Activision macht die PS3 zum Schauplatz der ersten "richtigen" WWII-Materialschlacht!
BILD: PLAYZONE
PlayStation-2-Besitzer mit einem Faible für WWII-Ego-Shooter sind mit Sicherheit nicht an Call of Duty3 vorbeigekommen. Falls Sie zu denjenigen zählen, die bereits fleißig das Geld für eine PlayStation 3 zusammengespart haben UND auf Ego-Shooter stehen, die im Zweiter-Weltkriegs-Szenario angesiedelt sind, dürften Sie an Call of Duty 3 erst recht nicht vorbeikommen. In Teil 3 der packenden Weltkriegs-Action brennen die Entwickler Treyarch ein imposantes Effektfeuerwerk ab und erzeugen dadurch besser denn je die Illusion, mitten im Krieg zu sein.
Im Krieg gibt es viel zu tun
Wie Sie es vielleicht schon aus dem Vorgänger Big Red One kennen, übernehmen Sie auch in Call of Duty 3 erneut die Rolle von mehreren Soldaten. Dieses Mal sind es Mitglieder der amerikanischen, englischen, kanadischen und polnischen Armee, die in der Normandie an der Befreiung des französischen Städtchens Chambois und der umliegenden Gebiete von den Nazibesatzern zu knabbern haben.
Wie es sich für einen ordentlichen Ego-Shooter gehört, wird Ihnen knallharte und abwechslungsreiche Shooter-Kost geboten. Mal müssen Sie eine geforderte Anzahl an Flak-geschützen zerstören, die Position von MG-Nestern per Funk an einen Panzer durchgeben, Stellungen einnehmen und halten oder am Steuer eines Panzers einen kleinen Landstrich von feindlichen Kettenfahrzeugen säubern.
In all diesen Missionen sind Sie entweder in ländlichen Gegenden oder in kleinen Städten unterwegs. Falls Sie bereits einige Erfahrung im Ego-Shooter-Genre mitbringen und schon ein paar WWII-Shooter gespielt haben, werden Sie die optische Abwechslung vermissen. Ihren KI-Kollegen ist der Einsatzort hingegen völlig egal. Während Ihre Kameraden ihre Arbeit zeitweise zu Ihrer Zufriedenheit erledigen, sorgen sie bei Ihnen beizeiten auch für verwundertes Kopfschütteln.
Wenn sich ein Verbündeter und ein Nazi-soldat direkt gegenüberstehen und für mehrere Sekunden nicht wissen, was sie tun sollen, wirkt das nicht nur seltsam, es sorgt auch für Punktabzug.
Während Sie in den Vorgängern stets eng bei der Hand genommen und durch die Levels geführt wurden, haben Sie nun an einigen Punkten die Wahl zwischen zwei Routen.
Egal welchen Weg Sie einschlagen, Sie bekommen es immer mit einer Menge angriffslustiger Nazis zu tun. Aufgelockert wird das Geballere durch einige Fahr-Passagen. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die Motion-Sensor-Unterstützung. Nehmen Sie hinter dem Steuer eines Jeeps Platz, können Sie das Gefährt durch Seitwärtsneigungen des Sixaxis-Controllers steuern.
Allerdings ist die Neigungsabfrage viel zu ungenau, um eine positive Spieleerfahrung zu erzeugen. Ganz anders sieht es da bei der restlichen Motion-Capture-Integration aus (siehe Extrakasten). Diese ist in den meisten Fällen überraschend gut gelungen und fühlt sich entsprechend der Situation auch sehr gut an.
