Es menschelt auf den Pisten von Radiator Springs, denn die Autos in THQs Rennspiel haben vor allem eins: Charme!
Mit Luigi macht man Jagd auf herrenlose Reifen.
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Jeder Autobesitzer kennt dieses Gefühl: Irgendwie scheint die Karre doch ihren eigenen Charakter zu haben. In Disneys neuestem Animationsfilm Cars wird das deutlich unterstrichen, denn da sind die Autos selbst die Hauptdarsteller - ganz ohne Fahrer. Die Story der GameCube-Versoftung orientiert sich dabei nur lose am Film und handelt von Lightning McQueen, dem Lokalhelden des Wüstenkaffs Radiator Springs. Der spritzige Sportwagen will unbedingt den legendären Piston-Cup gewinnen und muss bis dahin einige Prüfungen bestehen.
Frei wie ein Auto
Im Storymodus fährt man mit McQueen frei durch den Wüstenort und dessen Umgebung. Dort kann man zum einen die reichlich verteilten Punkte aufsammeln - und damit Extras freischalten - oder an verschiedenen Orten Herausforderungen annehmen. Über fünf Kapitel arbeitet man sich so bis zum Piston-Cup voran und erlernt dabei viele hilfreiche Techniken wie Drift, Boost oder das Fahren auf zwei Rädern.
Für jüngere und ungeübte Spieler gibt es diesen Modus auch in einer Light-Version mit niedrigem Schwierigkeitsgrad und deutlich weniger Missionen. Meist sind das Rennen, aber auch verschiedene Minispiele, bei denen man Traktoren auf ihrer Weide erschrecken oder Temposünder jagen muss. Hin und wieder wechselt man dabei die Rolle und steuert den Abschleppwagen Mater, den Polizeiwagen Sheriff und weitere originelle Charaktere. Das Design der einzelnen Autos ist ebenso gelungen wie auch die Zwischensequenzen und verleiht den Fahrzeugen einen enormen Charme. Der VW-Bully Fillmore, der als Hippie seinen Motor mit Öko-Sprit und Selbstgebrautem antreibt, ist ein Paradebeispiel!
Solide Grafik, simple Physik
Mit dem Powerdrift schafft man wirklich jede Kurve.
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Grafisch wird die Autowelt solide dargestellt, doch leidet das technische Gesamtbild unter gelegentlichen Rucklern und Pop-ups. Die monotone Wüstenlandschaft weckt obendrein den Wunsch nach ein wenig mehr Abwechslung. Immerhin kann das Städtchen nachts mit einer stimmungsvollen Neon-Beleuchtung punkten.
Die Rennen an sich sind für erfahrene Spieler ein Klacks und richten sich mit ihrer simplen Fahrphysik eher an Einsteiger und junge Zocker. Spaß machen die einzelnen Herausforderungen dennoch, so gibt es jede Menge Abkürzungen, nett animierte Autos und dank der Gummiband-KI - die Gegner fahren langsamer, wenn man zurückliegt - hat man immer eine Chance auf den Sieg.
Ab und an wird die Handlung auch in einen von fünf Superspeedways verlagert, wo man sich Kopf-an-Kopf-Rennen mit 19 Rivalen liefert - ansonsten zeigt man lediglich 4 Konkurrenten das Auspuffrohr. Leider ist es eine recht monotone Angelegenheit, ein Dutzend Runden im Kreis zu drehen. Immerhin ist der Boxenstopp eine gelungene Abwechslung. Hier muss man einige fixe Minispiele bestehen, um den Wagen zu tanken und neu zu bereifen.
Gelungene Umsetzung
Der Boxenstopp ist der kurz-
weiligste Teil der Speedway-Rennen.
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Falls man nicht allein auf die Landstraße flitzen will, kann man sich im Splitscreen-Modus mit einem Konkurrenten aus Fleisch und Blut messen. Dabei ist die Grafik jedoch sehr detailarm, was dem Spiel ein wenig den Reiz nimmt. Im Storymodus für Solospieler ist der Titel jedoch eine gelungene Filmumsetzung und überzeugt durch grundsolide Rennaction, einen feinen Humor und abwechslungsreiche Missionen. Filmfans und junge Nachwuchs-Schumis sollten mit den Cars-Flitzern ihre Freude haben.
