EA Sports FC 26 im Test - Wie viel echter Fußball steckt noch drin?

Test Tobias Meyer
EA Sports FC 26 im Test - Wie viel echter Fußball steckt noch drin?
Quelle: EA

In neun von zehn Fällen wird der FC Bayern Meister und genauso oft fallen die Änderungen bei einem neuen EA FC eher marginal aus - stellt dieses Jahr eine Ausnahme dar? Das verraten wir euch in unserem Test zu EA Sports FC 26!

Oh, König Fußball, dein Wille geschehe. Seit Generationen regierst du über Herzen und Köpfe, lässt Nationen erzittern und Freundschaften im Jubel oder Streit zerbrechen. Wer dir folgt, glaubt an mehr als nur Tore und Tabellen. Er glaubt an Leidenschaft, Hingabe und die Hoffnung, dass die eigene Mannschaft eines Tages vielleicht sogar den Henkelpott gewinnt.

Und genauso wie die neue Champions-League-Saison, startet diesen September natürlich auch wieder EA Sports FC in die nächste Runde. Wir sind in die virtuelle Kathedrale des Fußballs eingetreten und haben für euch ganz genau geschaut, wie viel echte Fußball-Leidenschaft noch drinsteckt oder ob man sich auch hier mittlerweile der Korruption verschworen hat.

Viel Show, wenig Substanz

Im Enthüllungstrailer prahlte EA mit Community-Feedback, untermalt von schnellen Gameplay-Szenen, fetziger Musik und haufenweise Animationen. Versprochen wurden geschmeidigeres Dribbling, klügere Torhüter, belohnendes Timing und ein dynamischeres Spieltempo.

Das klingt auf den ersten Blick nach Fortschritt und tollen Visionen, aber wer mindestens zwei, drei EA-Fußballspiele hintereinander gespielt hat, weiß, dass das nicht unbedingt der Realität entspricht.

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So viel sei an der Stelle schon gesagt: FC-25-Spieler werden sich nicht allzu sehr umgewöhnen müssen. EA Sports FC 26 (jetzt kaufen 49,99 € ) fühlt sich sehr nach dem Vorgänger an. Es sind eher Kleinigkeiten, an denen gefeilt wurde. Die Spieler reagieren schneller, Bälle verspringen weniger und Torhüter sind etwas intelligenter - das sind alles Dinge, die auch ein klassisches Update hätte verändern können.

Den wirklich "großen" Unterschied merkt man erst in der Zweiteilung des Gameplays. Damit hat man zwar bereits im vergangenen Jahr angefangen, jetzt rollt EA die zwei Modi aber komplett aus.

Authentic vs. Competitive

EA hat das Gameplay in diesem Jahr in zwei verschiedene Bereiche unterteilt: Competitive und Authentic.

Onlinespieler werden weiterhin mit Patches versorgt und spielen daher im Competitive-Gameplay. Das Spiel ist schneller und arcadiger - so, wie man es primär aus Ultimate Team kennt. Außerdem greifen hier weniger Automatismen bei Schüssen und Pässen. Andererseits hatten wir im Spiel aber das Gefühl, dass einige Werte recht unausgeglichen sind. Ultimate-Team-Spieler der letzten Jahre wissen genau, was gemeint ist.

Direkt zu Beginn werden wir nach unserem Spielstil gefragt: Authentisch oder Competitive? Quelle: PC Games Direkt zu Beginn werden wir nach unserem Spielstil gefragt: Authentisch oder Competitive? Daher werden regelmäßige Patches das Spiel weiterhin über die Saison hinweg verändern oder zumindest beeinflussen. Obendrauf bekommen Onlinespieler eine eigene Kamera, mit der man das komplette Feld clever überblicken kann. In unserem Test hat uns die von Haus aus am besten gefallen! Leider scheint die bisher aber nur auf den Online-Modus beschränkt zu sein.

Demgegenüber steht nun das Authentic-Gameplay, das eigentlich schon in EA Sports FC 25 Einzug fand. Das Spiel ist deutlich behäbiger, bietet aber auch mehr taktische Möglichkeiten. Dadurch ist EA FC 26 zwar keine echte Simulation, aber es fühlt sich immerhin mehr nach Sonntagskick als nach Spielhalle an.

Neben Wetter und Wind bieten die Einstellungen des Authentic-Modus viele Einstellungsmöglichkeiten. Quelle: PC Games Neben Wetter und Wind bieten die Einstellungen des Authentic-Modus viele Einstellungsmöglichkeiten. In den Einstellungen kann die Simulation noch weiter angepasst werden - darunter Einflüsse von Wind und Wetter. Regen und Schnee wecken direkt alte Erinnerungen an die eigene Fußballkarriere, wenn man mal wieder die falschen Schuhe eingepackt hat. Der Wind hingegen war bisher eher nervig. Eine kleine Anzeige erklärt zwar aus welcher Richtung der Wind kommt und wie stark er ist, in Kombination mit den fehlenden Schuss-Skills unserer Spieler, sieht das aber zu schnell nach Kreisklasse aus.

In der Theorie ist die Zweiteilung eine clevere Lösung, um die ständigen Balance-Patches nicht auf beide Zielgruppen gleichzeitig wirken zu lassen. In der Praxis werden damit aber die Spieler umgangen, die zwischen online und offline hin- und herwechseln.

Es fällt leichter, vom Authentic- zum Competitive-Gameplay zu wechseln - wenn man sich zumindest kurz einspielt. Wechselt man aber vom Online- zum Offline-Gameplay fühlt sich das Spiel sehr träge an und Schüsse, die online in die Maschen einschlagen, gehen hier gerne mal ein paar Meter neben das Tor.

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  3. Seite 3 EA Sports FC 26 im Test - Seite 3: Manager-Modus und FUT
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