Vorschau zu Crisis Core Final Fantasy 7 Reunion: Glücksspiel raus, Qualität rein

Special Antonia Dreßler
Vorschau zu Crisis Core Final Fantasy 7 Reunion: Glücksspiel raus, Qualität rein
Quelle: Square Enix

Wir haben Crisis Core: Final Fantasy 7 Reunion angespielt und verraten euch in der Vorschau, welche Neuerungen euch in der Neuauflage erwarten und warum es mehr ist, als ein reines Remaster.

Ein überdimensioniertes Schwert, stachelige Frisuren, Anime-Augen und viel Pathos: Final Fantasy 7 bekommt über drei Spiele hinweg ein Re-Remake. Aber nicht nur das: Auch eines der wichtigsten Spin-offs bekommt in diesem Zuge eine Neuinterpretation spendiert. Die Rede ist von Crisis Core: Final Fantasy 7, der Geschichte rund um Soldier-Mitglied Zack, nun versehen mit dem Unter-Untertitel Reunion. Der griffige Name gehört zu einem Spiel, das zum ersten Mal 2007 auf der PSP das Licht der Welt erblickte. Das ist deshalb ein Problem, weil die portable Konsole doch an relativ vielen Spielern vorbeigegangen ist. Mit knapp zwei Millionen verkauften Einheiten war der Titel den Umständen entsprechend trotzdem ein Erfolg.

Kein Wunder, immerhin handelt es sich dabei um die Vorgeschichte von Final Fantasy 7, eines der beliebtesten Titel der Reihe. Um ein Gefühl für die Dimensionen zu schaffen: Das Original von Final Fantasy 7 hat sich über neun Millionen Mal und der erste Part des dreigeteilten Remakes über fünf Millionen Mal verkauft. Für viele Fans der Reihe, die keine Möglichkeit hatten, Crisis Core zu spielen, dürfte es jetzt eine Wohltat sein, die neue Version spielen zu können.

Ein echtes Remake wie beim großen Bruder darf man allerdings nicht erwarten, etwas mehr als bloß ein schnödes Remaster ist Reunion aber trotzdem.
Die Geschichte von Crisis Core handelt von Zack (links) und seine Verstrickung mit Figuren aus Final Fantasy 7 wie Cloud (rechts). Quelle: Square Enix Die Geschichte von Crisis Core handelt von Zack (links) und seine Verstrickung mit Figuren aus Final Fantasy 7 wie Cloud (rechts).

Zwischen Remake und Remaster

In einem Interview mit der italienischen Seite Everyeye erzählte Creative Producer Tetsuya Nomura, dass man sich ganz bewusst für den Zusatztitel "Reunion" entschieden habe, weil er die Frage umschiffen würde, ob es sich nun um ein Remake oder Remaster handelt.

Auch interessant: Unser Interview mit den Entwicklern von Crisis Core Reunion!

Klassischerweise verlangt ein Remake nach einer komplett neuen Entwicklung, bei der auch inhaltlich neue Parts ihren Weg ins Spielen finden. Nebenhandlungen werden teilweise größer aufgezogen und in manchen Fällen stellt sich das Spiel als ganz neues Produkt dar - wie etwa bei Resident Evil 2.
Im Gegensatz dazu versteht man unter einem Remaster, dass Texturen verbessert werden und das gleiche Spiel einfach nur in hübscherem Gewand daherkommt.
Im Menü entscheiden wir, welche Fähigkeiten in der Schnellauswahl landen. Quelle: Square Enix Im Menü entscheiden wir, welche Fähigkeiten in der Schnellauswahl landen. Laut Nomura entsteht mit Crisis Core: Final Fantasy 7 Reunion (jetzt kaufen 18,00 € ) eben kein reiner Remaster. Immerhin wurde nicht nur die Grafik runderneuert, auch alle Figuren wurden komplett neu gestaltet.

Zudem haben nicht synchronisierte Szenen nun eine Sprachausgabe erhalten und sogar das Kampfsystem hat ein Update spendiert bekommen, dass das in die Jahre gekommene System aus PSP-Zeiten sehr viel nutzerfreundlicher macht.

Das neue/alte Kampfsystem

Die grundlegenden Mechaniken während der Kämpfe wurden aber nicht verändert. So schlagen wir mit normalen Angriffen mit dem Schwert auf Feind ein, weichen mit Rollen aus und haben Zugriff auf mehrere Fähigkeiten wie Spezialattacken und Magie.

Die Bedienung ist aber um einiges leichter und intuitiver gestaltet. So müssen Fähigkeiten nicht mehr über einen Reiter umständlich ausgewählt werden, sondern werden über Shortcuts auf den Schultertasten aktiviert.

Das geht um einiges schneller und wir müssen nicht so viel Aufmerksamkeit in ein Menü stecken, während wir eigentlich damit beschäftigt sind, nicht draufzugehen. Dankenswerterweise wurde auch die Kameraführung in den Kämpfen überarbeitet. Im Original gab es eine feste Kameraperspektive, die nicht wirklich Rücksicht auf die Sicht blockierende Gegenstände oder Säulen genommen hat.

Nun steuern wir die Kamera mit dem rechten Joystick und können das Geschehen somit deutlich besser kontrollieren. Laut den Entwicklern sind die Kämpfe generell temporeicher als früher und orientieren sich an Final Fantasy 7 Remake. Über die Shortcuts (unten rechts) sind wir nun sehr viel schneller bei der Verwendung von Fähigkeiten als noch im Originalteil von 2007 für die PSP. Quelle: PC Games Über die Shortcuts (unten rechts) sind wir nun sehr viel schneller bei der Verwendung von Fähigkeiten als noch im Originalteil von 2007 für die PSP. Auch das Limit-Brake-System wurde überarbeitet, das in Form der Digital Mind Wave oben links wie ein einarmiger Bandit seine Glücksspielrunden dreht. Nein, es gibt natürlich keine Lootboxen oder echtes Glücksspiel in Crisis Core.

Stattdessen rotieren die Bilder von NPCs und Nummern durch und wenn zufällig die richtige Kombination kommt, erhalten wir Boni. Das passiert, wenn mehrere gleiche Zahlen oder dreimal das gleiche Bild erscheinen. In ersterem Fall erhöhen sich entweder unsere Mana-Werte, die Angriffspunkte oder die Lebenspunkte, im zweiten Fall lösen wir einen Spezialangriff aus.

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