Driv3r

Test

In manchen Missionen dürfen Sie flüchtende Fahrzeuge unter Feuer nehmen. In manchen Missionen dürfen Sie flüchtende Fahrzeuge unter Feuer nehmen. Viel drin
Ebenfalls ein Markenzeichen der Serie sind die schicken Replays. Wie gewohnt dürfen Sie Ihre Crashs und spektakulärsten Fahrten anschließend noch einmal betrachten, neu schneiden und sogar auf der Memory Card speichern. Dummerweise speichert das Spiel immer nur einen begrenzten Zeitraum und beginnt stets am Anfang Ihrer Fahrt. Wenn Sie also 15 Minuten durch die Gegend gerast sind, dürfen Sie anschließend meist nur die ersten fünf Minuten der wilden Fahrt begutachten. Das nimmt der prinzipiell sinnvollen Technik einiges an Reiz. Davon abgesehen ist die Benutzerführung in diesem Modus nicht sonderlich übersichtlich. Wesentlich besser zu bedienen ist die ThrillCam. Während der Fahrt starten Sie mit Druck auf zwei Schulterbuttons eine Außenperspektive und dürfen das Geschehen wahlweise mit einem schicken Verwischeffekt spektakulär in Zeitlupe verfolgen. Leider ist die Tastenbelegung dabei ebenfalls recht umständlich und darf zu allem Überfluss auch nicht verändert werden. Überhaupt wirkt die Tastenbelegung nicht immer durchdacht und es bleibt ein Rätsel, wieso man es dem Spieler nicht selbst überlässt, mit
welchem Knopf er gerne die Handbremse oder die Hupe betätigen möchte. Ebenso ärgerlich und unverständlich sind die Kameraperspektiven. Derer gibt es nämlich nur zwei - und beide sind verbesserungswürdig. Die Ego-Sicht bietet zwar einen guten Überblick über die Lage, spätestens auf dem Motorrad bedarf es hier aber eines stabilen Magens. Die Außenperspektive ist eine Spur zu flach und bleibt zudem von Höhenunterschieden vollkommen unbeeindruckt. Wenn Sie beispielsweise einen Berg hinauffahren, sehen Sie zwar mehr von Ihrem Fahrzeug, beim Blick nach hinten dafür aber auch nichts mehr von der Straße. Bergab können Sie zum Ausgleich nur raten, was vor Ihnen passiert. Falls Sie einen dicken LKW mit Anhänger fahren, zeigt der Blick nach hinten in der Ego-Sicht nur den Unterboden des
Aufliegers. Bei dem Thema Kamera bleibt auch die Steuerung zu Fuß auf der Strecke. Diese ist zwar spätestens seit GTA nicht mehr aus einem Spiel dieser Art wegzudenken, aber bei allen Genre-Vertretern alles andere als perfekt, was nicht zuletzt an der nicht immer optimalen Kameraführung liegt. Driv3r schafft es hier allerdings, eine Spitzenposition im negativen Sinne einzunehmen. Die Abschnitte zu Fuß sind tatsächlich schlechter als bei dem enttäuschenden The Getaway. Dermaßen uninspirierte und schlecht spielbare Ballereinlagen haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Sie dürfen zwar zwischen Ego- und Außenperspektive wählen, wirklich gut steuerbar ist Tanner aber in keiner von beiden. Sie ballern sich
durch zahlenmäßig überlegene Hohlköpfe und bekommen Animationen geboten, die stellenweise die Bezeichnung gruselig verdienen. Ihre Gegner stehen einfach nur da und hoffen, möglichst früh das Zeitliche zu segnen. Verdenken kann man es ihnen angesichts der detailarmen und öden Umgebungen nicht. Glücklicherweise machen diese Ballerabschnitte nur einen kleinen Teil des Spiels aus und zahlreiche Heilpakete machen diese auch nicht allzu schwer. Es bleibt die Frage, wieso man nicht ganz auf diese Abschnitte verzichtet hat, denn spielerisch sind sie eindeutig der Tiefpunkt des Titels. Das dort vorhandene automatische Zielsystem können Sie übrigens ebenfalls getrost abschalten, denn wenn dieses System eines besonders gut schafft, dann ist es das Vermeiden von Treffern.

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