Erst vor Kurzem stellte der kanadische Publisher-Riese seine neue Untermarke EA SPORTS Freestyle vor, der man das hehre Ziel auf die Flagge schrieb, leicht zugänglichen Spielspaß für alle zu bieten. FaceBreaker ist nun der
erste unter dem neuen Label veröffentlichte Titel. Wir haben dem Arcade-Boxspiel auf den Zahn gefühlt und geprüft, ob das neue Label hält, was es verspricht.
Bananengesicht! In FaceBreaker wird geprügelt, dass sich die Balken … Verzeihung, Schädel biegen!
Xaver macht mit Xaver alle platt
Ist es in Boxspielen gang und gäbe, dass man sich in einem Editor Kämpfer zusammenschustern kann, ergänzt EA dieses Feature nun durch ein zusätzliches Element. Ihr könnt eurem selbst erstellten Recken nämlich gleich noch euer reales Gesicht aufpappen. Das Einzige, was ihr dazu braucht, ist ein Xbox-Live-Zugang sowie ein Foto von euch, das ihr auf die EA-SPORTS-Webseite (siehe Xbox-Live-Kasten) hochladet, worauf euch das Bild in der "Boxer-Werkstatt" zur Verfügung steht. Falls vorhanden, könnt ihr euch auch per Xbox-Live-Vision mit der USB-Kamera ablichten.
Taumelt euer Gegner benommen im Ring herum, ist es Zeit für ein paar gezielte Tiefschläge.
Direkt aus dem Editor heraus könnt ihr gleich ein schnelles Spiel starten. Dabei habt ihr die Auswahl aus anfänglich acht Kämpfern und zehn Arenen, wobei weitere im Verlauf des Spiels freigeschaltet werden wollen. Was gleich zu Beginn angenehm auffällt, ist die eingängige, leicht zu erlernende Steuerung. Durch schnelle Kombos startet ihr vernichtende Ground-, Bone-, Sky- oder sogar Face-Breaker, mächtige Spezialattacken. Um eurem Widersacher nicht ins offene Messer zu laufen, blockt ihr seine Angriffe oder weicht ihnen aus. Ein Block ist zwar ein bisschen risikobehafteter, da er mit einer starken Attacke durchbrochen werden kann, jedoch verursacht ein Konter, der aus einer Blockposition im richtigen Moment gestartet wird, einen Mordsschaden.
Mit B lasst ihr Würfe vom Stapel. Manche Charaktere beamen sich auf Knopfdruck sogar hinter den Gegner.
Neben einer Art Karrieremodus, in dem ihr auf Gürteljagd geht, gibt es auch den Modus mit dem wohlklingenden Namen "Couch Royal". Hier veranstaltet ihr Turniere für zwei bis sechs Spieler, wobei ihr mit nur zwei Pads spielt und diese dann herumreicht, je nachdem wie viele Leute mitspielen. Die Comic-Optik des Titels gefällt, vor allem die lädierten Gesichter sind "hübsch" anzusehen, und das Charakterdesign ist absolut abgefahren. Von der musikalischen Untermalung her wird Standardmäßiges geboten, eine Mischung aus Hip-Hop, Teenie-Punk und Elektrozeugs.
