Donkey Kong Jet Race

Test Christoph Kraus

Donkey Kong Jet Race Man könnte vermuten, dass Wii Fitness das ausdauerintensivste Spiel ist, das wir in dieser N-ZONE testen. Zumindest für den Unterkörper mag das zutreffen, aber ansonsten? Weit gefehlt! Donkey Kong Jet Race - in Japan im Sommer dieses Jahres erschienen - ringt euch an den Händen noch mehr Schweiß ab, wenn ihr mit Wii-Fernbedienung und Nunchuk den Riesenaffen Donkey Kong und seine Clique durch die Prärie schüttelt. Sei's drum, wir stimmen mit zugekniffenen Lippen ins Trommelfeuer ein und zünden den Bongo-Nitro!

TROMMEL-TERROR
Um Donkey, Dixie, Diddy und Konsorten einen gewaltigen Schub zu geben, wenn sie auf Trommeln durch die Levels flitzen, schlagt ihr die beiden Controller-Hälften abwechselnd und im richtigen Takt auf und ab. So gewinnt ihr aber nicht nur an Fahrt, sondern bewegt auch euren "Fahrer" nach links oder rechts: Wer also beispielsweise nach links driften möchte, der lässt seine rechte Hand kurzzeitig in der Ruhelage. Einen Sprung legt ihr hin, indem ihr eure Controller rasch nach oben reißt. Das ist ganz gut gelöst, wird aber durch so manche Steuerungs-Fehlinterpretation überschattet.

So kam es im Test häufiger vor, dass unsere Eingabe nicht korrekt erkannt wurde. Bevor wir das merkten, knallte der Affe schon an die Bande. Das ist ärgerlich, kostet euch unnötig Zeit und möglicherweise sogar die Spitzenposition. Was aber viel schwerwiegender ist: Donkey Kong Jet Race macht verdammt müde. Sich einen Muskelkater beim Spielen zuzuziehen mag bei einem Sportspiel à la Wii Sports, Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen oder Wii Fitness noch durchgehen, aber im Falle der Bongo-Trommelei ist die Steuerung nach einiger Zeit einfach nur nervig. An Umdrehmanöver oder halsbrecherische Stunts ist ebenfalls nicht zu denken - so fehlt's nach gewisser Spielzeit schlichtweg an Spielsubstanz.

TIERISCHES HELFERSYNDROM
Donkey Kong Jet Race Schöne Spielmomente gibt's aber auch: So spielen sich die Abschnitte mit den tierischen Helfern Rami dem Nashorn und Enguarde dem Schwertfisch überraschend anders - denn hier müsst ihr ausnahmsweise mal nicht im Sekundentakt an den Controllern rütteln, was für eine angenehm stressfreie Spielzeit sorgt. Schade, dass es nicht mehr davon gibt. Beim Design der Levels haben sich die Entwickler dagegen nicht besonders viel Mühe gegeben. Die Strecken spielen sich mehr oder weniger gleich, sind auch thematisch nicht besonders abwechslungsreich gestaltet und auch die Streckenführung ist lahm. Hinzu kommt der hohe Grad an Linearität: Ihr könnt euch kaum frei auf den Pisten bewegen, sondern eure Rennrichtung ist zumeist strikt vorgegeben.

Donkey Kong Jet Race wirkt, als hätten die Macher von der Paon Corporation selbst nicht so recht an einen Erfolg ohne Bongo-Unterstützung (wie ursprünglich auf dem GameCube geplant) geglaubt. Falls euch der Name der Entwickler übrigens nichts sagt: Das Team ist seit einiger Zeit mit dem Donkey Kong-Franchise vertraut und entwickelte zuletzt beispielsweise DK: King of Swing, DK: Jungle Climber und eben jetzt Jet Race. Das Grundgerüst des Wii-Flitzers ist zwar vorhanden, aber es mangelt an Knochenmark - einer ausgeklügelten Spielsubstanz!

Bildergalerie: Donkey Kong Jet Race
Bild 1-3
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Wertung zu Donkey Kong Jet Race (Wii)

Wertung:

70 /10
Pro & Contra
Frisches Spielkonzept
Spielen ist sehr anstrengendLiebloses StreckendesignWii-unwürdige Grafik
Fazit

Witziges Konzept, schwach umgesetzt: Donkey Kong Jet Race wird dem Star-Affen nicht gerecht.

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