Weidmannsheil! Aggressive Hirsche, blutrünstige Bären und übermütige Wiesel haben dank Activision nichts mehr zu lachen!
Die Umgebungen sehen zum Teil sehr hübsch aus - vor allem das Wasser macht einen guten Eindruck.
Während die Jagd früher zur Nahrungsversorgung diente, wird sie heute oftmals als Sport betrieben. Viele Hobby-Jäger träumen davon, einmal in der unberührten Natur Alaskas auf Jagd nach großem Getier zu gehen. Activision lässt diesen Traum wahr werden und schickt Sie im ersten Cabela's für die 360 nach Alaska, wo neben der Jagd weitere Freilandabenteuer wie Fischen oder Schlittenhunde-Rennen stattfinden.
Los geht's in einem Außenposten, wo Sie sich Ausrüstung kaufen und Tags besorgen. Letztere sind Aufgaben, in denen Sie bestimmte Waldbewohner erlegen müssen. Nachdem Sie sich entsprechend eingedeckt und Ihren Rucksack gepackt haben, verlassen Sie den Außenposten und begeben sich in eines der umliegenden Jagdterritorien. Dorthin werden Sie meist von einem Fahrzeug wie etwa einem Pick-up, Schneemobil oder Truck befördert, mit dem Sie sich auch in Ihrem Gebiet voranbewegen können.
Doch sollten Sie dies unterlassen, um nicht sämtliche Ihrer bepelzten Kugelfänge zu verscheuchen. Stattdessen achten Sie auf die richtige Tarnoptik und die Windrichtung, damit Sie sich so nahe wie möglich an das Getier heranpirschen können. Während Ihnen im leichten Spielmodus ein Kompass die Position der Tiere verrät, müssen Sie in den höheren Schwierigkeitsstufen etwas geduldiger sein, aufmerksamer durch die Gegend streichen und Fährten lesen.
Läuft Ihnen dann ein Tierchen vor die Flinte, pumpen Sie es voller Blei und werden dafür mit Credits belohnt, die Sie im Laden für neues Equipment ausgeben können - sofern es sich natürlich um eines der Tiere handelt, das Sie laut Ihren Tags auch abknallen mussten. Störend bei der Jagd ist vor allem die sehr begrenzte Kondition Ihres Jägers, der bereits nach wenigen Metern Sprint nach Luft röchelt und sich ausruhen muss. Dass Sie nicht am Ende der Nahrungskette stehen, werden Sie spätestens bemerken, wenn die Tiere sich wehren.
Von daher sollte man ausreichend Abstand zu seinen Zielen halten, um nicht selbst zum Gejagten zu werden. Die anderen Sportarten wie Angeln, Vogeljagd oder Schlittenhunde-Rennen bieten zwar Abwechslung zu dem Geballer, sind aber doch recht anspruchslos. Insgesamt kann man hier also nicht wirklich von einer Jagdsimulation sprechen, auch wenn Ansätze davon vorhanden sind.
In Hinsicht auf die Technik offenbaren sich zudem grobe Ruckler und Einbrüche bei der Framerate. Die Kollisionsabfrage ist alles andere als perfekt - vor allem, wenn Sie sich in Fahrzeugen durchs Unterholz quälen. Trotzdem kommt in den meist sehr weitläufigen Arealen gelegentlich eine gute Atmosphäre auf, wenn Sie sich zu Vogelgezwitscher durch die Wälder oder den Schnee pirschen.
