Mit der DS-Fassung handeln sich die Freestyler die rote Karte ein.
Das Toreschießen ist das komplette Spiel über Glücksache.
Die GameCube-Version von FIFA Street 2 hat, vor allem im Mehrspieler-Modus, ordentlich Spaß gemacht. Überraschenderweise sieht es da mit der DS-Umsetzung ganz anders aus. Die Entwickler haben - das kann ohne Übertreibung gesagt werden - in fast allen Belangen versagt. Egal, in welchem der zwei Spielmodi man sein Glück versucht, der Titel zeigt sehr schnell seine unterirdischen Qualitäten.
Die künstliche Intelligenz scheint ein Punkt zu sein, den die Entwickler vollkommen außen vor gelassen haben. Ist man beispielsweise im Ballbesitz und bleibt einfach stehen, denken die Gegenspieler nicht einmal im Entferntesten daran, anzugreifen. Eigentore, weil der CPU-Gegner den Ball ins eigene Netz "trickst", sind keine Seltenheit.
Weiterhin wissen die Torhüter sehr oft nicht, was sie mit dem Ball anfangen sollen, und sehen seelenruhig zu, wie er vor ihren Füßen herumkullert. Derart eklatante KI-Mängel sind in einem Fußballspiel mit klarer Fun-Ausrichtung verheerend. In puncto Steuerung haben sich die Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen.
Um die verschiedenen Tricks auszuführen, muss man auf dem Touchscreen in eine von acht Richtungen streichen. Diese Pseudo-Analogstick-Steuerung ist nicht nur sehr umständlich, sondern auch viel zu unpräzise und so greift man für das Herumtricksen schnell wieder auf die X-Taste zurück, die ihren Zweck viel besser erfüllt. Je mehr Freestyle-Tricks man ausführt, desto schneller füllt sich die Gamebreaker-Leiste, die einen Superschuss ermöglicht, der völlig unspektakulär inszeniert wurde.
Eine simple und kurze Dreierwiederholung des Schusses ohne jegliche Lichteffekte oder anderem Drumherum nehmen dieser Aktion ihre besondere Wirkung. Lediglich die Technik befindet sich über dem Durchschnitt.
