Der Herr der Ringe - Top 10: Die zehn besten Videospiel-Trips nach Mittelerde (Seite 2)

Special Maci Naeem Cheema
Der Herr der Ringe - Top 10: Die zehn besten Videospiel-Trips nach Mittelerde (Seite 2)
Quelle: Monolith Productions I Warner Bros. Interactive

Auf Seite 2 unseres großen LotR-Specials erfahrt ihr, welche Spiele bei uns in der Redaktion als die besten Der-Herr-der-Ringe-Spiele aller Zeiten gelten. Weiter geht's mit unserem Platz 8, Schatten des Krieges. Das auf dem Papier bombastischste und grafisch eindrucksvollste LotR-Spiel ist natürlich mit von der Partie. Was daran so gut gefällt und warum es nicht höher in der Liste gelandet ist?

So bietet etwa die in viele Brauntöne gehüllte und monotone Spielwelt Mordor ein gutes Stück mehr Abwechslung. Statt nur zwei Gebiete zu durchforsten, dürfen wir diesmal ganze fünf Regionen in Angriff nehmen. Darunter finden sich verschneite Berggipfel, die Menschenstadt Minas Ithil, magisch-tropische Wälder und sogar der Schicksalsberg. Ebenso können Orks endlich auch mehr sein als nur "Metzelware", unter anderem etwa unser humorvoller Kumpane. Monolith gelingt es gut, einen interessanten Mittelweg zu finden zwischen dem blutrünstigen und verzweifelten Kampf gegen die endlosen Schergen Saurons und dem strategischen Aufbau einer eigenen Ork und Uruk-Armee. Im Erstling sammelte man noch Erfahrungen und baute an der Blaupause für das Open-World-Konzept, diesmal konnte man die epischen und riesigen Schlachten und das weitreichende Abenteuer erzählen, das zu Beginn bei Monolith angedacht war.

Störend ist hingegen, dass man sich, anders als die restlichen Top-10-Spiele unserer Liste, oftmals stark von den Tolkien-Büchern entfernt und lieber sein eigenes Ding macht. Ebenso die offensichtlichen DLC-Lücken und der damals freche In-Game-Shop sind ein Negativaspekt, den wir nicht auslassen können. Alles in allem ist Schatten des Krieges dennoch ein tolles Spiel, nur eben nicht so genial wie unsere nächsten Spiele.

Top 10: Die eindrucksvollsten Massenschlachten in Kinofilmen


Platz 7: Die zwei Türme

Entwickler: Stormfront Studios I Publisher: Electronic Arts
Plattformen: PS2, GameCube, Xbox, Game Boy Advance, Mobile
Release: 10. Oktober 2002

<strong>Platz 7:</strong> Die zwei Türme Quelle: EA Platz 7: Die zwei Türme Lizenzproduktionen zu Kinofilmen, hach, wer liebt sie nicht. Kaum eine Bezeichnung sammelt so viel halbgare 0815-Ware unter einem Hut. Aber es gibt auch Positivbeispiele! So etwa das offizielle Videospiel zu Der Herr der Ringe: Die zwei Türme. Im Zentrum steht natürlich die Originalhandlung, besser gesagt die vielen Duelle und Schlachten des zweiten Peter-Jackson-Epos. Aufgrund der damaligen Einstellung des für 2000 geplanten Spiels zu Die Gefährten gibt es aber auch einige Sequenzen und Abschnitte aus den anderen Filmen der Trilogie.

Wir schlüpfen beim Hack-and-Slash-Action-Titel entweder in die Rolle von Aragorn, Legolas oder Gimli und dürfen Horden von hässlichen Feinden mit befriedigenden Kombos ausradieren. Dabei beeindruckt besonders die Liebe zum Detail. Das Team von Stromfront hatte gleich mehrfach die Gelegenheit, zu den Sets nach Neuseeland zu reißen - beneidenswert. Ebenso wurde das Team mit etlichen Sounds, visuellen Effekte und Modellen der Film-Crew ausgestattet. Das Spiel sollte so nah wie möglich am Kinofilm sein - selbst Viggo Mortensen und sein Schwertmeister Bob Anderson gaben sich die Ehre für zusätzliche Aufnahmen und Kampf-Performances.

