FIFA Street 2

Test Thomas Eder

Gelingt der Fortsetzung der Anschluss an die Oberklasse im Fun-Sport?

Dank eines Gamebreakers könnt ihr auch aus großer Entfernung draufhalten. Dank eines Gamebreakers könnt ihr auch aus großer Entfernung draufhalten. Obwohl der erste Teil des flotten Straßenkicks FIFA Street nur knapp überdurchschnittliche Wertungen einfuhr, fand er ebenso wie die von der Idee her ähnliche, spielerisch weit überlegene NBA Street-Reihe schnell seine Anhängerschaft. Im zweiten Anlauf will EA Sports jetzt auch die Kritiker des Vorgängers auf seine Seite ziehen und präsentiert den Kick in überarbeiteter Neuauflage, in der die Schwächen des ersten Teils beseitigt sein sollen.

Am ursprünglichen Spielprinzip von FIFA Street hat sich nichts geändert: Nach wie vor tretet ihr in zwei Vierer-Teams auf Straßenplätzen rund um den Erdball mit über 320 Superstars der Gegenwart und vergangener Tage gegeneinander an. Dabei kommt es weniger auf Fairplay als vielmehr auf coole Tricks und Combos an, mit denen ihr eure Gegner alt aussehen lasst.

Mit jedem erfolgreichen Move füllt ihr die Gamebreaker-Leiste, dank der ihr nahezu unhaltbare Schüsse in Richtung gegnerisches Tor jagen könnt. Sobald die Leiste aufgeladen ist, begebt ihr euch auf eine markierte Fläche in der Mitte des Spielfelds, um den Gamebreaker zu starten. Dann bleiben euch wenige Sekunden, um noch ein paar Tricks auszuführen oder gleich in Richtung Tor zu bolzen. Neu daran ist, dass ihr jetzt ein Spiel mit nur einem Tor entscheiden könnt, wenn ihr eine 3-Trick-Combo in der Gamebreaker-Phase ausführt.

Offenes Ohr für Kritik

Da war der Ball wohl schneller als die Kamera. Da war der Ball wohl schneller als die Kamera. Erfreulicherweise haben sich die Entwickler die Kritik am ersten Teil zu Herzen genommen und versucht, Schwachstellen gezielt auszumerzen. Zum Beispiel bewegen sich eure Spieler weniger träge und lassen sich zudem auch noch einen Tick besser steuern. Mithilfe des linken Analogsticks, dem so genannten Trick-Stick, führt ihr neuerdings nett anzusehende Moves aus, in denen ihr den Ball in bester Ronaldinho-Manier in der Luft haltet.

Die Tricks sehen gewohnt spektakulär aus und gehen kontrollierter von der Hand als im Vorgänger, aber dennoch könnte die Steuerung noch etwas präziser sein. Dasselbe gilt für Torschüsse: Man hat jetzt ein besseres Gefühl dafür, ob ein Schuss im gegnerischen Kasten landen könnte; trotzdem wird man den Eindruck nicht los, dass ein Tor nicht selten reine Glückssache ist.

Die KI der Torhüter - sofern man im ersten Teil überhaupt von Intelligenz sprechen konnte - wurde ordentlich verbessert, überrascht aber immer noch mit seltenen Aussetzern. Wenn ihr euren Kasten am liebsten selbst sauber halten wollt, könnt ihr jetzt auch zum Torhüter wechseln und dem Angreifer entgegenrutschen. Da so eine Aktion schnell in die Hose gehen kann, sollten nur geübte Spieler die Kontrolle über den Torwart übernehmen.

Den Feldspielern wurde wie den Schlussmännern ebenfalls eine Kleinigkeit mehr Hirn in ihren virtuellen Schädeln verpasst: Situationen, in denen eure Jungs zum Beispiel bei einem Angriff einfach nicht mitlaufen und stattdessen seelenruhig in der eigenen Hälfte verweilen, treten nur noch in seltenen Fällen auf. Damit das Spiel vor allem im Mehrspieler-Modus nicht zu einer Foul-Orgie verkommt, könnt ihr eure Gegner mit besonders guten Tricks überrumpeln, sodass diese kurzzeitig außer Gefecht sind.

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