Everspace - Stellar Edition: Weltraum-Roguelike im Test
Test
Roguelike-Shooter trifft auf Weltraum-Action: Everspace - Stellar Edition will euch motivieren, immer noch eine Runde mehr zu spielen. Geht disese Konzept auf? Und wie stark machen sich die technischen Änderungen der Switch-Version des ursprünglich für andere Plattformen erschienenen Spiels bemerkbar? Unser Test klärt auf.
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Der Weltraum: unendliche Weiten, unzählige Geheimnisse, faszinierendes Thema zahlreicher Filme und Spiele. Und dank Everspace - Stellar Edition Handlungsort eines motivierenden Roguelike-Weltraumshooters, der bereits vor einiger Zeit für andere Plattformen erschien, nun aber auch für die Switch verfügbar ist.
Was passiert hier?
Der Bildschirmtod ist nicht unbedingt eine angenehme Sache, gehört bei vielen Spielen aber zum Gameplay. Diese Tatsache ist nicht nur auf anspruchsvolle Jump & Runs wie beispielsweise die Titel der Donkey-Kong-Country-Serie beschränkt, sondern trifft auch auf sogenannte Roguelike-Spiele zu. Hierbei ist das regelmäßige Ableben ein zentrales Element der Spielweise. Everspace nimmt sich dieses Prinzips an und baut um die Mechanik herum einen arcadigen Weltraum-Shooter. Im Spielverlauf entpuppt ihr euch im Gespräch mit dem Bordcomputer schnell als einer von etlichen Klon-Piloten, die immer wieder ins All geschickt werden und sich deshalb mit jeder Iteration zunehmend an mehr erinnern können. Voilà - die Roguelike-Mechanik ist sogar mit der Story des Spiels erklärt! Erwartet euch aber nicht allzu viel von der Geschichte, denn wesentlich interessanter oder tiefgehender wird es dann doch nicht.
Quelle: N-ZONE
Der Weltraum ist riesig und voller wertvoller Rohstoffe, die nur darauf warten, dass ihr sie abbaut. Das eingesammelte Gut nährt beispielsweise als Treibstoff den Antrieb.
Den Tod überdauern
Nun sitzt ihr also als geklonter Pilot in eurem Raumschiff und erkundet das Weltall. Dieses ist im Spiel in begrenzte Areale unterteilt, durch die ihr euch nach und nach arbeitet. Je weiter ihr dabei kommt, desto anspruchsvoller wird Everspace. Bekommt ihr es zu Beginn noch mit recht schwachbrüstigen Kontrahenten und einigen dummen Drohnen zu tun, stellen sich euch in späteren Arealen deutlich mächtigere Gegner in den Weg. Doch schaltet ihr diese erfolgreich aus, werdet ihr dafür auch mit Rohstoffen, Austausch-Waffen, Credits und Schrottteilen belohnt. Letztere könnt ihr durch Verkauf zu Credits machen, diese wiederum überdauern euren virtuellen Tod und Neuanfang, indem ihr sie investiert, beispielsweise in neue Raumschiffe oder Verbesserungen bereits in eurem Besitz befindlicher Fahrzeuge. So könnt ihr die Widerstandsfähigkeit erhöhen, indem ihr zum Beispiel Geschwindigkeit und Panzerung verbessert, die Wahrscheinlich für kritische Treffer erhöht oder eure Übersichtskarte um neue Anzeigen erweitert, um so drohende Risiken in einem Areal besser abzuschätzen.
Doch nicht nur mit feindlich gesinnten Gegnern bekommt ihr es in den Arealen zu tun, wahlweise baut ihr auch Rohstoffe von umherfliegenden Asteroiden ab. Ein Gegenstand von zentraler Bedeutung ist dabei Treibstoff. Von einem Areal zum nächsten gelangt ihr nämlich mittels eines besonders starken Antriebs eures Raumschiffs, der für diesen Sprung jede Menge Treibstoff benötigt. Somit hängt das Vorankommen im Spiel grundsätzlich davon ab, dass ihr ausreichend Treibstoff auftreiben könnt.
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Per Betätigung des X-Buttons wechselt ihr zwischen einer Third-Person-Ansicht mit eurem Raumschiff-Cockpit im Sichtfeld und einer First-Person-Sichtweise.
Neben den dem Tod trotzenden Verbesserungen, die ihr nach eurem Ableben für Credits erhaltet, findet ihr auch überall im Spiel weitere Waffen. Da Raumschiffe aber nicht über unbegrenzte Slots verfügen, müsst ihr euch oftmals entscheiden, welche Waffen ihr ausrüsten und welche in den unendlichen Weiten des Alls verschwinden lassen wollt. Besonders nützlich sind die Nano-Bots, die ihr gelegentlich findet. Die könnt ihr für bestimmte Teile eures Raumschiffs ausrüsten; wird dieser Teil im Kampf mit feindlich gesinnten Kontrahenten beschädigt, schreiten die Nano-Bots automatisch zur Reparatur.
Runde um Runde
Für einen gesamten Spieldurchlauf bis zum Ende benötigt ihr bei Everspace - Stellar Edition eigentlich nur um die 60 Minuten. Das schafft ihr aber erst nach vielen Runden und dem weitreichenden Ausbau eurer Flotte sowie der Installation vieler Verbesserungen an euren Raumschiffen. Bis ihr es dann wirklich bis an das Ende des Spiels schafft, investiert ihr so eben nicht nur die eigentlich benötigten 60 Minuten, sondern zahlreiche Spielstunden mehr. Genau aus diesem Konzept schöpft Everspace seine Motivationskraft, die euch immer wieder zum Spielen bewegen soll - und tatsächlich geht das Konzept eine ganze Weile auf. Habt ihr einige Durchläufe absolviert, fehlt es dem Spiel jedoch zunehmend an Abwechslung, weil ihr irgendwann die meisten Elemente kennt.
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Die optische Aufmachung von Everspace ist stellenweise sehr eindrucksvoll, wenn auch auf der Switch niedrig aufgelöst.
Technisch haben die Entwickler bei der Umsetzung für die Nintendo Switch gute Arbeit geleistet. Ja, wie so viele andere Portierungen wurde auch Everspace einer technischen Entschlackung unterzogen, um auf der leistungstechnisch im Vergleich zur Konkurrenz schwächeren Hybrid-Konsole sauber zu laufen. Heißt: grundsätzlich bekommt ihr zwar die gleiche hübsche Weltraum-Optik vor die Augen gesetzt, die Bildwiederholrate pendelt aber nur um etwa 30 Bilder pro Sekunde herum, außerdem ist die Auflösung niedriger, was besonders bei weiter entfernten Objekten auffällt. Optische Spielereien wie Tiefenunschärfe vertuschen diese notwendigen Anpassungen aber ganz gut. Dafür sind die DLC-Inhalte in der Stellar Edition gleich mit dabei und somit zusätzlich zum Grundspiel neue Waffen, Figuren und Story-Inhalte sowie ein digitales Artbook und der Soundtrack. Klingt nach einem netten Paket für Roguelike-Fans.
