Chicago gegen Seattle ist auch nicht mehr das, was es früher einmal war.
Zu Zeiten der NBA-Playoffs steigt auch in Deutschland das Interesse an schnellem, spektakulären Basketball, wie ihn nur die amerikanische Profiliga bieten kann. Diesen Monat geht es mit den Finalspielen los. Da passt es doch, dass sich zurzeit auf der PlayStation 2 gleich drei Titel mit dem Sport beschäftigen. Einer davon ist ESPN NBA 2night. Regeln, Teams und Spieler sind dabei zwar aus der NBA übernommen, ganz so spektakulär ist es aber nicht. Das liegt vor allem an der sehr schwerfälligen Steuerung, die schnelles Passen, Werfen und Spielen verhindert. Besonders das Passen wirkt wenig durchdacht. Der Balltransfer dauert einfach zu lange. Bis der Ball unter dem Korb ist, hat der Gegner schon längst seine Abwehrformation eingenommen. Und die computergesteuerte Abwehr ist stark. Um einen Treffer zu landen, ist schon eine möglichst freie Schussbahn nötig. Die ist aber schwer zu bekommen, unter anderem weil es keine Powertaste gibt, mit der die Gegner einfach abgehängt werden könnten. Ein bisschen unfair ist das schon: Selber zu verteidigen, ist sehr kompliziert und oft enden harmlose Abwehrversuche in unfreiwilligen Fouls. Der Computer aber scheint diese Probleme nicht zu haben und verteidigt stets fair, wenn auch nicht immer erfolgreich. Grafisch stechen vor allem die Umgebungen ins Auge. Gerade der Hallenboden ist sehr detailliert programmiert, das Parkett und die Spiegelungen darauf sehen fast echt aus. Bei den Spielern selber gibt es aber Abstriche: Sie bewegen sich sehr hölzern und wirken etwas klobig.
