SANFTES GLEITEN
Quelle: PLAYZONE
MISSACHTEN
Rüpelhaftes Fahren bringt einem in erster Linie eine schlechte Zwischenzeit ein.
Ein Rennspiel steht und fällt mit seinem Fahrgefühl und dieser Punkt ist bei DIRT ein zweischneidiges Schwert. Einerseits lassen sich sämtliche Boliden mit etwas Übung sicher durch jede Kurve dirigieren, doch der letzte Schliff fehlt. Egal ob man über Geröll, Asphalt oder staubige Wüstenabschnitte fährt, die Rückmeldung an den Fahrer ist dürftig. Kleine Fronttriebler reagieren äußerst zickig auf jedes Lenkmanöver, große LKW fühlen sich an wie gigantische Luftkissenboote, die man über die Strecke scheucht.Es fehlt mitunter an Grip und dem Gefühl für Gewicht. Auch der fehlende Rumble-Motor des Sixaxis trägt nicht gerade zur Intensivierung des Fahrerlebnisses bei. Diese Problematik sollte komplett aus der Welt geschafft sein, sobald man ein Lenkrad anschließt (beispielsweise das G25 oder Driving Force Pro von Logitech). Leider war diese Option in unserer Testversion noch nicht verfügbar, weswegen wir Ihnen einen Erfahrungsbericht online auf unserer Website www.play-zone.de nachliefern werden, sobald wir eine finale Version des Spiels haben. Die werden wir auch brauchen, um dem Mehrspielermodus auf den Zahn zu fühlen, der schon auf dem Papier nicht viel hermacht. Spieler fahren parallel zueinander alleine auf der Strecke, echte Rennen mit mehreren Teilnehmern gibt es nicht.
NUR NOCH EIN RENNEN ...
Quelle: PLAYZONE
Ungeachtet dieser Kritikpunkte macht DIRT vor allem eines: Spaß. Einen Audi S1 den Hillclimb-Kurs von Pikes Peak hinaufzujagen, hat noch nie so spektakulär ausgesehen und so viel Adrenalin durch die Blutbahn gepumpt. Jede Kurve ist eine Herausforderung und der schmale Grat zwischen der absoluten Bestzeit und dem Absturz in die Tiefe war noch nie so deutlich spürbar. Mitunter könnten Anfänger sich hier sogar zu sehr gestresst fühlen. Besonders die Kurse in Italien sind dermaßen verzwickt und unübersichtlich, dass es schon schwierig ist, alle Kommandos des Beifahrers überhaupt mitzubekommen und zu verarbeiten. Diese dann auch noch in die Tat umzusetzen, verlangt nach stressresistenter Fahrkunst. Wer also MotorStorm langsam satt hat und gleichwertige oder zumindest gleichartige Kost sucht, der sei hiermit gewarnt, dass DIRT fahrerisch einiges mehr vom Spieler verlangt als das im Vergleich fast schon gemütlich wirkende MotorStorm.