Carmen Sandiego: Das Geheimnis der gestohlenen Trommeln

Test

Um Roboter zu erledigen, solltet ihr euch vorsichtig anschleichen. Um Roboter zu erledigen, solltet ihr euch vorsichtig anschleichen. Die berühmt-berüchtigte Meisterdiebin kehrt zurück. Altere Videospieler werden bei dem Namen Carmen Sandiego hellhörig, erinnert er sie doch an zwei interessante Adventure-Education-Titel für diverse Systeme (Mega Drive, SNES etc.). Damals musstet ihr Carmen sowohl durch die gesamte Weltgeschichte als auch um den kompletten Erdball jagen, um sie dingfest zu machen. In ihrem neuesten Spiel taucht sie urplötzlich wieder auf, nachdem sie jahrelang von der Bildfläche verschwunden war. Der Grund: Ein Diamant, der die Weisheit aller Nationen enthält, ist in einem Tempel tief im Dschungel versteckt. Den Weg dorthin beschreiben acht Kartenstücke, die in altertümlichen Trommeln verborgen sind. Als auszubildender Geheimagent Jole seid ihr zur falschen Zeit am richtigen Ort. Während eure Kollegen Carmen in Sibirien auflauern, erwischt ihr die Meisterdiebin fast zufällig vor einem New Yorker Kunstmuseum. Hat sie es auf den kostbaren Diamanten abgesehen?

Adventure ade, Jump & Run olé?
Galt es in früheren Carmen Sandiego-Spielen, die berühmte Meisterdiebin mithilfe zahlreicher Hinweise aufzuspüren, entpuppt sich dieser Teil als geradliniges Jump & Run mit kleinem Rätseleinschlag. Als Nachwuchs-Jole ist es eure Aufgabe, Carmen Sandiego an der Bergung des "Diamanten der Weisheit" zu hindern und sie festzunehmen. In jedem Level müsst ihr dazu fünf Hinweise finden, um in den nächsten Abschnitt zu gelangen und der kriminellen Schönheit auf der Spur zu bleiben. Jole schlägt sich dabei ziemlich wacker und ist ein regelrechtes Naturtalent. Er läuft und springt schon fast wie ein erfahrener Geheimagent, hangelt sich an Vorsprüngen entlang, schleicht vorsichtig über einen Fenstersims oder hechtet mit einem Stab über tiefe Abgründe. Mit diesem bekommen auch Carmens zahlreiche Roboter eines auf die Zwölf und werden so außer Gefecht gesetzt. Überwachungskameras schaltet ihr dagegen mit eurem Blasrohr aus. Äußerst wichtig, da sie sonst Alarm auslösen und ihr zum letzten Wegpunkt zurückgesetzt werdet. Die Jump&Run-Passagen werden durch kleinere Rätseleinlagen, etwa Schalter betätigen oder Geheimcodes sammeln, dezent aufgelockert. Die unterschiedlichen Szenarien sind durchaus vielfältig und abwechslungsreich, wenn auch das Gameplay im späteren Verlauf wenig neue Aufgaben bereithält. Optisch sind die Levels gut gestaltet, hätten aber wesentlich texturreicher ausfallen können. Die Abschnitte wirken, obwohl es einige nette Details wie zum Beispiel umherfliegende Tauben gibt, etwas trist und steril. Ein solider Titel, der allen Carmen Sandiego-Fans ganz sicher gefallen dürfte.

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Wertung zu Carmen Sandiego: Das Geheimnis der gestohlenen Trommeln (GC)

Wertung:

70 /10

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