Cooking Simulator im Test: Kochsimulation überzeugt mit frischen Zutaten

Test Maximilian Paffrath 15,11 €
Cooking Simulator im Test: Kochsimulation überzeugt mit frischen Zutaten
Quelle: PC Games

Heiße Kartoffel mal anders: Im Cooking Simulator sind eurem Koch-Wahnsinn (fast) keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr schon immer mal Meisterkoch spielen wolltet, dann bietet euch die Küchensimulation genau die richtigen Zutaten. Ob der Titel etwas für Feinschmecker ist oder es sich doch eher um billige Tiefkühlkost handelt, erfahrt ihr in unserem Test. Spoiler: Dieses Spiel ist nichts für Veganer!

Das Sommerloch gibt uns jedes Jahr wieder die Möglichkeit, Spiele zu testen, die wahrscheinlich sonst unter dem Radar verschwunden wären. Eines dieser Spiele ist in diesem Jahr der Cooking Simulator (jetzt kaufen 15,11 € ) von Big Cheese Studio. Obwohl der Simulator ein paar Macken aufweist lässt er sich doch kurzweilig spielen. Aber der Reihe nach.

Vorbereitung ist alles

Wie der Name schon vermuten lässt, ist das Kochen und zubereiten von Gerichten eure Hauptaufgabe im Spiel. Dabei kommt es wie in einer echten Küche auch, auf Genauigkeit und Timing an. Damit man auch die grundlegenden Steuerungsmechaniken von Beginn an draufhat, gibt es ein ausführliches Tutorial. Durch dieses werdet ihr übrigens geführt von einem Gastronom, der dem schottischen Sternekoch Gordon Ramsay verblüffend ähnlich sieht. Im Tutorial selbst erlernt ihr Fähigkeiten, wie zum Beispiel das Schneiden von Gemüse, das Kaufen von Produkten im Laden oder auch wie ihr euren Herd reparieren lasst. Wir können euch hier übrigens wärmstens ans Herz legen, das Tutorial zu absolvieren, da ihr sonst später Probleme bekommt. Anhand der grünen Leiste seht ihr, ob euer Fisch durch ist. Quelle: PC Games Anhand der grünen Leiste seht ihr, ob euer Fisch durch ist.

Putzen macht Spaß

Die Steuerung ist nämlich hin und wieder etwas widerspenstig. Das äußert sich dann unter anderem darin, dass ihr Zutaten nur einzeln transportieren könnt. Wollt ihr zum Beispiel zwei Kartoffeln auf euer Schneidebrett legen, müsst ihr entweder zwei Mal zum Kartoffelregal gehen oder ihr nehmt euer Schneidebrett mit und legt beide Erdäpfel drauf. Sehr umständlich. Auch kann es passieren, dass euch beim Versuch mit dem Pfannenwender zu hantieren, Töpfe samt Inhalt durch die Küche fliegen. Die Sauerei ist also schon vorprogrammiert. Wie im echten Leben müsst ihr dann zum Wischmob greifen und die Küche säubern. Immerhin klappt das hervorragend - ein wenig wünschen wir uns, dass dies im echten Leben ebenso einfach funktionieren würde. Hauptaufgabe bleibt aber natürlich das Kochen von Essen.

Mit Perks könnt ihr euren Koch-Alltag wesentlich vereinfachen. Quelle: PC Games Mit Perks könnt ihr euren Koch-Alltag wesentlich vereinfachen.

3-Sterne in drei Wochen

Im Karrieremodus startet ihr in einer großen Küche mit den wichtigsten Küchengeräten. Gasherd, Grill und Fritteuse sind ebenso schon vorhanden wie Schneidebrett und Messer. Zwar könnt ihr euch weitere Utensilien im Laden dazukaufen, dies war jedoch zumindest bei unserem Test nicht nötig. Einzig weitere Pfannen und Töpfe solltet ihr euch im Laufe des Spiels zulegen, sonst kommt ihr mit den Bestellungen nicht hinterher. Am Anfang werdet ihr mit der Aufgabe vertraut gemacht, das Restaurant in dem ihr kocht, wieder zu altem Glanz zu führen. Dafür müsst ihr kontinuierlich gute Gerichte abliefern, um die Gäste zufriedenzustellen. Habt ihr genügend Ruhmpunkte gesammelt, kündigt sich für den nächsten Tag ein Restaurantkritiker an und testet euer Essen. Vergeigt ihr dessen Bestellung, werden euch Ruhmpunkte abgezogen. Kredenzt ihr dagegen ein Sternemenü, bekommt ihr einen Stern mehr für euer Restaurant. Die Level werden dabei in einzelne Tage unterteilt. Je mehr Ruhm ihr gesammelt habt, desto mehr Bestellungen müsst ihr pro Tag bearbeiten. Am Ende des Tages steigt ihr im Normalfall ein bis zwei Level auf. Hmmm lecker. Steak mit Bratkartoffeln. Quelle: PC Games Hmmm lecker. Steak mit Bratkartoffeln. Die Levelaufstiege bringen euch verschiedene Perks und Fähigkeiten ein. Seid ihr zum Beispiel besonders tollpatschig in der Küche und zerbrecht einen Teller nach dem anderen, könnt ihr einen Perk auswählen, mit dem keiner eurer Teller mehr zerbricht. Mit diesen Hilfen fällt es nicht so schwer, euer Restaurant schnell nach oben zu spielen. Im Spiel hatten wir nach 21 Ingame-Tagen bereits drei Sterne eingeheimst.

Feuer frei in der Küche

Damit euch beim Kochen nicht langweilig wird, könnt ihr übrigens eigene Musik ins Spiel implementieren. Wer träumt nicht davon, bei derben Gitarrenriffs von Rammstein ein Steak zu braten? Ansonsten sieht es im Karrieremodus eher mau aus, was Motivation und Wiederspielwert angeht. Zwar könnt ihr eure Küche visuell anpassen, die Preise für solche Renovierungsmaßnahmen sind aber verschwindend gering. Eure eigentlichen Belohnungen bestehen lediglich aus den Rezepten, die ihr nach und nach freischaltet. Das war's dann aber auch schon. Abwechslung bietet sich nur im Sandbox-Modus. Hier könnt ihr nach eigenem Belieben kochen oder die Küche zerstören. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Zerstörungsgedanken. Vorsicht: Lasst ihr zu viel gleichzeitig in die Luft fliegen, hat das Spiel mit unschönen Rucklern zu kämpfen. Nichtsdestotrotz eignet sich das Spiel als netter Lückenfüller für Zwischendurch im diesjährigen Sommerloch. Wer also nicht ganz so viel Wert darauf legt, lange unterhalten zu werden, der kann problemlos zum virtuellen Kochlöffel greifen.

Meinung

Wertung zu Cooking Simulator (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Charmante GrafikViele verschiedene RezepteEigene Musik einfügbarLustiger Sandbox-ModusHilfreiche Perks und Fähigkeiten
Unmotivierender KarrieremodusTeils hakelige SteuerungRuckler im Sandbox-Modus
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