Batman: Rise of Sin Tzu

Test

In den Levels stehen auch TNT-Fässer herum. In den Levels stehen auch TNT-Fässer herum. Ubisoft möchte Batman-Fans in neue Sphären führen und hat eigens dafür einen neuen, widerwärtigen Schurken erschaffen. Sin Tzu heißt der gute Mann und ist ein wahrer Meister der Kampfkunst. Um dieser Spielfigur Leben einzuhauchen, hat man sich natürlich gleich einen passenden Lebenslauf ausgedacht: Mitleiderregenderweise wurde Sin Tzu als Kind von seinen Eltern ausgesetzt. Prompt nahm eine Gangsterbande das Findelkind unter ihre Fittiche, was Sin Tzus weiteren Werdegang selbstverständlich unwiderruflich besiegelte. Immer auf der Suche nach würdigen Gegnern schleicht dieser Bösewicht nun rastlos durch die Straßen von Gotham City. Doch bevor ihr ihm in der Rolle von Batman, Nightwing, Robin oder Batgirl zeigt, was ein Superheld alles draufhat, müsst ihr erst einmal das restliche Gesindel beseitigen. Und damit habt ihr wirklich alle Hände voll zu tun! Von überallher stürmen Kriminelle auf euch ein, die nur eines wollen: euren Kopf! Neben berühmt-berüchtigten Widersachern wie Bane, Clayface oder Scarecrow dürfen auch endlos viele namenlose Gestalten in den Boden gerammt werden. Egal für welche Spielfigur ihr euch anfangs entscheidet, jedes Mitglied der vier Mann starken Superheldentruppe verfügt über 35 verschiedene Moves. Ob ihr die Attacken auswendig lernt oder einfach nur wildes Button-Smashing betreibt, steht euch anfangs noch frei. Allerdings zieht der Schwierigkeitsgrad nach einiger Spieldauer doch deutlich an und man sollte die Moves letztendlich schon beherrschen. Die Gegner werden nämlich mit der Zeit immer rabiater und ausdauernder und sind durch plumpes Drauflosknüppeln nicht mehr zu stoppen. Neben den Schlag- und Trittkombinationen könnt ihr Gegner aber auch mit Kisten oder Fässern außer Gefecht setzen. Mit einem schwungvollen, gut gezielten Tritt kickt ihr die Teile einfach mitten in die Meute und schon habt ihr wieder ein bisschen Bewegungsfreiheit. Für etwas Abwechslung sorgen auch gegnerische Giftangriffe, bei denen sich der Bildschirm passenderweise grün färbt, euch das Bild vor Augen verschwimmt und die Soundausgabe sich in hallendes Geleier verwandelt.

Fraglicher Spaß mal zwei
Trotz allem macht sich im Singleplayer-Modus leider viel zu schnell Langeweile breit. Umso erfreulicher ist es, dass man neuerdings das Gesocks sogar zu zweit als kooperatives Heldengespann verkloppen darf. Grafisch macht das neue Batman-Abenteuer allerdings nicht gerade einen berauschenden Eindruck. Die Levels wurden zwar halbwegs annehmbar gestaltet, leiden aber stellenweise sehr stark an Texturarmut. Die Umgebungen ähneln sich zudem zu sehr, weshalb man sich an einigen Stellen fragt, ob man diesen Part nicht schon einmal gespielt hat. Auch die Animationen überzeugen nicht so recht, da die Figuren häufig etwas lax durch die Gegend hampeln. Darüber hinaus ist die Kollisionsabfrage alles andere als astrein, allerdings beeinträchtigt dies den Spielspaß nicht allzu sehr. Schlagsüchtige Batman-Fans sollten sich dennoch von unserer Wertung nicht abschrecken lassen, denn für Fans ist das Spiel - schon allein aufgrund des Bonusmaterials - allemal einen Blick wert!

Bildergalerie

Wertung zu Batman: Rise of Sin Tzu (GC)

Wertung:

63 /10

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