Mehr Spielspaß durch verbesserte Technik?
Die Schauplätze sind fast zu schön für ein Kriegsgebiet.
Wie in der erst kürzlich erschienenen Xbox-Version von Battlefield 2 kämpfen Sie im Einzelspielermodus der 360er-Fassung auf der Seite vierer Kriegsparteien im zerrütteten Kasachstan und nehmen an den unterschiedlichsten Missionen teil. Dabei stehen Ihnen zahlreiche Fahr- und Flugzeuge sowie ein enormes Waffenarsenal zur Verfügung.
Durch Ihre auf den Schlachtfeldern erzielten Erfolge klettern Sie nicht nur die militärische Karriereleiter empor, sondern schalten auch Waffen, Hightech-Gadgets und Fahrzeuge sowie Bonus-Aufgaben frei, in denen Sie Ihre Kampftechniken und Fähigkeiten auf unterhaltsame Weise trainieren. Sie müssen zum Beispiel mit vier Panzerfaustschützen mehrere Gegnerwellen ausschalten, was Sie ohne cleveres Wechseln zwischen den einzelnen Soldaten kaum schaffen.
Noch wichtiger als beim Xbox-Pendant ist hier der Multiplayer-Modus, der anders als die Solokampagne von den Erfindern der Battlefield-Titel (Entwickler DICE) stammt. Hier stehen dem Spieler zwölf Mehrspieler-Maps zur Verfügung, die im Einzelspielermodus nicht enthalten sind. Auf gängige Features, die auf dem PC mittlerweile Standard sind, müssen auch Konsoleros nicht mehr verzichten: Per Headset kommunizieren Sie im Gefecht mit Ihren Teamgefährten, haben Freundeslisten und die Möglichkeit, Clans beizutreten. Zudem können Sie Ihre Leistungen in umfangreichen Statistiken im Auge behalten.
Feinschliff
Auf den ersten Blick wirkt die 360er-Fassung wie eine optisch aufpolierte Konvertierung, die Besitzern der Xbox-Version bis auf die edlere Präsentation nichts Neues bietet. Doch bereits in der ersten Singleplayer-Mission werden Kenner der Xbox-Fassung Unterschiede beim Gameplay bemerken.
Neben Kleinigkeiten im Missionsablauf - zum Beispiel dass Ihnen in einigen Aufgaben andere Charakterklassen zur Verfügung stehen oder die Angriffswellen der Gegner unterschiedlich sind - sticht vor allem der höhere Schwierigkeitsgrad ins Auge, der vom Spieler ein taktischeres Vorgehen verlangt.
Zudem müssen Sie keinen direkten Sichtkontakt mehr zu einem Kameraden haben, falls Sie via Hot-Swap zu ihm wechseln wollen. Die höhere Auflösung auf HDTV-Geräten kommt dem Gameplay ebenfalls zugute: Sie sehen mehr und können infolgedessen besser zielen. Die Steuerung lässt auch auf der Xbox 360 keine Wünsche offen und funktioniert mit dem neuen Pad rundum sehr gut.
Insgesamt bietet das Spiel Besitzern der Xbox-Fassung dennoch nur wenig wirklich Neues - zumindest was die Solokampagne angeht. Im Hinblick auf die stets wachsende Online-Community der Xbox 360 lohnt sich die Anschaffung aber auf jeden Fall, denn hier kommt das wahre Battlefield-Feeling auf, das auf dem PC bereits Millionen Spieler in seinen Bann zog.
