Diablo 3 im Test für PS3: Der Höllenfürst erobert endlich auch die Konsolen-Königreiche! Für unseren ausführlichen Test haben wir es mit ganzen Armeen widerlicher Monster aufgenommen. Wie gut die PS3-Version des Hack and Slays geworden ist, lest ihr in unserem Test zu Diablo 3.
Keine gute Spielbalance
Und damit wären wir bei der Eingangsfrage: Haben die Entwickler auch ohne Auktionshaus eine gute Spielbalance hinbekommen? Zur Erklärung: Das Auktionshaus ist in der PC-Fassung eine exzellente Möglichkeit, für wenig Geld die Ausrüstung eures Helden zu optimieren.
Schließlich gilt es 13 Item-Plätze zu füllen. Blizzard kompensiert das Fehlen der Gegenstandsbörse in den Konsolenfassungen, indem man Spieler mit deutlich mehr passender und sehr hochwertiger Ausrüstung versorgt. Auch die ultramächtigen legendären Gegenstände fallen deutlich öfter als im PC-Spiel und wurden obendrein noch von Blizzard qualitativ stark aufgewertet. Das sorgt dafür, dass man fast schon gezwungen ist, selbst während der ersten Kampagne den Schwierigkeitsgrad hoch zu setzen, um überhaupt richtig gefordert zu werden. Es klingt fast absurd, aber umso länger man zockt, desto einfacher wird das Spiel.
Auch die angesprochenen Handwerker tragen dazu ein wenig bei: Zum einen sind die vom Schmied hergestellten Gegenstände gerade im ersten Durchlauf äußerst mächtig, zum anderen ist es auf Konsole einfacher, den Handwerker aufzuleveln. Obendrein ist es auch ein günstiger, von ihm Ausrüstungsgegenstände erstellen zu lassen. Das Gleiche gilt für den Juwelenschleifer, bei dem man gefundene Edelsteine aufwertet. Diese Juwelen können (sofern ein Sockel im jeweiligen Gegenstand vorhanden ist), dann in Items eingesetzt werden, um diese noch weiter zu verbessern.
Der Höllenfürst wird angezählt!
Das etwas traurige Finale unserer Testsession sah dann so aus: Nach knapp 60 Stunden Spielzeit (Level 60, Paragon-Stufe 5) gelang es Mit-Tester René Gorny auf Meisterlevel 5 im Modus "Inferno", den Oberboss zu erlegen. Etwas Vergleichbares ist in der PC-Fassung schlichtweg undenkbar (ohne viel Realgeld im Auktionshaus zu lassen), egal ob man nun im Solomodus spielt oder Mitstreiter dabeihat. Die ultimative Spaßbremse, denn danach gibt es wenig Gründe, überhaupt weiterzuspielen. Bezeichnenderweise hatte der Über-Diablo dann nicht mal gute Beute dabei, geschweige denn einen legendären Gegenstand.
Fairerweise muss man aber sagen, dass der geübte René mehrere Hundert Stunden mit der PC-Fassung des Spiels verbracht hat und dementsprechend genau weiß, worauf es ankommt. In gewisser Weise ist das natürlich Jammern auf hohem Niveau, denn Diablo 3-Neulinge werden mit dem Titel sehr lange ihren Spaß haben und einige der genannten Kritikpunkte nicht einmal als solche wahrnehmen. Natürlich wird Blizzard – wie schon bei der PC-Fassung, die zum Start auch nicht optimal ausbalanciert war – daran noch schrauben. Mit etwas Glück hat die ebenfalls angekündigte PS4-Fassung, für die es aber noch keinen Termin gibt, diese teilweise nervigen Kinderkrankheiten dann nicht mehr.
