Bioshock: The Collection im Test - so gut schlägt sich die Umsetzung für die Switch

Test Lukas Schmid 53,99 €
Bioshock: The Collection im Test - so gut schlägt sich die Umsetzung für die Switch
Quelle: 2K Games

Nicht zu Lande, sondern zwei mal zu Wasser und einmal in der Luft: Die Bioshock-Dreifaltigkeit kehrt auf der Switch ein und beschert uns drei der besten Singleplayer-Shooter aller Zeiten. Wir haben für unseren Test die Umsetzung von Bioshock: The Collection für die Nintendo Switch genau unter die Lupe genommen und sagen, ob sie was taugt.

Die Spatzen haben es schon vor der Ankündigung von den Dächern gepfiffen, jetzt ist sie kurze Zeit nach der offiziellen Enthüllung auch schon da: die Bio­shock-Trilogie für Switch! Vereint unter demselben Namen, den die Sammlung auch schon auf den anderen Konsolen trug, finden in Bioshock: The Collection nicht nur Bioshock, Bioshock 2 und Bioshock Infinite zusammen, sondern auch die diversen Zusatzinhalte, die dereinst als DLCs veröffentlicht wurden.

Das sind im Falle des Erstlings einige Zusatzherausforderungen, in den beiden Fortsetzungen erwarten uns zusätzlich aber auch vollwertige Singleplayer-Erweiterungen. Gerade die zweiteilige "Burial at Sea"-Kampagne aus Infinite ist eine Klasse für sich!

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Nicht ins Paket geschafft hat es wie auch auf den anderen Current-Gen-Plattformen leider der Mehrspielerpart aus Teil 2, der uns während des (nicht wortwörtlichen) Untergangs der Unterwasserstadt Rapture in kompetitiven Gefechten antreten ließ. Das ist schade, dafür kann sich der Port aber ansonsten echt sehen lassen.

Zwar nicht ganz so schön wie die Ports für PS4 und Xbox One, aber dennoch deutlich über der (auch schon anständigen) Qualität dessen, was dereinst auf PS3 und Xbox 360 geliefert wurde, tauchen wir auf der Switch in stilistisch und technisch hervorragend gestaltete Welten ein. Ruckler gibt es abseits einiger Zwischensequenzen keine, das Geschehen läuft stabil mit 30 Bildern pro Sekunde. Das sind weniger als die 60 FPS auf den Konkurrenzplattformen, macht aber nur einen geringfügigen Unterschied. Freunde von Gyro-Steuerung müssen leider ohne dieses Feature leben. Wer nur Interesse an einem oder zwei der drei Titel hat, der kann sie im eShop für jeweils 20 Euro übrigens auch einzeln kaufen.

Bioshock

Die ikonische Anfangsszene aus Bioshock hat auch nach dreizehn Jahren nichts von ihrer einzigartigen Atmopshäre eingebüßt und stimmt perfekt auf das Spiel ein. Quelle: PC Games Die ikonische Anfangsszene aus Bioshock hat auch nach dreizehn Jahren nichts von ihrer einzigartigen Atmopshäre eingebüßt und stimmt perfekt auf das Spiel ein. So viel zum allgemeinen Teil, nun zum Speziellen: Das erste Bio­shock schickt uns in die Unterwasserstadt Rapture, in der wir nicht nur gegen die verrückten, mit Drogen vollgepumpten Bewohner kämpfen müssen, sondern auch gegen eine Ideologie, die den Nutzen für den Einzelnen über alles andere stellt. Dafür haben wir jede Menge Feuerpower sowie Quasi-Superkräfte zur Verfügung, die wir durch Tränke namens Plasmide erhalten. Das Shooter-Gameplay ist ausbaufähig, dafür ist Bio­shock in Sachen Atmosphäre und Handlung ein absolutes Brett. Der Twist in der Mitte der Geschichte ist zu Recht bis heute unvergessen. Zudem existiert auch ein moralischer Aspekt, der uns entscheiden lässt, ob wir auf der Suche nach mehr Power für unsere Plasmide deren Produzenten, die unschuldigen Little Sisters, ermorden oder nicht. Agieren wir ruchlos, ist uns auf jden Fall der Zorn der Big Daddys sicher, der ikonischen Beschützer der Little Sisters in ihren riesigen Tauchanzügen.

Bioshock 2

In Bioshock 2 sehen wir, wie es nach den Ereignissen des Erstlings weitergeht. Die dem Sozialismus zugeneigte Dr. Sofia Lamb herrscht nun über die Unterwasserstadt. Quelle: PC Games In Bioshock 2 sehen wir, wie es nach den Ereignissen des Erstlings weitergeht. Die dem Sozialismus zugeneigte Dr. Sofia Lamb herrscht nun über die Unterwasserstadt. Bioshock 2 wurde von einem anderen Team entwickelt als der Vorgänger und Infinite und das zeigt sich an der Geschichte. Die ist zwar auch spannend, steht aber relativ für sich, während die anderen beiden Teile auf kreative Art und Weise verbunden sind. Ein wenig Story-Pep fehlt hier, dafür bietet Bioshock 2 deutlich ausgefeiltere Schießereien und eine dynamischere Verbindung zwischen unseren Wummen und den Plasmiden.

Bioshock Infinite

Anders als in den ersten beiden Spielen der Reihe ist es in Bioshock Infinite nur selten dunkel. Der Fokus liegt nicht auf Horror. Quelle: PC Games Anders als in den ersten beiden Spielen der Reihe ist es in Bioshock Infinite nur selten dunkel. Der Fokus liegt nicht auf Horror. Während Teil 1 und Teil 2 uns durch Rapture führten, geht es in Infinite ab nach Columbia hoch über den Wolken, zudem befinden wir uns nun im Jahre 1912 und nicht in den 1960ern wie zuvor. Als Neuzugang Booker DeWitt treffen wir auf die von einem irren Sektenführer und einen riesigen Metallvogel gefangen gehaltene Elisabeth und haben den Auftrag, sie heil zurück auf den Boden zu bringen. Wie auch im Erstling ist nichts in Infinite so, wie es scheint, mehr wollen wir an dieser Stelle aber nicht verraten. Die Quasi-Horror-Atmosphäre der beiden Vorgänger weicht einem deutlich weniger gruseligen, aber nicht weniger schockierenden Grundstimmung. Spielerisch werden die leichten Metroidvania-Anleihen aus Rapture abgelegt, größtenteils geht es jetzt in recht linearen Gebieten zur Sache.

Zwar setzt das Abenteuer erneut auf die Mischung aus Feuerpower und Superkräften (die wir hier durch neue Tonics namens Vigors erhalten), die Gefechte sind aber deutlich actionreicher und es erwarten uns wesentlich mehr Gegner auf einmal. Diese reagieren zudem smarter als gewohnt, da es sich bei den Feinden in Infinite nicht um fast gehirnlose Halbzombies handelt, sondern um verblendete Kultisten. Welches Bioshock-Spielprinzip man mehr mag, also den ruhigeren oder den rasanteren Ansatz, ist schlussendlich Geschmacksache. Eine Klasse für sich ist aber auch Infinite auf jeden Fall.

Meinung & Wertung

Meinung

Wertung zu Bioshock: The Collection (NSW)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Absolut einmalige AtmosphäreToll geschriebene GeschichtenBrillantes LeveldesignMehr als ordentlicher UmfangSehr gut auf Switch portiert
Shooter-Gameplay mit MackenMultiplayer aus Bioshock 2 fehlt
Fazit

Technisch anständiger Port dreier fantastischer Shooter. Ein Muss für erwachsene Switch-Spieler!

Bildergalerie

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk