Disgaea: Hour of Darkness

Test

Eine Geofeld-Combo heizt den Fieslingen ordentlich ein. Eine Geofeld-Combo heizt den Fieslingen ordentlich ein. An alle Taktik-Rollenspieler: Auf die Plätze, fertig, aufleveln! Nach einem fast endlos scheinenden Schlaf erwacht der kleine Dämon und Sohn des Herrschers über Netherworld Laharl in seinem Kinderzimmer und muss feststellen, dass sein Daddy verstorben ist. Da Trauern in solchen Momenten nicht gerade in das Konzept eines größenwahnsinnigen Pubertierenden passt, macht er sich sofort daran, der neue Overlord des Reiches zu werden. So weit zur eher mauen Story von Disgaea: Hour of Darkness; das Hauptaugenmerk liegt eher auf dem komplexen Kampfsystem des Strategie-Rollenspiel-Mammutwerkes.

Kämpfe mit Köpfchen
Wer Final Fantasy Tactics kennt, wird Disgaea lieben: Aus der Schräg-von-oben-Perspektive ziehen Sie Ihre Helden in kleinen Kampfarealen von Feld zu Feld und lassen die üblichen Aktionen wie Angriff, Special Moves oder Zauber vom Stapel. Faktoren wie erhöhte Positionen oder Attacken von der Seite steigern den Schadenswert und die Wahrscheinlichkeit zu treffen. Grenzen ein bis drei Verbündete an das Feld des Angreifers an, kommt es zu Kombiangriffen, welche verheerende Schäden anrichten. Eine taktische Besonderheit sind die so genannten Geofelder und Geosteine: Je nachdem welche Farbe die Geofelder haben, verleihen diese den Charakteren, die auf ihnen stehen, Boni wie Schadensverbesserung oder erhöhte Verteidigungswerte. Zerstört man nun die zugehörigen Geosteine, werden die Felder zu Todbringern und explodieren in einer gewaltigen Kettenreaktion. So kann man schwierige Auseinandersetzungen schnell für sich entscheiden und nebenher einen Bonusbalken füllen, der nach Kampfende für Extragegenstände oder mehr Geld sorgt.

Basis des Bösen
Der Spielablauf ist sehr linear gehalten. Ausgangspunkt des Geschehens ist das Schloss, in dem der kleine Dämon Laharl aufgewachsen ist. Mittels eines Dimensionstors reisen Sie nach und nach zu 14 verschiedenen Schauplätzen, die in mehrere Vorkämpfe und den finalen Bosskampf unterteilt sind. Da die Endgegner harte Kaliber sind, empfiehlt es sich, die Schlachten öfters zu bestreiten, um die Charaktere aufzuleveln. Doch nicht nur die Helden selbst, auch alle verfügbaren Gegenstände können aufgemotzt werden. Jedes Ausrüstungsstück hat eine eigene Welt mit mehreren Ebenen in sich, in welche Sie sich hineinteleportieren lassen können. In jedem Gegenstandslevel gilt es, einen bestimmten Wächter zu eliminieren und den Ausgang zu der jeweils nächsten Ebene zu finden. So arbeitet man sich weiter in diese Welt vor, was zwar immer schwieriger wird, dafür den Gegenstand aber umso mächtiger macht. So kann man Stunden damit verbringen, sich in seinen Waffen oder Rüstungen herumzutreiben. In der Basis können weiterhin Shops besucht, Lebenspunkte im Hospital regeneriert oder im Tausch für Mana neue Charaktere erschaffen werden. Grafisch wird Genreübliches geboten; die Animationen der Zauber sind in Ordnung, der Rest ist eher durchschnittlich. Die Sounduntermalung ist zwar gut, beginnt aber auf Dauer etwas zu nerven.

Bildergalerie

Wertung zu Disgaea: Hour of Darkness (PS2)

Wertung:

88 /10

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