Battlefield 1: They Shall Not Pass gespielt - so gut ist der DLC-Auftakt
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Ab dem 14. März ist es endlich soweit, Battlefield-1-Spieler dürfen sich auf neue Karten und Waffen in Form eines DLC gefasst machen! Wir waren bei DICE zu Besuch und haben die They Shall Not Pass-Erweiterung bereits vor dem Release gespielt. In unserem Artikel sagen wir euch, ob sich die Anschaffung des ersten DLC tatsächlich lohnt.
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Wer das große Shooter-Duell im letzten Herbst gewonnen hat, lässt sich leider nur schwer ausmachen - vor allem, weil die Hersteller ungerne genaue Verkaufszahlen ihrer Spiele veröffentlichen. Gefühlt scheint aber Battlefield 1 seinen Konkurrenten Call of Duty: Infinite Warfare in die Ecke gedrängt zu haben. Dafür sprechen zum Beispiel die Tests sowie auch die Zahl der aktiven Spieler auf den BF1-Servern. Doch am Ende gilt für die zwei Konkurrenten: Seit dem Release werden in beiden Spielen weniger Multiplayer-Schlachten ausgefochten und daher ist es wieder an der Zeit, dass es neue Inhalte in Form von frischen Maps und Waffen für die Mehrspielergefechte gibt.
Wir konnten direkt bei DICE in Stockholm einen guten Eindruck vom kommenden Mehrspieler-DLC namens They Shall Not Pass für Battlefield 1 gewinnen und wollen euch sagen, ob die frischen Inhalte für deutlich mehr Spielzeit sorgen. Der DLC ist ab dem 14. März für alle Premium-Pass-Besitzer gratis erhältlich und ab dem 28. März auf Origin, PSN und Xbox Live zum Kauf verfügbar.
Battlefield 1 - They Shall Not Pass: On ne passe pas!
Mit They Shall Not Pass liefert DICE nach, was wir schon beim Hauptspiel vermisst haben: die französische Armee. Der DLC beinhaltet aber natürlich nicht nur neue Skins für die Soldaten, sondern ebenso acht frische Waffen, ein neues Fahrzeug, vier Maps, zwei Operations und mit Frontline einen sehr interessanten zusätzlichen Spielmodus. Auf dem Papier klingt das nach ziemlich viel und wir müssen auch sagen: Nach den rund acht Stunden in Stockholm hätten wir gerne noch weitergespielt! Am Ende bietet der DLC aber nicht viel mehr als den typischen Inhalt einer Battlefield-Erweiterung, punktet aber unserer Meinung nach mit ziemlich viel Abwechslung.
Quelle: PC Games
Der französische Sturmpanzer kann mit seinem schlagkräftigen Geschütz nach vorne schießen.
So bietet eine der beiden neuen Operations zum Beispiel regelrechte Panzerschlachten, in der anderen kämpfen wir hingegen im Inneren einer Festung. Das gleiche gilt auch für die Schauplätze des neuen Spielmodus namens Frontline, der eine Art Mischung aus Conquest und Rush ist. Hier müssen wir zuerst eine bestimmte Anzahl von Eroberungspunkten für unser Team beanspruchen und dürfen erst dann an zwei Telegraphen Bomben legen. Je nach Karte stehen uns in diesem Modus so gut wie keine oder relativ viele Panzer zur Verfügung, die in fähigen Händen - wie Battlefield-1-Spieler wissen - oft über den Verlauf einer Partie entscheiden können. Vor allem der neue französische Sturmpanzer, der nicht nur mit seiner Kanone und seinen Maschinengewehren den Feind dezimiert, sondern auch noch Artillerieschläge anfordern kann, kam uns gelegentlich etwas zu stark vor. Das gleiche gilt übrigens auch für den frischen Behemoth, auf den man in den Conquest- und Operations-Schlachten trifft. Denn statt eines Schiffes oder eines Panzerzuges bekommt das Verlierer-Team in They Shall Not Pass einen riesigen Panzer, den man wie ein normales Fahrzeug steuert. Immerhin hilft die neue stationäre Belagerungsartillerie bei der Abwehr der Kolosse. Insgesamt hatten wir aber das Gefühl, dass noch ein wenig Feintuning in Sachen Balancing vonnöten ist.
Quelle: PC Games
Die roten Mohnfelder wirken fast schon wie aus einem Gemälde eines Monets oder Manets entnommen.
Die vier neuen Karten lassen sich ebenfalls in zwei Kategorien aufteilen. Während es auf den "Verdun-Höhen" und im "Fort Vaux" oft zu bitteren Nahkämpfen kommt, entscheiden auf "Soissons" und "Bruch" vor allem die Panzer die Gefechte. Das passt unserer Meinung nach sehr gut zum Konzept des DLCs und außerdem müssen wir sagen, dass die Karten - wie schon die des Hauptspiels - grafisch sehr hübsch sind und mit vielen kleinen Details aufwarten. Uns haben es vor allem die roten Mohnfelder auf "Bruch" angetan, die beinahe schon eine pittoreske Idylle aufweisen.
Battlefield 1 - They Shall Not Pass: Schwere Freischaltungen
Quelle: PC Games
Die Freischaltung der neuen Waffen ist mitunter ziemlich aufwendig.
Über die acht neuen Waffen sind wir aber eher geteilter Meinung. Zwar gibt es für jede der vier Klassen gleich zwei neue Schießeisen, aber unserer Meinung nach lohnt sich deren relativ aufwendige Freischaltung nicht zwingend. Für das neue Chauchat-Maschinengewehr der Support-Klasse muss man zum Beispiel 15 Kills in einer Runde mit dem M1909 Benét-Mercié Telescopic sowie auch noch 10 Mortar-Kills schaffen und bekommt dann eines der langsamsten Schießeisen der Klasse, das obendrein ein kleines Magazin hat und ziemlich wenig Schaden anrichtet. Natürlich wird es Spieler geben, die das frische Waffenarsenal zu schätzen wissen, aber uns haben die neuen Wummen nicht wirklich umgehauen.
Nichtsdestotrotz ist They Shall Not Pass ein wirklich guter DLC für Battlefield 1 und dürfte viele Fans des Hauptspiels wieder zurück zu den spaßigen Gefechte holen. Vor allem der neue Frontline-Modus und die beiden frischen Operations sind DICE mehr als gut gelungen und sorgen daher auch für viele weitere Spielstunden. Die angesprochenen Balancing-Probleme sollten die Entwickler hoffentlich schon nach wenigen Wochen behoben haben. Ergo: Falls die nächsten drei DLCs eine ähnlich hohe Qualität aufweisen, macht sich der relativ teure Premium-Pass tatsächlich bezahlt!
