Conflict Desert Storm II

Test

Zwei Scharfschützen im Duell: Wer als Erstes schießt, gewinnt. Zwei Scharfschützen im Duell: Wer als Erstes schießt, gewinnt. Der erste Teil von Conflict Desert Storm war wider Erwarten ein Riesenerfolg. Begünstigt durch den letzten Irak-Konflikt verkaufte sich das Spiel (vor allem in Amerika) selbst Monate nach dem Release noch sehr gut und durchbrach dabei weltweit problemlos die Millionengrenze. Für ein Spiel mit einigen gravierenden Mängeln im Gameplay ein durchaus überraschendes Ergebnis. Beim jetzt erscheinenden Nachfolger sieht die Sache dagegen anders aus: Die Programmierer von Pivotal Games aus England merzten eine Schwäche des Vorgängers nach der anderen aus und präsentieren mit dem zweiten Teil einen wirklich starken Action-Kracher, der sich diesmal in keiner Beziehung vor der Konkurrenz verstecken muss.

Vierer-Bande
Egal ob Sie sich zu Beginn des Spiels für die amerikanische Delta- Force- oder die englische SAS-Spezialeinheit entscheiden, Ihr Team besteht immer aus den folgenden vier Elite-Soldaten: Bradley, dem Anführer, Foley, dem Scharschützen, Conors, dem Mann mit den schweren Waffen, und Jones, dem Sprengstoffexperten. Mit diesen vier Leuten bestreiten Sie die Missionen und sie gilt es taktisch möglichst geschickt einzusetzen, um die äußerst knackigen Aufträge zu überstehen. Im Spiel steuern Sie dabei immer einen Soldaten aus der Ego-Shooter oder Third-Person-Perspektive, wobei Sie mit einem einfachen Knopfdruck zwischen den Soldaten hin und her wechseln können. Den anderen drei Figuren können Sie unterdessen per Tastenkombinationen Befehle erteilen. Die KI der eigenen Kollegen wurde dabei drastisch verbessert und sie verhalten sich jetzt wesentlich intelligenter als im Vorgänger, wo gelegentlich Granaten auf die eigene Truppe geworfen wurden. Da fast allerdings jeder Knopf des Controllers doppelt belegt ist, hat man anfangs Probleme, sein Team problemlos und vor allem effektiv durch die Maps zu navigieren. Glücklicherweise haben die Entwickler vier umfangreiche und gut verständliche Trainingsmissionen gebastelt, in denen Sie ausführlich in die Steuerung eingewiesen werden und zugleich die wichtigsten Regeln des Straßenkampfs erlernen. Im Vergleich zum Vorgänger finden die zehn Missionen dieses Mal hauptsächlich in irakischen Stadtgebieten oder sonstigen, abgegrenzten Umgebungen (Gefängnisse, Vorratslager, Militärstützpunkte etc.), statt. Man verzichtete vollständig auf die aus dem ersten Teil bekannten, lang andauernden und viel zu nervigen Fußmärsche durch die öde Wüste und konzentrierte sich stattdessen auf Action im Minutentakt.

Viel Abwechslung
Um möglist viel Abwechslung zu garantieren, sind die Missionen dabei sehr unterschiedlich ausgefallen und überzeugen allesamt durch ein intelligentes und logisch aufgebautes Leveldesign. Während in einem Einsatz noch die Rettung einer abgestürzten Hubschrauberbesatzung im Vordergrund steht, müssen Sie ein andermal bei Nacht eine komplette Radarstation der Iraker ausschalten oder eine Chemiefabrik dem Erdboden gleichmachen. Die Locations der Einsätze sehen dabei ziemlich gut aus. Vor allem die halb zerstörten Städte lassen richtiges Straßenkampf-Feeling aufkommen und überzeugen mit vielen begehbaren Orten, wie z. B. Häusern, Dächern oder Kanälen. So gut den Entwicklern das Aufgaben- und Leveldesign auch gelungen ist, einen Haken hat die ganze Geschichte dennoch: den extrem hohen Schwierigkeitsgrad. Um ein wirklich realistisches Spiel zu erhalten, sollte mindestens die Schwierigkeitsstufe "Mittel" ausgewählt werden (erst dann verhalten sich die Gegner intelligent und authentisch). Leider werden hier aber selbst erfahrene Videospieler zu oft das Zeitliche segnen. Das liegt nicht nur an den Horden von Gegnern, sondern auch an den ungemein hart zu knackenden Panzern, die oft mit einem Schuss Ihr komplettes Team auslöschen.

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