Burnout 3: Takedown

Test

Wenn das mal keine Lackkratzer gibt ... Wenn das mal keine Lackkratzer gibt ... Die Evolution nimmt ihren Lauf

Eine weitere Neuerung besteht darin, dass man nach eigenen Unfällen per A-Knopf die so genannte "Impact Time" aktivieren kann. Dadurch läuft der gesamte Crash in Zeitlupe ab und der Spieler kann mittels des Steuerkreuzes noch die Richtung seines umherfliegenden Wracks beeinflussen. Was das bringt, fragen Sie sich? Nun ja, nach einem Unfall verwandelt sich der Wagen zu einem großen Blechhaufen - wenn man diesen mittels Impact Time gut auf der Fahrbahn platziert, ist er optimal dazu geeignet, heranbrausende Kontrahenten ordentlich auffahren zu lassen! Befürchtungen, dass die Rennen durch diese zwei neuen Features zu stumpfsinnigen Crash-Orgien verkommen, können wir an dieser Stelle zerstreuen. Eher das Gegenteil ist der Fall: Bereits nach wenigen Rennen fragt man sich, wie man jemals ohne diese genialen Innovationen Spaß an einem Arcade-Racer haben konnte!

Unfälle fürs Punktekonto

Auch bei den Crash-Events haben die Entwickler nachgelegt und die Anzahl der Veranstaltungen von 30 auf 100 erweitert. Noch immer lautet das Ziel, an bestimmten Schauplätzen, zum Beispiel einer dicht befahrenen Kreuzung oder einem Stau auf der Schnellstraße, einen möglichst großen Unfall anzuzetteln und massig Schadenspunkte abzustauben. Was sich relativ einfach anhört, kann in den späteren Events nur mit der richtigen Taktik erfolgreich gemeistert werden. Neu hinzugekommen ist hier der "Crashbreaker": Nach einer gewissen Anzahl von Karambolagen kann man mittels Kreis-Knopf eine weitere Explosion zünden und sein Auto damit erneut durch die Gegend fliegen lassen. Taktikfreunde werden an diesem Spielmodus ihre helle Freude haben.

Mehr Grafik geht nicht

Nicht nur spielerisch, auch technisch übertrifft Burnout 3 seinen sowieso schon sehr hübschen Vorgänger um Längen. Die Texturen sind nochmals schärfer, die Strecken-grafik ist deutlich detaillierter und die Spezialeffekte - geniale Funkensprüh- und Raucheffekte - sorgen für Atmosphäre. Geblieben sind dagegen die absolut konstanten 60 Bilder pro Sekunde, die zusammen mit der bereits erwähnten Spielgeschwindigkeit für einen wahren Rausch sorgen. Außer dem bald erscheinenden Gran Turismo 4, welches allerdings auf eine komplett andere Art von Optik Wert legt (realistischer, dafür aber weniger abgedrehte Effekte), kann momentan kein anderes Rennspiel auf der PlayStation 2 auch nur ansatzweise mit der Traumoptik von Burnout 3 mithalten!

Musik zum Verlieben

Während die Soundeffekte bei Burnout 3 richtig klasse rüberkommen - Dolby Pro Logic II wird hervorragend ausgenutzt -, hat man sich bei Electronic Arts auch bei der Musikuntermalung nicht lumpen lassen und insgesamt 40 abwechslungsreiche und perfekt passende Lieder von bekannten Rockbands gesichert: Songs von The Hives, Franz Ferdinand, Ramones, etc. sorgen für Atmosphäre und heizen die Rennen zusätzlich an.

Wertung zu Burnout 3: Takedown (PS2)

Wertung:

93 /10

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