Constantine

Test

Ständig will John eine Herde Monster an den Kragen. Ständig will John eine Herde Monster an den Kragen. Zwei beinahe vergessene Genres wurden in den letzten Jahren von Hollywood äußerst erfolgreich wiederbelebt: Horror und Comic-Verfilmungen. Nun versucht sich Filmriese Warner an einer Kombination der beiden Genres und schickt mit Zugpferd Keanu Reeves den Streifen Constan---tine ins Rennen, der auf den Hellblazer-Comics basiert. Wie bei erhofften Kassenschlagern mittlerweile fast schon üblich, erhalten wir pünktlich zum Kinostart Mitte Februar eine Umsetzung für die Xbox.

Zwischen Erde und Hölle

John Constantine ist mit einer besonderen Gabe ausgestattet: Er erkennt als menschliche Wesen getarnte Dämonen. Von dieser Last in den Selbstmord getrieben, wird er wiederbelebt und als Wächter der irdischen Grenze zwischen Himmel und Hölle eingesetzt. Als desillusionierter Held hilft er Verfolgten und Besessenen - in der Hoffnung, endlich erlöst zu werden. Als plötzlich Dämonen ungetarnt auf der Erde erscheinen, ist er sofort alarmiert und weiß, dass sich Böses anbahnt. Bald kämpft er mit der Polizistin Angela Dodson gegen Geschöpfe aus der Hölle und das Chaos, das diese Dämonen anrichten.

Mehr Action als Adventure

Mit dem Flammenwerfer kann man draufhalten. Mit dem Flammenwerfer kann man draufhalten. Ähnlich wie Vampirjäger Van Helsing kämpft sich John Cons-tantine durch ein meist gerad-liniges Action-Adventure, bei dem der Action-Anteil deutlich im Vordergrund steht. So wird der Spieler mit Monsterhorden konfrontiert, die er wie üblich aus dem Weg räumen muss. Im Laufe des Spieles steigen Anzahl und Häufigkeit der Gegner und der Schwierigkeitsgrad nimmt zu. Wie es sich gehört, müssen auch große Endgegner bekämpft werden, die aber nicht allzu schwer zu besiegen sind. Mit hilfreichen Artefakten, die magische Kräfte auf die Dämonen ausüben, der richtigen Waffe und vielleicht auch ein paar Zaubersprüchen ist jedem Gegner beizukommen.

Wer suchet, der Findet

Hier löst sich ein weiteres Problem in Luft auf. Hier löst sich ein weiteres Problem in Luft auf. Der Adventure-Anteil beschränkt sich auf das Finden des Weges und des einen oder anderen Gegenstands. Dabei muss Constantine auch schon mal von seinen Fähigkeiten Gebrauch machen und zwischen Hölle und Erde wechseln, um etwas komplexere Rätsel zu lösen. Dennoch gehen die Rätsel selten über ein simples Schalter-umlegen oder Kistenverschieben hinaus. Zudem hilft Cons-tantines Wahrheitsblick, in dem man die Umgebung wie eine Art Negativ sieht, besondere Gegenstände oder Orte zu finden, da diese durch ihre Aura schneller zu sichten sind.

Gute Filmumsetzung

Der Titel hat auch atmosphärisch einiges zu bieten. Obwohl leider auf die deutschen Originalstimmen verzichtet wurde, sind die Zwischensequenzen und die Atmosphäre der Levels eine Klasse für sich. Die Grafik ist ordentlich und stimmungsvoll - wenn auch permanent etwas zu dunkel - und lässt im Zusammenspiel mit dem Sound perfekte Atmosphäre aufkommen. Schade, dass sich nach der Hälfte des Spiels das Konzept mangels Abwechslung etwas totläuft und nur noch das Interesse an der nächsten Cutscene motiviert. Trotzdem dürfen Fans des Films zuschlagen, denn erfreulicherweise hebt sich Constantine deutlich vom üblichen Lizenzeinerlei ab.

Bildergalerie

Wertung zu Constantine (XB)

Wertung:

78 /10
Fazit

Trotz Schwächen eine gelungene Umsetzung, die vor allem durch die grandiose Atmosphäre besticht.

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