Crisis Core FF7 Reunion: Interview mit den Entwicklern - Seite 2
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Wir konnten im Interview mit den Machern von Crisis Core: Final Fantasy 7 Reunion sprechen. Mit dabei: Final-Fantasy-Ikone Tetsuya Nomura!
PC Games: Crisis Core war eines der frühesten Final-Fantasy-Spiele, die auf ein Echtzeit-Kampfsystem gesetzt haben. Danach ging sogar die Hauptreihe in diese Richtung. Was habt ihr von den Spielen gelernt, die nach Crisis Core gekommen sind, und inwiefern hat dieses Wissen euch geholfen, die Kämpfe in Crisis Core Reunion besser zu machen?
Kitase: Ich glaube, Crisis Core war nicht das erste Final Fantasy mit Echtzeit-Kampfsystem, aber das damalige Team hatte mit Actionspielen definitiv wenig Erfahrung. Das Kampfsystem basierte weiterhin auf dem ATB-System aus Final Fantasy 7, 8 und Co., an denen das Team vorher gewerkelt hatte. Es fehlte das Know-how für Action. Schau dir im Vergleich Kingdom Hearts an, das schon als Action-basierte Serie gestartet ist, dieses Team konnte sich also von Anfang an an diese Art von Spiel gewöhnen. Das Crisis-Core-Team wollte seine Ansprüche also geringhalten. Ich hatte damals das Verlangen, mehr Spiele mit Action-Fokus zu entwickeln, aber durch den fehlenden Background durften wir es nicht übertreiben.
Bald danach wurden immer mehr Action-Elemente in die Final-Fantasy-Serie implementiert. Bezüglich der Spiele, an denen ich nicht mitgearbeitet habe, kann ich natürlich nicht sagen, wie die Action dort umgesetzt und von was sie inspiriert wurde. Das Team, das Final Fantasy 7 Remake gemacht hat, hat uns definitiv bei unserer Arbeit am meisten beeinflusst.
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Dort ist die Balance bei der Mischung aus Action und dem bekannten ATB-System wirklich toll gelungen. An diese Qualität wollen wir uns annähern. Die Kämpfe in Crisis Core Reunion basiert noch immer auf dem Kernprinzip des Originalspiels, aber sie sollen sich denen aus Final Fantasy 7 Remake trotzdem sehr ähnlich anfühlen. Also ja, die Kämpfe aus Final Fantasy 7 Remake waren unsere größte Inspiration.
PC Games: Wenn man ein großes Update für ein beliebtes Spiel wie Crisis Core entwickelt, ist das auch immer ein Risiko. Man könnte etwa Fans des Originals mit Änderungen vor den Kopf stoßen, die sie nicht mögen. Spürt ihr einen gewissen Druck in dieser Hinsicht?
Kitase: Das Kernprinzip unseres Spiels ist anders als das von Final Fantasy 7 Remake. Wir verändern die Story nicht, die Fans so lieben. Sie ist exakt dieselbe. Ich denke also, dass es keine Veränderungen gibt, die die Leute stören könnten.
PC Games: In diesem Zusammenhang: Etwas, das viele Leute an Crisis Core mögen, ist der teilweise fast schon alberne Humor. Ihr habt an anderer Stelle schon bestätigt, dass Elemente wie Sephiroths ausführlich besprochene Haarpflege-Routinen weiterhin Teil des Spiels sein werden. Davon ausgehend die Frage: Denkt ihr, dass Final Fantasy in den letzten Jahren zu ernst geworden ist? Braucht Final Fantasy diesen albernen, dummen Humor?
Nomura: Ich weiß nicht, ob das deine Frage beantwortet, aber es gibt da definitiv einen Trend in der Spieleentwicklung und auch in der Final-Fantasy-Serie.
Darüber haben wir schon viel diskutiert und wir versuchen, die beste Vorgehensweise für diese Herausforderung zu finden. Die Grafik vieler Spiele wurde im Laufe der Zeit immer realistischer.
Dadurch wird es viel schwieriger, bestimmte Gags und lustige Elemente einzubauen. Die Figuren sehen immer realistischer aus, und dieser Realismus wird auch erwartet, bei zu viel albernem Humor ergibt sich da aber eine semantische Diskrepanz. Also ja, durch den neuen Realismus wird es schwieriger, Humor umzusetzen.
