Endless Legend 2 gespielt: Wer will da noch Civilization 7 zocken?
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Neues Strategiespiel-Schwergewicht im Anmarsch! Wir verraten euch, warum Endless Legend 2 eines der besten 4X-Strategiespiele des Jahres werden könnte.
Als Endless Legend am 18. September 2014 auf den Markt kam, begeisterte es 4X-Strategie-Fans auf der ganzen Welt mit wunderschönen, prozedural generierten Hexfeld-Fantasy-Welten, umfangreich ausgearbeiteten Story-Elementen, einer stilsicheren Präsentation sowie acht asymmetrisch gestalteten Fraktionen, die allesamt sehr unterschiedliche Spielweisen ermöglichten.
Mehr als zehn Jahre später legt das Team um den erfahrenen Game Director Romain de Waubert de Genlis einen Nachfolger vor, der in vielerlei Hinsicht mutige Risiken eingeht, dabei aber nie die Wünsche der Community aus den Augen verliert.
Wohl auch deshalb haben sich die in Paris ansässigen Amplitude Studios diesmal für eine Early-Access-Release entschieden. Noch vor der Veröffentlichung im Sommer 2025 erschien eine auf zwei Fraktionen und 125 Runden limitierte Vorabversion, die wir bereits mehrfach durchgespielt haben. Die dabei gewonnenen Eindrücke fassen wir im Folgenden für euch zusammen.
Von Auriga nach Saiadha
Diente im ersten Teil noch der Eisplanet Auriga - auf dem übrigens auch Dungeon of the Endless spielt - als Schauplatz, verschlägt es euch diesmal auf den mysteriösen Planeten Saiadha. Doch bevor ihr dessen zahlreiche Geheimnisse lüften könnt, müsst ihr euch zunächst für eine der anfangs vier Early-Access-Fraktionen entscheiden.
Zwei davon standen bereits in der Vorabfassung zur Auswahl und könnten unterschiedlicher nicht sein. Da wären zum einen die Kin of Sheredyn, eine Raumfahrernation, die schon vor Jahrzehnten auf Saiadha gestrandet ist und auf dem aus Inseln bestehenden Himmelskörper nie richtig Fuß fassen konnte.
Erschwerend kommt hinzu, dass Garin - einst strahlender Anführer des militaristisch orientierten, hoch technisierten Volkes - vor vielen Jahren bei einer Ruinen-Expedition verschollen ist. Seitdem herrscht bei den Kin of Sheredyn große Unentschlossenheit, wie es in Zukunft weitergehen soll. Während die einen hoffnungsvoll auf Garins Rückkehr warten, wollen die anderen sich endlich auch ohne ihn eine blühende Zukunft aufbauen.
Dem gegenüber stehen die vorrangig auf Diplomatie, Harmonie und Gleichgewicht fokussierten Aspekte. Dabei handelt es sich um hochintelligente Mischwesen - halb organisch, halb maschinell -, die über Korallen mit einer Art Schwarmgedächtnis namens Chorus verbunden sind. Doch seit dem großen Korallensterben vor einiger Zeit sind die Aspekte geschwächt und müssen nun alles daran setzen, ihre alte Stärke zurückzuerlangen.
Spielmechanisch könnten die bisher vorgestellten Fraktionen nicht unterschiedlicher sein. Die Aspekte blühen beispielsweise erst richtig auf, wenn sie das Wachstum von Korallen außerhalb ihres Siedlungsgebietes vorantreiben. Einmal gepflanzte Korallen breiten sich automatisch und ohne euer Zutun aus und gewähren zahlreiche Vorteile.
So können sich Aspekte-Einheiten auf Korallenfeldern unter anderem effizienter fortbewegen und schneller heilen, während sich auf Korallen befindliche Distrikt-Fundamente günstiger freischalten lassen.
Die expansionistisch veranlagten Kin of Sheredyn hingegen ziehen militärische Einrichtungen schneller hoch als alle anderen, erhalten Boni, wenn die Bevölkerung hohe (aber auch niedrige) Zustimmungswerte mit der Politik der Führenden aufweist, heilen Truppen schneller im eigenen Territorium und einiges andere mehr. Zudem greift hier die "Strength of Our Zeal"-Mechanik.
Quelle: Amplitude Studios / Hooded Horse / Medienagentur plassma
Konkret bedeutet das: Je weiter ihr die Verteidigungsanlagen in euren Städten ausbaut, desto höher steigt der entsprechende Balken oben links im Bild, der wiederum mächtige passive und aktive Vorteile freischaltet.
So könnt ihr später zum Beispiel ganze Armeen - sofern sie sich auf eurem Territorium befinden - nach dem ersten Zug noch einmal bewegen, die Truppen mit nur einem Mausklick heilen und sogar Präzisionsschläge aus dem Orbit anfordern.
Nicht direkt spielbar, aber zumindest als Gegner verfügbar, waren auch die sogenannten Necrophagen - ein äußerst aggressiver Insektenschwarm, den Fans bereits aus dem ersten Teil kennen.
Bildergalerie
Erst Monsunregen, dann Gezeitensog
Mit dem Szenariowechsel und den neuen Fraktionen gehen einige grundlegende Änderungen im Spielablauf einher. Statt strenger, immer länger andauernder Winter wie im ersten Teil wird man nun in relativ regelmäßigen Abständen mit heftigen, mehrere Runden andauernden Monsunregen konfrontiert. Dies hat zur Folge, dass die kleineren Fraktionen vorübergehend deutlich aggressiver agieren.
