Call of Duty: Advanced Warfare im Test: Die PC- und PS4-Versionen im Test-Update
Test
Die Call of Duty-Reihe war bisher vor allem Shooter, weniger erzählerisches Epos. Doch in Advanced Warfare übernimmt Hollywood-Star Kevin Spacey eine tragende Rolle und so könnte die Handlung theoretisch auf ein neues Niveau gehoben werden. Ob es tatsächlich der Fall ist und wie gut insgesamt die Einzelspielerkampagne geworden ist, sagen wir im Call of Duty: Advanced Warfare-Test - jetzt inklusive Multiplayer-Test und finaler Wertung!
Die PC-Version von Call of Duty: Advanced Warfare hat bei uns wie die Xbox-One-Fassung einen runden Eindruck hinterlassen - auch auf der technischen Seite. Bis auf Probleme mit den ruckelnden Zwischensequenzen auf Rechnern mit Nvidia-Grafikkarten hatten wir mit keinerlei schwerwiegenden Bugs zu kämpfen. Das Stotterproblem in den Videos lässt sich zudem auch relativ einfach beheben, in dem man in den Grafikoptionen V-Sync ausschaltet und zudem im Fenstermodus (ohne Rahmen) spielt.
Quelle: PC Games
Call of Duty: Advanced Warfare im Test - Screenshots aus der PC-Version. (1)
Grafisch macht sich (bis auf die konstante Auflösung von 1920 x 1080) erst auf High-End-PCs ein deutlicher Unterschied zu den Konsolenfassungen bemerkbar. So kann man mit Supersampling und erhöhtem Anti-Aliasing die bereits hübsche Optik noch realistischer erscheinen lassen. Ob man aber in den hitzigen Schießereien tatsächlich Zeit hat, den Qualitätsunterschied zwischen der Konsolen- und PC-Version zu begutachten, ist natürlich eine andere Frage. Wie gut Call of Duty: Advanced Warfare auf euren Rechnern läuft, könnt ihr übrigens bei unseren Kollegen von PC Games Hardware nachlesen.
Ein wenig ärgerlich waren nach unserer Meinung jedoch die relativ langen Ladezeiten der Windows-Fassung. So dauert es je nach Festplattengeschwindigkeit bis zu zwei Minuten, bis ein Level geladen ist. Wer eine SSD-Platte sein Eigen nett, sollte das Spiel entsprechend auf den schnellen Flash-Speicher installieren.
Quelle: PC Games
Call of Duty: Advanced Warfare im Test - Screenshots aus der PC-Version. (2)
Der zweite (kleine) Minuspunkt der PC-Fassung ist die Steuerung. Die Maus-und-Tastatur-Steuerung ist an sich logischerweise deutlich präziser und komfortabler, wenn es um die normalen Schießereien in der Kampagne geht und verursacht auch kein Kopfzerbrechen im Mehrspieler-Modus. Doch in der Kampagne muss man auch mal die Fähigkeiten des Exo-Skeletts einsetzen und das sorgt dafür, dass insgesamt einfach zu viele Tasten auf der Tastatur vonnöten sind. Wenn man zum Beispiel die Standard-Tastenbelegung verwendet, muss man auf die "N"-Taste drücken, um die Overdrive-Fähigkeit des Exo-Anzugs zu verwenden - ziemlich unpraktisch, wenn man sich zeitgleich mit der "C"-Taste ducken möchte und dabei mit der "Q"-Taste eine Granate wirft. Die Steuerungsprobleme lassen sich größtenteils beheben, wenn man die Tastenbelegung selbst anpasst oder die Kampagne mit einem Gamepad durchspielt.
Die Mehrspielerversion auf dem PC gleicht der Konsolenversion. Einige PC-Spieler könnten sich darüber aufregen, dass es vorerst keine dezidierten Server gibt und stattdessen wieder die Hybrid-Lösung mit P2P-Verbindungen zum Einsatz kommt. So habt ihr zum Beispiel nicht wie etwa in Battlefield 4 die Möglichkeit, mit einem Serverbrowser die für euch passende Partie zu finden. Obendrein bietet die Lösung mehr Möglichkeiten für Cheater, da eine Kontrollinstanz fehlt.
Quelle: PC Games
Call of Duty: Advanced Warfare im Test - Screenshots aus der PC-Version. (3)
Manche Spieler haben sich zudem über das sogenannte "Lag-Compensation" beklagt, das schon bei Call of Duty: Ghosts Probleme bereitete. Das System sorgt in der Theorie dafür, dass Spieler mit hohen Pings nicht benachteiligt werden. Allerdings haben alle Spieler auf einem Server mit dem System das Nachsehen, da die Verzögerungen auf die langsamste Verbindung angepasst werden und dadurch jeder einzelne seine Portion Ruckler abbekommt. Bei unseren Mehrspielerpartien hatten wir jedoch weder mit Lags noch mit anderen Problemen zu kämpfen.
In diesem Artikel
Insgesamt lässt sich kein für den Spielspaß relevanter Unterschied zwischen der PC- und der Xbox-One-Fassung feststellen - die grafischen Unterschiede beeinflussen die Intensität der rasanten Schießereien kaum. Somit bekommt die Windows-Version die gleiche Wertung wie die Xbox-One-Fassung.
Test der PS4-Version
Die PlayStation-4-Fassung und die Xbox-One-Version unterscheiden sich lediglich in puncto Auflösung. So variiert die Zahl der Bildpunkte auf der Microsoft-Konsole zwischen 1360x1080 und 1920x1080, auf der PS4 bleibt die Resolution jedoch konstant bei 1920x1080. Den Qualitätsunterschied könnt ihr zwar an manchen Stellen sehen, aber insgesamt ist der Spielspaß auf beiden Next-Gen-Konsolen am Ende gleich - vor allem, weil man zumeist in heftige Schießereien verwickelt ist und deshalb kaum Zeit hat, auf Details zu achten. Somit bekommt die PS4-Version ebenfalls eine Wertung von 87.
Achtung: Aus technischen Gründen können Artefake in den Screenshots auftauchen, die mit dem Aufnahmeverfahren zusammenhängen und so nicht im Spiel zu sehen sind!
