Retro-Special: Dino Crisis 2

Special Florian Stangl

Ihr glaubt immer noch, das hier wäre Resident Evil mit Dinos? Ein Vorurteil, über das ihr vielleicht hinwegkommen solltet!

Der Flammenwerfer ist besonders zu Spielbeginn effektiv. Der Flammenwerfer ist besonders zu Spielbeginn effektiv. Resident Evil mit Dinosauriern ist durchaus eine adäquate Umschreibung für das erste Dino Crisis. Statt T-Virus sorgt zwar die sogenannte "3. Energie" für Unheil und statt Zombies begegnet man wie gesagt prähistorischen Viechern, aber ansonsten gleicht das Action-Adventure der offensichtlichen Vorlage fast aufs Haar. Von vorgerenderten Hintergründen über einige recycelte Soundsamples bis hin zum Steuerschema ist das alles irgendwie bekannt. Doch der zweite Teil macht einiges anders.

Kurzweilige Shooter-Passagen verbinden verschiedene Umgebungen miteinander. Hier nehmen wir an Bord eines Schiffes Saurier aufs Korn. Kurzweilige Shooter-Passagen verbinden verschiedene Umgebungen miteinander. Hier nehmen wir an Bord eines Schiffes Saurier aufs Korn. Die erste Neuerung gibt es gleich nach dem coolen Render- Intro: Regina, die Hauptfi gur aus dem ersten Teil, ist in Begleitung eines Söldners namens Dylan. Beide steuert ihr abwechselnd durchs Dickicht des Dschungels oder alte Fabrikanlagen. Allerdings darf der aktive Charakter nicht selbst gewählt werden. Stattdessen wechselt das Spiel automatisch in unregelmäßigen Abständen zwischen den beiden Dinojägern mit unterschiedlichem Equipment. Während Dylan mit einem Messer hochgewachsene Ranken zerhackstückelt, knackt die rothaarige Regina elektronische Türschlösser. Obwohl ihr mit beiden Figuren die gleichen Areale durchforstet, müsst ihr so immer wieder unterschiedliche Pfade erkunden.

Der T-Rex ist nicht einmal die größte Gefahr in Dino Crisis 2. Der Giganotosaurus ist noch ein Stück fieser. Der T-Rex ist nicht einmal die größte Gefahr in Dino Crisis 2. Der Giganotosaurus ist noch ein Stück fieser. Noch mehr Abwechslung gibt es in Form kurzweiliger Minigames. Da müsst ihr euch mit fest installierten Bordkanonen Dinos vom Leib halten, beschützt ein junges Mädchen oder sorgt hinterm Steuer eines Panzers für Chancengleichheit im Kampf gegen den T-Rex. Ein ziemlich unangenehmer Zeitgenosse, der während des Spiels immer wieder zu den unpassendsten Momenten auftaucht und für einen erhöhten Puls sorgt. Die Atmosphäre ist durch solche und andere Passagen, wenn ihr etwa unter Wasser gegen einen Plesiosaurus antretet, sehr viel dichter als noch im ersten Teil. Das sorgt für Kurzweil: Selbst ungeübte Spieler werden kaum länger als fünf (sehr abwechslungsreiche) Stunden in Capcoms "Jurassic Park" verbringen.

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