Klar, heute sieht man das nicht mehr so deutlich, aber 2002 machte Die zwei Türme eine hervorragende Figur. Ob die Ebenen von Rohan, der Fangorn-Wald, die Wetterspitze oder Helms Klamm, auf virtuelle Orkjagd gehen war selten so dermaßen spaßig. Und da wir ohnehin alle Anfang der 2000er-Jahre im absoluten Mittelerde-Hype waren, war das die perfekte Zeit für virtuelle Orkjagd.


Platz 6: Das Dritte Zeitalter

Entwickler: EA Redwood I Publisher: Electronic Arts
Plattformen: PS2, GameCube, Xbox
Release: 05. November 2004

<strong>Platz 6:</strong> Das Dritte Zeitalter Quelle: EA Redwood I Electronic Arts Platz 6: Das Dritte Zeitalter Der Herr der Ringe: Das Dritte Zeitalter ist ein Vollblut-RPG im Stile von Final Fantasy, besonders Final Fantasy 10 (die Switch-Umsetzung im Test) war eine deutliche Inspiration - eine sehr deutliche Inspiration, wie man auf den ersten Blick bereits erkennen kann. Aber wen juckt's, wen dabei ein so exzellentes Spiel bei rumkommt! Das von Electronic Arts entwickelte Abenteuer entfernte sich 2004 von den großen Filmfiguren und erzählte stattdessen eine eigene Handlung. Die dreht sich um den Gondorianer und Hauptmann Berethor, der in Zeiten des Ringkrieges auf der verzweifelten Suche nach seinem alten Kumpanen Boromir ist. Wie jeder weiß: Der war zur gleichen Zeit parallel ein Gefährte und Begleiter vom Ringträger Frodo.

Wir besuchen also im Verlauf des Rollenspiels unzählige legendäre Orte aus der Filmtrilogie, während wir den Fährten der Gefährten folgen, hehe. In Bruchtal werden die Klingen mit den Nazgûl gekreuzt, nur um später Seite an Seite heroisch mit Gandalf gegen das sprießende Böse zu kämpfen. Auf Anspielungen und Gastauftritte möchte man natürlich nicht verzichten, doch der klare Kern ist unser sechsköpfiges Team, das neben Berethor viele unterschiedliche und spannende Figuren bereithält. Die unterstützen uns genretypisch im Kampf mit diversen Zaubern, Waffen und Fähigkeiten. Darüber hinaus war es sogar im sogenannten "Schattenmodus" möglich, das komplette Spiel, also jedes Level, auf der bösen Seite ein weiteres Mal zu erleben. Klingt ziemlich gut, oder nicht?


Platz 5: Der Herr der Ringe Online

Entwickler: Turbine Entertainment I Publisher: Codemasters
Plattformen: PC
Release: 20. April 2007

<strong>Platz 5:</strong> Der Herr der Ringe Online Quelle: Turbine Platz 5: Der Herr der Ringe Online Der Herr der Ringe trifft Online-MMO, müssen wir mehr sagen? Nö, machen wir aber dennoch. Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, bevor Codemasters sich auf virtuellen Rennsport fokussierte. Bevor die Spielewelt von Phänomenen wie Minecraft oder Fortnite dominiert wurde - als World of Warcraft noch das heißeste Schmiedeeisen auf dem Markt war! 2007 veröffentlichten Publisher Codemasters und Entwickler Turbine, das Team hinter dem enttäuschenden Dungeons & Dragons Online, das allererste große Online-Abenteuer in Mittelerde.

Zunächst als kostenpflichtiger Titel konzipiert, änderte man 2010 die Marschrute auf ein Free-to-Play-Konzept, was dem wackeligen Start und der starken Konkurrenz geschuldet war. Wir haben die Wahl zwischen Menschen, Zwergen, Elben, Hobbits, Hochelben, sogenannten Stark-Äxten und Beorningern - die letzten drei der aufgezählten Rassen befinden sich hinter einer Paywall. Das ist zwar durchaus ein bunter und guter Mix, die böse Seite blieb aber enttäuschenderweise außen vor. Nach der Wahl unserer Herkunft gibt es noch genretypisch diverse Klassen, die über unsere Fertigkeiten und Rolle innerhalb von diversen Gruppenaktivitäten entscheidet.

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