturm" ist eine hektische Abwandlung des Domination-Prinzips, bei dem ein Team verschiedene Punkte auf der Karte in Brand setzen muss. Leider fanden sich während unserer 20-stündigen Testphase kaum Mitspieler für diesen Modus. Ebenfalls schade: Fahrzeuge spielen keine Rolle im PvP, man kämpft stets Mann gegen Mann. Auch auf die coolen Takedown-Attacken aus dem Einzelspielermodus muss man verzichten, es gibt nur simple Messerangriffe, der Rest wird klassisch mit Pistolen und Gewehren erledigt.

Der aus Far Cry 2 bekannte Karteneditor für den kompetitiven Multiplayer feiert in verbesserter Form eine Rückkehr. Quelle: PC Games Der aus Far Cry 2 bekannte Karteneditor für den kompetitiven Multiplayer feiert in verbesserter Form eine Rückkehr. Immerhin: An Schießgeräten mangelt es nicht. Durch gespielte Matches verdient man genretypisch Erfahrungspunkte und steigt im Level auf, wodurch man neue Knarren und Upgrades freischaltet. Das ist nicht neu, motiviert aber zum Weiterspielen. Originelles Detail: Für erfolgreiche Partien erhält man zufällig auch Datenträger (CDs, USB-Sticks und dergleichen), die man zwischen den Matches decodieren lassen kann. Das dauert zwischen 10 Minuten und 8 Stunden - da ist es gut, dass der Decodierungsvorgang auch weiterläuft, wenn man das Spiel beendet. Je hochwertiger der Datenträger, je länger die Decodierungszeit, desto höher die Chance auf eine gute Belohnung, etwa eine seltene Waffenmod.

Richtig gut: Ubisoft liefert wie im Vorgängerspiel einen umfangreichen Editor mit, dank dem Spieler Karten erstellen und tauschen können.

Koop: laut, blöde, kurzweilig

Far Cry 3: Neben dem langen Einzelspielerpart gibt's auch eine mehrere Stunden umfassende Koop-Kampagne. Quelle: PC Games Far Cry 3: Neben dem langen Einzelspielerpart gibt's auch eine mehrere Stunden umfassende Koop-Kampagne. Der zweite Spielmodus besteht aus einer eigenständigen, kooperativen Story-Kampagne, in der sich vier Spieler zusammenschließen. Gemeinsam ballert sich das Proletenquartett knapp fünf Stunden lang durch sechs extrem lineare Levels. Taktik ist dabei nie gefragt, dafür steht kompromisslose Action auf dem Plan: Man nimmt es mit wahren Horden an Gegnern auf, das sorgt für kurzweilige, oft heftige Feuergefechte, in denen es mächtig kracht - ein hübsch-hohler Ballerspaß für Zwischendurch. Die Action wird gelegentlich von kurzen Mini-Spielen unterbrochen, in denen das Team auch mal gegeneinander antritt, etwa beim Wettschießen mit dem Sniper-Gewehr oder bei einer lustigen Bombenjagd, bei der die Spieler einander mit Quads von der Straße rempeln.

Leider ist die hauchdünne Story der Koop-Kampagne nicht der Rede wert und die vier Charaktere nerven mit ihren saudämlichen Sprüchen und Kommentaren. Besonders störend: Wer sicht nicht mit Freunden, sondern mit fremden Spielern in öffentlichte Koop-Partien stürzt, hat keinen Einfluss darauf, in welchem Level man einsteigt. Man wird einfach wahllos in einen beliebigen Abschnitt reingewürfelt und muss daher alte Level wiederholen - so sinnlos!

Technikschnitzer und Bugs

Far Cry 3 unterstützt keine dedizierten Server. Partien werden stattdessen auf den PCs der teilnehmenden Spielern gehostet, was gelegentlich zu Problemen führen kann, darunter Lags und lange Warteschleifen. Im Test begegneten wir auch vielen Bugs, Host Migration funktionierte beispielsweise kein einziges Mal. Mehrmals erlebten wir auch unerklärliche Bildschirmtode beim Respawnen, sowohl im Koop wie auch im PvP. Manche Waffen levelten nicht auf oder abgespeicherte Waffenprofile wurden grundlos gelöscht. Auch bei Spielersuche schleichen sich zuweilen Fehler ein, was zu ungleichen Teamstärken führen kann. Alles in allem: Kein guter Start für die Mehrspielerzukunft von Far Cry 3.

Pros und Cons zum Multiplayer:

+ Gut designte Maps, die viele Taktiken und Routen erlauben (PvP)
+ Viele Waffen und Upgrades freizuspielen
+ PvP gut für Einsteiger geeignet, da man nicht gleich beim ersten Treffer umkippt
+ Massenhaft Action und spaßige kleine Wettkämpfe im Koop
+ Gelungener Editor mitgeliefert
+ Wiederbelebung und Buffs fördern Teamplay ohne Zwang

- Keine dedizierten Server
- Gelegentliche Lags
- Vereinzelte Fehler im Matchmaking
- Bewaffnungsprofile werden manchmal wahllos gelöscht
- Keine Levelauswahl beim Starten öffentlicher Koop-Partien
- Koop-Kampagne extrem linear
- Unzuverlässige Host Migration
- Zu großes HUD verdeckt manchmal die Sicht
- Etwas umständliche, "konsolige" Menüs
- Keine Fahrzeuge im PvP
- Manche Waffen (ja, Ak-47, du bist gemeint!) leveln nicht auf

Meinung: Felix Schütz über den Mehrspielermodus zu Far Cry 3

"Spaßige Dreingabe, aber kein Kaufgrund."

Klar, als Einzelspielershooter ist Far Cry 3 super. Das gilt aber nicht für den Multiplayerpart, denn da lässt meine Begeisterung schnell nach: Die Koop-Kampagne ist für Zwischendurch okay, wird nach ein paar Stunden aber anstrengend und eintönig. Da gefallen mir die PvP-Modi besser, allerdings fallen hier die technischen Zicken viel störender auf - auch wenn Ubisoft schon nachgebessert hat, richtig rund läuft das noch nicht. Sollten weitere Patches folgen, werde ich die Maps vielleicht noch eine Weile unsicher machen - doch auf Dauer suche in mein Online-Glück lieber woanders.

Mehrspielerwertung PC-Version: 71

Wertung zu Far Cry 3 (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Far Cry 3 (PS3)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Far Cry 3 (X360)

Wertung:

9.0 /10

Meinungen

Bildergalerie

  1. Seite 1 Far Cry 3 im Test: Ubisofts Sandbox-Shooter im großen Einzelspieler-Test
  2. Seite 2 Far Cry 3 im Test: Das hat uns gefallen
  3. Seite 3 Far Cry 3 im Test: Das hat uns nicht gefallen
  4. Seite 4 Far Cry 3 im Test: Eindrücke aus dem Mehrspieler-Modus - und Wertungen
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