CT Special Forces: Fire for Effect

Test

Nicht nur Sam Fisher weiß die Thermalansicht zu schätzen. Nicht nur Sam Fisher weiß die Thermalansicht zu schätzen. Die Reihe CT Special Forces ist beinharten Actionfans möglicherweise von der PSone oder dem GBA bekannt. Dort erschienen im letzten Jahr zwei neue Teile der Serie. Sie zeichneten sich durch solide Oldschool-2D-Action und einen fairen Preis aus, der die Spiele gleich doppelt attraktiv machte. Jetzt gibt es einen neuen CT Special Forces-Shooter, der sich in zeitgemäßem 3D präsentiert.

Typische Agentenstory

Als die amerikanische Regierung eine neue Form künstlicher Intelligenz entwickelt, stellt sich diese Erfindung als mächtig und revolutionär heraus. Mit ihr ist es sogar möglich, terroristische Angriffe zu simulieren und vorauszusehen. Eine mächtige Terror-Organisation namens Nemesis bekommt davon Wind und will natürlich sofort in den Besitz dieser geheimnisvollen Technik gelangen. Die Terroristen planen daher den bis jetzt größten Anschlag in der Geschichte der USA. Diese eher gewöhnliche Story, die nicht an die raffinierten Polit-Plots der Tom Clancy-Spiele heranreicht, liefert den roten Faden für das Action-Spektakel.

Ein Fall für zwei

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen dieser Art bekommen Sie es in CT Special Forces: Fire for Effect gleich mit zwei Agenten zu tun. Beide arbeiten aber allein, daher werden sie individuell je nach Missionsanforderung für die Einsätze gewählt. Stealth Owl ist eher der Sam-Fisher-Typ: Seine Talente haben ihn zum Spezialisten für militärische Infiltration gemacht. Zudem ist er ein guter Fallschirmspringer, weshalb er so gut wie immer und überall eingesetzt werden kann. Infolgedessen spielen Sie mit ihm alle Schleich- und Fallschirmeinsätze. Sein Kollege Raptor ist eher der Mann fürs Grobe, jemand der sich hervorragend mit Fahrzeugen und vor allem mit Waffen auskennt. Entsprechend seiner Fähigkeiten und Kenntnisse ist er beispielsweise für Geiselbefreiungen gut geeignet.

Doppelt gut?

Die Mischung aus Action mit Schleichspiel-Elementen macht sich überraschend gut. Dadurch werden die Missionen abwechslungsreich, auch wenn sie weder das Niveau von Splinter Cell noch das von Halo für lange Zeit halten können. Das Geschehen wird ausschließlich aus der Third-Person-Perspektive gezeigt. Für Abwechslung sorgen ferner die unterschiedlichen Szenarien, die sehr facettenreich gestaltet sind. Mal räumen Sie auf einem Schiff auf, mal kämpfen Sie sich durch einen von Gegnern besetzten Zug, um Bomben zu entschärfen, oder Sie entledigen sich lästiger Feinde während eines Sprunges aus einem Flugzeug. Leider erreicht die Grafik zu keinem Zeitpunkt den Abwechslungsreichtum der Missionen. Mit detaillierten Texturen wird massiv gespart, einzelne Abschnitte wirken geradezu eintönig und wiederholen sich mitunter. Die Missionen laufen größtenteils nach dem gleichen Muster ab: hin zu Punkt A und wieder zurück. Von Zeit zu Zeit dürfen Sie dafür ein Vehikel wie Luftkissenboot oder Jeep verwenden. Zudem hätte am Zielsystem noch ein wenig gefeilt werden müssen und der später happige Schwierigkeitsgrad sorgt mitunter für Frust. Actionfans sollten gerade wegen des günstigen Preises einen Blick riskieren.

Bildergalerie

Wertung zu CT Special Forces: Fire for Effect (XB)

Wertung:

75 /10
Fazit

Guter Shooter, bei dem die schwache Technik und Frustmomente eine höhere Wertung verhindern.

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