Der Schlüsselräuber hüpft über Caspers Eisgeschosse einfach hinweg!
Ach ja, die alte Masche: Wir schnappen uns eine kindertaugliche Kino- oder TV-Lizenz, kleben sie auf ein 3D-Action-Adventure samt der unvermeidlichen Lebenskristalle, Super-Attacken und "Nur du kannst die Welt retten!"-Story. Dann legen wir ein paar verrauscht aufgenommene Dutzi-dutzi-Dialoge drüber und vertrauen darauf, dass Onkel Rudi bei Juniors nächstem Geburtstagseinkauf nach dem niedlichen Zeichentrickcover greift. Natürlich entwickelt man das Gruselstück für die mittlerweile zur preiswerten Kinderzimmerkonsole degradierte PSone und beamt die verwaschene Polygonwelt dann gleich noch auf die teurere PS2-DVD - Wenn schon, denn schon. Nun, mit dem altbackenen Mix aus Klunkerhorten, Feuerkugelnschmeißen und Schlüsselobjektesammeln kann man noch gut leben, mit der meist recht detailarmen Grafik weniger. Als größter Spaßkiller erweist sich jedoch Caspers Schwebe-Steuerung, bei der die horizontalen und die vertikalen Bewegungen auf beide Analogsticks verteilt sind: Einer zum Hoch- und Runter-, einer zum Vorwärts- und Rückwärtsfliegen. Einen in der Luft hängenden Edelstein oder gar einen fliegenden Gegner zu treffen, wird da zum reinsten Geduldsspiel.
