Die Unsichtbare fesselt das Monster mit Kraftfeldern, damit die menschliche Fackel zuschlagen kann.
Da man meist alles vorgekaut bekommt, wartet man an einer solchen Stelle vergeblich auf Texteinblendungen, die einem auf die Sprünge helfen. Wer fleißig die optionalen Missionsziele erfüllt und alle Gegner ins Jenseits befördert, verdient sich einen Haufen Punkte, mit denen er bestimmte Combos oder Spezialattacken einzelner Charaktere aufwerten kann. Nur schade, dass man keine völlig neuen Angriffe oder Manöver kaufen kann. Des Weiteren dienen die Punkte dazu, Bonusmaterial wie Videos, Artworks und Biografien freizuschalten.
Einfach enttäuschend
Besonders in den ersten Abschnitten wird der Spielfluss regelmäßig durch die zahlreichen, aber belanglosen Zwischensequenzen unterbrochen, wobei die Story selbst nicht zur Entfaltung kommt. Das liegt unter anderem daran, dass die Geschichte aus dem Film mit einigen Eposiden aus der Comic-Reihe vermischt wurde, um die Spieldauer zu strecken.
Die Spielidee an sich ist auch nicht besonders innovativ: Da prügelt man dumme Gegner reihenweise nieder, wobei man seine Spezialattacken nicht zwingend einsetzen muss, weil man auch durch willkürliches Knopfdrücken weiterkommt. Die Taste zum Blocken benutzt man selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad so gut wie nie.
Das Interessante an diesem Spiel sind ganz klar die coolen Charaktere mit ihren Superkräften. Schade nur, dass man diese Kräfte nur in Kämpfen komplett frei einsetzen darf. An den zahlreichen Puzzle-Stellen werden dagegen weder die Geschicklichkeit noch der Grips des Spielers gefordert, was sich etwas negativ auf den Spielspaß auswirkt. Zudem kann man Endgegner extrem entschärfen, indem man Sue Storms Schutzschild permanent einsetzt.
Mithilfe dieser Taktik kann man mit seiner nahezu unverwundbaren Spielfigur den Bossgegner ablenken und in den entsprechenden Kampfphasen auf das Ding oder die Fackel wechseln, um dem Feind eine ordentliche Tracht Prügel zu verpassen. Auch die Technik passt in das Gesamtbild: Charaktermodelle und Levels könnten ein wenig detaillierter sein und die Darstellung an vielen Stellen flüssiger.
Auch die Sprachausgabe lässt zu wünschen übrig. Zu allem Übel bleibt die Kamera auch regelmäßig an Spielfiguren und Objekten hängen. Sollte man in eine Ecke gedrängt werden, dann hat man oftmals überhaupt keine Möglichkeit mehr, die Kamera in irgendeine Richtung zu drehen, und sieht nur noch recht wenig vom Spielgeschehen. In einer solchen Situation hilft nur noch das Hämmern auf die Sprungtaste, um solch einer Todesfalle noch zu entkommen.
Potenzial nicht genutzt
Fantastic 4 hat eigentlich alles, was einen guten Action-Titel ausmacht. Das vorhandene Potenzial wurde jedoch nicht vollends genutzt. Macht das Ausprobieren der Superkräfte anfangs noch Spaß, wirkt das Spiel über weite Strecken recht uninspiriert. Auch an Spezialattacken hat man sich zu schnell satt gesehen. Das Kampfsystem ist recht simpel gehalten und bietet für Profis nicht den nötigen Tiefgang.
Darüber hinaus wirken die Levels trotz vieler zerstörbarer Objekte ziemlich kahl und eintönig. Während die Sprachausgabe durchweg gelungen ist, lässt sich dies über die eher durchschnittlichen Soundeffekte nicht unbedingt sagen. Zudem werden sich nur Kenner des Films sofort in der Story zurechtfinden, F4-Neulingen dürfte die bisweilen lieblose Aneinanderreihung der Missionen etwas zusammenhanglos erscheinen.
