Brothers in Arms - Road to Hill 30

Test

Wenn das nur die einzigen Sorgen wären ... Wenn das nur die einzigen Sorgen wären ... Wie Steven Spielbergs Streifen Der Soldat James Ryan unübersehbar für Medal of Honor Frontline Pate stand, so ist Brothers in Arms offensichtlich an Band of Brothers angelehnt, eine TV-Serie, ebenfalls produziert von dem berühmten Filmemacher (in Zusammenarbeit mit Tom Hanks). Beide Spiele handeln von der amerikanischen Invasion der Normandie am 6. Juni 1944, doch während der Frontline-Held Jimmy Patterson am Morgen des D-Day per Landungsboot am Omaha Beach anlegt und sich von dort aus ins Landesinnere vorkämpfen muss, beginnt der Einsatz für Matt Baker und seine Waffenbrüder schon früher. In der Nacht zum D-Day springt er mit unzähligen Fallschirmjäger-Kollegen über der Normandie ab und stellt schon im Vorfeld die Weichen für eine erfolgreiche Invasion.

Teanwork ist entscheidend

Bereits nach kurzer Zeit haben sich die beim Absprung über das Gebiet verstreuten Soldaten gefunden. Die Feinheiten des Gameplays offenbaren sich dem Spieler nach und nach. Agiert Baker anfangs noch ganz allein und folgt den Befehlen seines Vorgesetzten, wird ihm schon bald ein Kollege zur Seite gestellt, mit dem er im kleinen Rahmen alle taktischen Grundsatzmanöver ausführen darf. Die Gegner rennen bei Brothers in Arms nicht wild um sich ballernd auf Sie zu, sondern verschanzen sich an strategisch günstigen Punkten, sodass Sie mit Attacken in Rambo-Manier bestenfalls zum Märtyrer, keineswegs jedoch zum Kriegshelden avancieren werden. Der Schlüssel zum Erfolg ist Teamwork: Während Ihr Kollege einen gegnerischen Soldaten unter Beschuss nimmt, informiert Sie eine (für Profis auch abschaltbare) Anzeige über dem Kopf des Gegners darüber, wann dieser aggressiv agiert oder passiv verschreckt hinter seiner Deckung hockt. Wenn Sie dann diesen Vorteil nutzen, um sich von der Seite an den Gegner heranzupirschen, ist die Falle zugeschnappt.

Alles unter Ihrer Kontrolle

Diese Taktik funktioniert ganz ähnlich auch im viel größeren Rahmen, wenn Sie im späteren Verlauf des Spiels zwei separate Einsatzteams mit je bis zu drei Mitgliedern oder sogar Panzer kommandieren. Dabei wird zwischen Feuer- und Angriffsteam unterschieden, wobei Ersteres von der Ausrüstung her auf Sperrfeuer und das zweite auf Sturmangriffe spezialisiert ist - obwohl Sie im Laufe des Spiels immer wieder mal solche Details beiseite schieben und im Gefecht improvisieren müssen. Die Steuerung der Teams könnte einfacher nicht sein: Mit der Weiß-Taste legen Sie fest, an wen der nächste Befehl gehen soll, und verteilen ihn mit L. Solange Sie L gedrückt halten, erscheint auf dem Spielfeld ein 3D-Cursor, mit dem Sie einen Zielpunkt festlegen oder auf ein gegnerisches Ziel deuten können, das unter Beschuss genommen werden soll. Per Loslassen der Taste wird der Befehl vergeben. Mit der Feuertaste (R) dürfen Sie zudem den Befehl zum Stürmen auf ein Ziel geben, was allerdings ohne taktische Vorarbeit meist mit großen Verlusten endet. Dazu können Sie per Druck auf das Steuerkreuz nach oben oder unten die Befehle "Folgt mir!" und "Verteilt euch und sucht Deckung!" ausrufen. Mehr braucht es nicht, um Ihre Truppe souverän durchs Feindesland zu scheuchen, zumal die Mitstreiterselbst ohne explizite Befehle durchaus intelligent agieren. Auch sonst ist die Steuerung sehr schnell kapiert: Im Nu hat man den Dreh raus und duckt sich automatisch, wenn man in die Kimme-und-Korn-Ansicht umschaltet, um mit ruhigerer Hand zu zielen. In der Hinsicht gilt für Sie das Gleiche wie für Ihre Gegner: Wenn Sie unter Beschuss geraten, zielen Sie schlechter, was in der Praxis bedeutet, dass Baker seine Waffe unruhig hält und nur mit Geduld und/oder Glück ein Ziel genau anvisieren kann. Das Feuern in Bewegung ist nur im Notfall ratsam - sollten Sie in die Verlegenheit kommen, überraschend einem gegnerischen Soldaten über den Weg zu laufen, empfiehlt sich daher viel eher der Nahkampf - ein Schlag auf den Kopf mit dem Gewehrkolben verfehlt seine Wirkung nicht. Doch Vorsicht: Auch die gegnerischen Soldaten schlagen manchmal zu.

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