Diablo 3 im Test für PS3: Der Höllenfürst erobert endlich auch die Konsolen-Königreiche! Für unseren ausführlichen Test haben wir es mit ganzen Armeen widerlicher Monster aufgenommen. Wie gut die PS3-Version des Hack and Slays geworden ist, lest ihr in unserem Test zu Diablo 3.
Vier gewinnt
Im Multiplayer-Modus macht Diablo 3 richtig Laune, egal ob man zu zweit, zu dritt oder zu viert zockt. Wenngleich es mit der maximalen Spieleranzahl bei hohem Feindaufkommen schon mal etwas unübersichtlich werden kann. Cool: Man kann den eigenen Spielcharakter auf einen Speicherstick kopieren und ihn zu Multiplayer-Partys mitnehmen. Um den Mehrspielermodus richtig zu genießen, müsst ihr aber nicht zwingend ein paar Kumpels nach Hause einladen oder euer Heim verlassen, denn Diablo 3 verfügt auch über einen Netzwerkmodus. Hier könnt ihr euch entweder mit Freunden online verabreden oder einem schnellen Match mit Fremden beitreten. Wie gut dies funktioniert ließ sich mit der uns vorliegenden Fassung aber nicht testen.
Wartezeiten? Unumgänglich!
Dafür haben wir umso ausgiebiger den lokalen Multiplayer gezockt. Dabei sind uns auch ein paar Kritikpunkte ins Auge gestochen. Spieler, die sich zu weit von ihren Kameraden entfernen, werden einfach zur Gruppe teleportiert, teilweise mit sehr ungünstigen Folgen: Man landet mitten in einer Monstergruppe und segnet das Zeitliche. Dies passiert erstaunlich oft, auch wenn die Kamera in Mehrspieler-Matches merklich herauszoomt und das Geschehen aus größerer Entfernung zeigt. Auch eine Handelsoption mit anderen Spielern haben wir im lokalen Modus schmerzlich vermisst. Will man Gegenstände weitergeben, so muss man diese umständlich fallen lassen, damit der andere sie aufnehmen kann. Laut Blizzard soll es zumindest im Online-Modus eine Handelsoption geben. Unschön, aber unumgänglich: Während sich ein Spieler in einem Menü befindet, müssen die anderen warten, bis er fertig ist.
Es gibt viel zu tun: Schlagen wir zu!
Quelle: PC Games
Mächtig: Durch die Fähigkeit Archon bekommt die Zauberin ganz neue Attacken und teilt besonders viel Schaden aus.
Kommen wir zum wichtigsten Spielelement in Diablo 3: den Kämpfen! In allen vier Akten wird geballert, gehackt, gefeuert und geschlagen, was das Zeug hält. Die Story ist zwar ganz gut und mit vielen hochwertigen Zwischensequenzen präsentiert, tritt aber schnell in den Hintergrund – ebenso wie die Quests. Kurzfassung: Man kommt als Held ins Städtchen Tristram, um nach einem gefallenen Stern zu suchen. Dieser entpuppt sich als Engel, mit dem man dann in den Kampf gegen das ultimative Böse in Form des Höllenfürsten Diablo zieht. Bevor der aber im Dreck liegt, säubert man optisch sehr ansprechende Levels von allerlei Fantasy-Getier und Dämonen.
Das Salz in der Suppe sind anspruchsvolle Bosskämpfe und Auseinandersetzungen mit allerlei besonderen Gegner (die über besondere magischen Fertigkeiten verfügen), die dann oft auch außergewöhnlich gute Gegenstände als Beute dabeihaben. Hat man das Spiel im Standardmodus einmal durch, warten in drei weiteren Stufen (Albtraum, Hölle und Inferno) noch härtere Herausforderungen. Wer den Charakterhöchstlevel 60 (und damit auch alle Skills und Runen) freischalten will, der braucht dafür etwa drei komplette Durchgänge. Nach Erreichen von Stufe 60 ist das Leveln keineswegs vorbei: 100 Paragon-Stufen wollen erklommen werden. Jede ist mit einer erhöhten Chance auf hochwertige Beute verbunden. Für die Konsolenfassung haben sich die Entwickler übrigens etwas Besonderes ausgedacht: Bevor man sich ins Abenteuer stürzt, wählt man noch den Schwierigkeitsgrad aus.
Auf "Einfach" ist das Spiel sehr leicht, "Normal" und "Schwer" sind da schon knackig. Wer eine echte Herausforderung sucht, entscheidet sich für einen von fünf Meisterlevels, die mehr Geld einbringen und mit einer deutlich erhöhten Chance auf hochwertige Beute aufwarten. Wer nicht mit Freunden ins Feld zieht, darf sich zudem noch einen von drei mächtigen Begleitern aussuchen (Templer, Schurke, Verzauberin), die mitleveln und ebenfalls Ausrüstung benötigen.
